Expertenchat am 9. März 2020 zum Thema: Sexuell übertragbare Krankheiten

Sexuell übertragbare Infektionen können wie ein Pingpongball zwischen Partnern oder auch wie ein Kettenbrief bei einem aktiven Liebesleben weitergegeben werden. Ihre Bedeutung nimmt seit einigen Jahren wieder zu. Syphilis, Tripper, Chlamydien – so vielfältig wie die Erreger, so vielfältig können die Symptome sein. Auch Kondome sind kein Rundumschutz. Wie eine wirksame Vorbeugung aussieht und was Sie bei einer Infektion tun sollten, um sich selbst und andere zu schützen, erfahren Sie in unserem Expertenchat am 9. März.

Der Link zum Expertenchat folgt in Kürze.

Unsere Expertin:

Dipl. Pädagogin Claudia Druve (Jahrgang 1982) ist seit über 6 Jahren hauptamtlich bei der Aids-Hilfe Dresden tätig und berät dort online (per Mail und Chat) zu den Themen HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen zum Themenspektrum sowie zu Beratungsansätzen bringen sie auf den neuesten Stand. 

Interview:

HIV gilt mittlerweile als chronische Infektion und auch andere sexuell übertragbare Infektionen sind gut behandelbar – welche Chancen liegen in einem verantwortungsbewussten Umgang mit Sexualität?

Bei rechtzeitiger Diagnose einer HIV-Infektion kann vom medizinischen Fortschritt profitiert und so ein Ausbrechen der Krankheit Aids verhindert werden. Andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind sehr gut behandelbar und heilen in der Regel wieder aus. Dabei bedeutet Safer Sex heutzutage mehr als die Verwendung von Kondomen und Testmöglichkeiten sind vielfältig.

Welche Symptome können auf eine sexuell übertragbare Infektion hinweisen? Gibt es in jedem Fall Warnzeichen?

Brennen, Jucken, Schmerzen – diese Symptome können auf eine STI hindeuten. Es gibt aber auch Verläufe und STI, die völlig symptomfrei verlaufen. Daher die nächste Frage….


Was kann ich tun, wenn ich unsicher bin, ob ich mich mit einer STI angesteckt habe?

Bei Verdacht auf eine STI bestehen unterschiedliche Möglichkeiten diesem nachzugehen – sei es im Gesundheitsamt, in Aids-Hilfen oder in einer Arztpraxis. Die verschiedenen Testmöglichkeiten können im Chat besprochen werden.


Welche Rolle spielen die Lebensumstände, sexuellen Präferenzen oder Sexualpraktiken für die Ansteckungsgefahr?

Unterschiedliche Sexualpraktiken bergen unterschiedliche Risiken – Lebensumstände und Präferenzen sind so vielfältig, wie die Menschen, die sie leben. Dabei stellt sich die Frage: Wie gehe ich als Individuum mit bestimmten Risikosituationen um?


Muss „Safer Sex“ auch in einer monogamen Beziehung ein Thema sein?

Muss nicht, aber kann… Vielmehr geht es um die Frage, wie spreche ich über das Thema Sexualität allgemein und damit verbunden zu Themen der sexuellen Gesundheit.