Der Schritt war der einzig richtige.

Lydia Albers Weg war vorgezeichnet: ein Studium der Raumplanung, direkter Einstieg als Quartiersmanagerin, Beförderung zur Bereichsleiterin. Doch glücklich war Lydia nicht – und folgte eines Tages ihrer inneren Stimme.


Sie wirkt nachdenklich, wenn sie von ihrer Vergangenheit erzählt. Denn Lydias Entscheidung, den sicheren Weg zu verlassen, lässt sich nur schwer mit wenigen Worten erklären. „Es geschah nicht von heute auf morgen, es war vielmehr ein innerer Prozess“, sagt die 35-Jährige. Denn eigentlich lief alles ziemlich gut, zumindest eine Zeit lang. „Mein Studium war total spannend, die erste Stelle flog mir einfach zu.“ Und die Arbeit im Quartiersmanagement, das gezielt die Entwicklung von Stadtteilen fördert, machte ihr richtig Spaß. Ein Leben, das glücklich machte.

Doch was anfangs inspirierend, abwechslungsreich und vielfältig war, entwickelte sich mit den Jahren zu einem starren Korsett. Lydia hatte nur wenig Raum für eigene Ideen, arbeitete in verkrusteten Strukturen, jedes Jahr dasselbe Programm. „Irgendwann merkte ich, dass mein Leben zu einer ständigen Wiederholung geworden war. Und ich lief einfach nur noch mit.“ Arbeiten, essen, schlafen. Kaum Raum für neue Gedanken, zu wenig Platz für sich selbst. Ein Leben, das Lydia nie wollte. Ein guter Beruf, das Einkommen stimmt, was willst du denn mehr? Stimmen von außen, die jedoch ihrer inneren Stimme widersprachen. 

Denn Lydia wollte mehr: „Mehr Zeit für ein bewussteres Leben, zum Denken, Durchatmen und Zu-sich-Kommen.“ Sich nicht mehr auf den täglichen Trampelpfaden verlieren und die Wahrnehmung der Welt auf das Wochenende verschieben. Und Lydia bog ab. Verließ den sicheren Weg und entschied sich für einen neuen. „Na ja, so ganz neu war er eigentlich nicht“, sagt sie lächelnd. Denn Yoga war schon lange Teil ihres Lebens. Sie praktizierte es während des Studiums und auch in ihrem Berufsleben war Yoga immer da. Lydia machte Nägel mit Köpfen – und ließ sich neben ihrer Arbeit zur Yogalehrerin ausbilden. 

Der Schritt in die Selbstständigkeit war für sie dann nur natürlich. Lydia kündigte ihren Job und begann, sich ihr neues Leben aufzubauen. Schritt für Schritt, aber in die richtige Richtung. „Ich brauchte schon ordentlich Mut, um diesen Schritt zu wagen, auch finanziell.“ Aber der Mut zahlte sich aus. Heute hat Lydia einen eigenen Yogaraum, gibt Kurse an der Volkshochschule und auch in Unternehmen. Und obwohl sie sich noch auf dem Weg befindet, ist ihr eines schon jetzt ganz klar: „Der Schritt war der einzig richtige. Denn es war der Schritt zurück zu mir selbst.“

 

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