Experten geben Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie schaffe ich den Einstieg?

Beginnen Sie immer mit Gehen. Sie sollten jeden zweiten Tag 20 Minuten in zügigem Tempo gehen können. Erst dann beginnen Sie, lockeres Laufen einzustreuen.

Lieber allein oder in der Gruppe?

Bis Sie 20 Minuten am Stück entspannt laufen können, trainieren Sie besser allein. Wenn sie bereits längere Zeit durchhalten hilft Laufen in Gruppen den „inneren Schweinehund“ zu überwinden und gewöhnt Sie an regelmäßige Laufzeiten. Ein Trainer kann auf Haltungs- oder Bewegungsfehler hinweisen und vermittelt der Gruppe wertvolle Übungen zur Verbesserung der Lauftechnik (die sog. Laufschule).

Schadet Laufen den Gelenken?

Nein. Es sorgt im Gegenteil für eine bessere Durchblutung der Gelenke und regt die Produktion von Gelenkschmiere an. Wer beim Laufen über Schmerzen in den Gelenken klagt, hat entweder krankhafte Vorschäden oder ist sofort mit „kalten“ Gelenken losgelaufen.

Nordic Walking oder Laufen?

Dies hängt stark davon ab, welche Voraussetzungen ein Einsteiger mitbringt. Gerade für Menschen, die früher weniger oder keinen Sport getrieben haben, unter Übergewicht oder schon vorhandenen Gelenksschaden leiden, ist der Einstieg mit Nordic Walking einfacher, weil es einen sanfteren Einstieg bedeutet.

Was bringen Trends wie Barfußlaufen?

Barfußlaufen ist nicht ganz unproblematisch für einen Europäer, der nie barfuß gelaufen ist und plötzlich mit Schuhen unterwegs ist, die ein Barfußlaufen simulieren. Laufen Sie in der Anfangsphase nur wenige Minuten barfuß und steigern Sie dann langsam, über mehrere Wochen, die Belastung. „Barfußschuhe“ oder „Five Fingers“ sollten als Trainingsgeräte verstanden werden – nicht als Laufschuhe. Gleiches gilt für die sogenannten instabilen Schuhe (in der Mitte gerundet): Hier ist beim Gehen und Stehen mehr aktive Haltearbeit zu leisten.

Kann ich mit Laufen abnehmen?

Laufen eignet sich gut zum Abnehmen – allerdings braucht es Geduld und Regelmäßigkeit. Es bringt allerdings nichts, wenn Sie sich mit zu hohem Puls quälen: Sie nehmen dann sogar langsamer ab, da der Körper im „Notbetrieb“ bevorzugt Zucker statt Fett verstoffwechselt. Haben Sie Geduld!

Was ist ein guter Laufschuh

Die Dämpfung eines Sportschuhs sollte den Unterschied zwischen Teer und einem Naturboden ausgleichen – mehr nicht. Fragen Sie vor Beginn des Trainings einen Orthopäden oder Sportmediziner, wenn Sie bereits Probleme haben.

Was ist zu viel des Guten?

Tägliches Training ist immer zu viel, außer für Leistungssportler (und das hat nichts mit Gesundheit zu tun). Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich zu erholen und an neue Belastungen anzupassen. Erholungsphasen bringen Sie genauso weiter wie das eigentliche Training! 120 Minuten, aufgeteilt in drei bis vier Einheiten pro Woche, gelten als gesunde Obergrenze.

 

(L)auf die Plätze, fertig, los!

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