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10.000 Schritte am Tag

Wer 10.000 Schritte am Tag* geht, kann Dutzende von Leiden vermeiden.

Im mittleren Alter (zwischen 18 und etwa 50 Jahren) haben sich viele Menschen schon sehr an ihren passiven Lebensstil gewöhnt, dass sie ihn völlig normal finden. Sie gehen Anstrengungen unbewusst aus dem Weg und empfinden sie bereits als unangenehm oder sogar schmerzhaft. Unmerklich verlieren sie Protein aus den Muskeln und Kalzium aus den Knochen. Statt Muskeln wächst der Speck. Je schwächer der Körper wird, desto mühsamer die Gegenwehr gegen den inneren Schweinehund.

Nicht mal ein Viertel der in Deutschland krankenversicherten Männer bringt es noch auf zwei Stunden Sport in der Woche, bei den Frauen sogar nur ein Fünftel (DKV-Report 2016 „Wie gesund lebt Deutschland?“). Ein wesentlicher Faktor ist das viele Sitzen: An einem Werktag verbringen wir im Schnitt sieben Stunden in sitzender Position, in der Schule, am Arbeitsplatz, zu Hause am Computer, vor dem Fernseher. Schreib­tischarbeiter bringen es sogar auf elf Stunden am Tag. Nur noch elf Prozent erreichen die von Gesundheitsexperten empfohlenen Bewegungs- und Ernährungswerte.

Mit den Jahren häufen sich typische Symptome: Rücken- und Knieschmerzen, Schlafprobleme, Übergewicht, Herzschwäche, Bluthochdruck, Gefäßverkalkung, Diabetes mellitus, Typ II. Doch statt den Patienten Bewegung zu verordnen, verschreibt der Arzt Medikamente, zur großen Freude der Pharmaindustrie. Manche Ärzte haben wenig Erfahrung, wie sie ihren Patienten Bewegungstherapie verschreiben und einen angemessenen Übungsprozess begleiten sollen. Wussten Sie, dass es im Medizinstudium nicht eine einzige Vorlesung zu Sport und Bewegungsmedizin gibt? Stattdessen raten Ärzte ihren Patienten aus Vorsicht lieber zur Ruhe. Und klar: Krankenhausbetten wollen belegt sein, die Behandlung mit Medikamenten und medizinischen Geräten bringt einfach mehr Geld. 

So stehen am Ende unserer Bestandsaufnahme drei wesentliche Erkenntnisse:
Die Natur hat es so eingerichtet, dass der Mensch sich nur anstrengt, wenn er muss. Niemand muss deswegen ein schlechtes Gewissen haben. Doch die moderne Zivilisation verführt uns zur Bequemlichkeit.
Über Jahrzehnte hat uns die Werbung versprochen, dass alles mühelos zu haben ist. Dafür zahlen wir jetzt einen hohen Preis. Denn Gesundheit ist auch eine Prämie für Selbstüberwindung. Aber was sind nun die Tricks, um den inneren Schweinehund zu bändigen?

* Empfehlung der Bewegungsstudie KV Nordrhein, 2016.

Deutlich über eine Stunde müsste der 75-kg-Mann mit einem Tempo von 6 km/h joggen, um den Nährwert der Pizza zu verbrennen. Eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining verbrennt Fett am effektivsten.

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Auch wenn „10.000 Schritte pro Tag“ eine Faustregel sind (und ursprünglich ein Werbegag): Warum es sinnvoll ist, sich trotzdem daran zu orientieren:

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Umfassende Auseinandersetzung mit der „10.000 Schritte pro Tag“-Empfehlung aus medizinischer Sicht. Gut zu lesen, gesellschaftliche Aspekte inklusive:

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Die statistischen Werte schwanken (im Vergleich zu anderen Quellen), die Aussage bleibt gleich: 10.000 Schritte täglich sind Pflicht:

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