Praxistipps: Alles senkrecht?

Moderne Jäger und Sammler setzen im Alltag auf Bewegung statt auf Bequemlichkeit. Sie reduzieren Sitzzeiten in der Freizeit, bei Wegstrecken und am Arbeitsplatz. Dazu braucht es nicht mehr als diese kleinen Tricks:

Wichtig ist, weniger zu sitzen. Darüber hinaus sind 150 Minuten Bewegungszeit pro Woche oder 10.000 Schritte am Tag optimal: Wearables (Fitnessarmbänder) können motivieren, diese Ziele zu erreichen. Die kleinen technischen Helfer registrieren, ob Sie die Treppe nehmen, einen Spaziergang machen oder mit dem Rad fahren. Lassen Sie sich für den Kauf des richtigen Geräts in einem Fachgeschäft beraten.

Kinder lieben Bewegung. Verbringen Sie mit ihnen jeden Tag mindestens 60 Minuten an der frischen Luft, egal bei welchem Wetter. Planen Sie dafür feste Zeiten ein. Stillsitzen am Tisch ist eine Regel aus alten Tagen: Wenn Kinder aufgegessen haben, sollten sie aufstehen dürfen. Wollen Sie das Familiengefühl fördern, spielen oder toben Sie im Anschluss gemeinsam.

Ändern Sie Ihre Tür-zu-Tür-Mentalität. Der Weg ist das Ziel. Auch wenn Sie länger brauchen, lassen Sie das Auto einfach mal stehen und gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad. Sind Sie mit Bus und Bahn unterwegs, wählen Sie auf Kurzstrecken einen Stehplatz. Das ist unbequemer, aber eindeutig gesünder.

Verabreden Sie sich mit Familie, Freunden und Bekannten nicht nur zum Essen, unternehmen Sie einen Spaziergang oder treiben Sie zusammen Sport. Sitzen ist ein Ausdruck für Geselligkeit und Entspannung. Aber auch Bewegung trägt zum Wohlbefinden bei.

Machen Sie aus Ihrem Alltag einen Trainingspfad. Sie werden über das Bewegungspotential staunen: Erledigen Sie beispielsweise Ihren Einkauf zu Fuß, sofern es die Entfernung erlaubt. Oder freuen Sie sich über die Haus- oder Gartenarbeit. Auch sie hat einen Gesundheitseffekt.

Leistung und Konzentration im Beruf können Sie fördern, indem Sie bei sitzenden Tätigkeiten spätestens alle 60 Minuten kurz aufstehen. Fragen Sie nach, ob für Sie ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder ein kostengünstigeres Stehpult angeschafft werden kann. Seien Sie innovativ und schlagen Sie Ihrem Vorgesetzten versuchsweise vor, das nächste Meeting im Stehen abzuhalten. Unternehmen bestätigen den Erfolg dieser Praxis: Die Konzentration nimmt zu. In kürzerer Zeit können bessere Ergebnisse erzielt werden.

Erweitern Sie Ihren Bewegungsradius und sprechen Sie direkt mit Ihren Kollegen, statt sie anzurufen. Stehen Sie während des Telefonats auf, machen Sie ein paar Schritte und lassen Sie den Blick schweifen. Wir verbringen viel Zeit am Arbeitsplatz, etablieren Sie ein neues Lebensgefühl!

Verbringen Sie in Ihrer Freizeit so wenig Zeit wie möglich vor Bildschirmmedien wie Fernseher, DVD, Computer, Spielekonsole, Tablet oder Smartphone. Obwohl Kinder unter drei Jahren keine Medien nutzen sollten, liegt das Einstiegsalter inzwischen bei fünf Monaten.

Sofern es sich am Tag nicht vermeiden lässt, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Eltern zu folgenden Mediennutzungszeiten für Kinder:

AltersgruppeMedienkonsum
Kinder bis zu 3 Jahren Am besten gar nicht
Kinder von 3 bis 6 Jahren Zusammen höchstens 30 Minuten
Kinder von 6 bis 10 JahrenZusammen höchstens 60 Minuten

 

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