Eltern: Was mache ich, wenn mein Kind gemobbt wird?

I: Hallo und herzlich willkommen zu: Von Achtsam bis Zuckerfrei, dem Gesundheitspodcast der Audi BKK. Dieser widmet sich in jeder Staffel ganz ausgiebig einem Thema. Hier: Cybermobbing. Wahrscheinlich wünschen sich alle Eltern, dass ihr Kind niemals etwas mit Cybermobbing zu tun haben wird, sei es als Betroffener aber auch nicht als Täter. In dieser Folge, mit dem Sozialpädagogen Philipp Behar-Kremer vom Verein Cybermobbing Prävention, klären wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Cybermobbing bei den eigenen Kindern. Wir reden sowohl darüber, wie man sie schon im Voraus unterstützen kann als auch einen möglichen Verdacht ansprechen kann, wie man dann mit den Kindern gemeinsam durch die Phasen kommt, und auch was man in dem Fall tut, wenn das eigene Kind mal nicht betroffen ist, sondern vielleicht sogar der oder die Täterin ist. Und im Anschluss gibt es noch Tipps zum rechtlichen Vorgehen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht zielführend waren. Hey Philipp, stell dich unseren Hörern doch kurz selbst vor.

B: Ja, danke dass ich hier sein darf. Mein Name ist Philipp Behar-Kremer. Ich bin Sozialpädagoge und arbeite auch noch im therapeutischen Bereich und habe mittlerweile vor zehn Jahren den Verein Cybermobbing Prävention mitbegründet und wir tingeln durch die Schullandschaft und sensibilisieren für das Thema Mobbing und Cybermobbing und wie man cooler miteinander umgehen kann.

I: Genau zu diesem Anlass haben wir dich ja in unsere Elternfolge eingeladen, denn als Eltern hat man glaube ich viele Fragen, wenn es um das Thema geht, wird mein Kind gemobbt, was kann ich tun. Und da steigen wir direkt mal ein: Was kann ich denn vielleicht auch schon präventiv tun, was kann ich in meiner Erziehung beachten, dass mein Kind weder mobbt noch gemobbt wird?

B: Das ist eine gute Frage. Wenn es den Königsweg gäbe, dann gäbe es glaube ich tausend Bücher darüber, oder ein Buch. Das ist immer schwer zu sagen, denn Mobbing, das muss man vorher nochmal sagen, ist ein Gruppenprozess. Und klar gucken wir uns immer die Betreiber und Betreiberinnen und die Betroffenen von Mobbing an und sagen, was haben die denn für Qualitäten. Aber es kommt auch auf die Gruppe drauf an, alles das, was mich unterscheidet von der Gruppe, kann als Aufhänger genommen werden. Insofern finde ich immer, das wichtigste für die Erziehung ist die Kommunikation. Also nicht die Kommunikation "mach den Fernseher aus" und "mach das Handy aus", sondern auch die emotionale Kommunikation. Denn das passiert bei Mobbingprozessen auch, dass wir nicht mehr über unsere Gefühle reden. Und gerade die Gefühle ist das, was uns ja innerlich bewegt. Und gerade Empathie und Mitgefühl, das sind vielleicht nochmal ein paar Wörter, von denen man denkt, was ist das eigentlich? Aber mitfühlen, gar nicht religiös gemeint, sondern wir haben ja alle Regeln, und das auch unseren Kindern beizubringen, wie könnten sich andere fühlen, was macht das mit anderen, wie geht es mir, wenn ich traurig in, was passiert in mir, warum werde ich traurig? Also das zu hinterfragen und das auch mit den Kindern wirklich klar anzusprechen. Das ist so eine Emotionskompetenz, so nenne ich das immer. Was ich aber auch wichtig finde, ist Zivilcourage. Denn wir reden immer über die Betroffenen von Mobbing und die Betreiber von Mobbing, was die machen sollen und nicht machen sollen. Aber die größte Gruppe, sind ja diejenigen, die zusehen, die sogenannten Bystander. Und wir brauchen glaube ich in der Erziehung auch eine Ermutigung aus dem Elternhaus zu sagen, setz dich für etwas ein, wenn du es als ungerecht empfindest. Und das ist eine gute Prävention, überhaupt auch in so einen Mobbingprozess reinzukommen. Denn wenn mehrere sich engagieren dagegen zu halten, dann ist das super. Und klar, wir brauchen auch ein Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung. Die Selbstbehauptung aber eher bezüglich, wie gehe ich mit Emotionen um? Und da sind wir Eltern wirklich gefragt, denn wir müssen es ihnen vorleben. Die Eltern leben es den Kindern vor, wie sie mit Problemen umgehen und deswegen ist es in der Erziehung ganz wichtig, dass wir auch an uns arbeiten und sagen, naja, wie gehe ich denn mit Konflikten um? Gibt es manchmal Anzeichen, wo ich über andere lache, was lernt mein Kind? Und wenn du fragst, was kann in der Erziehung für ein Grundbaustein gesetzt werden, dass mein Kind nicht auf die Seite des Mobbingbetreibenden kommt, da hat sich rausgestellt, es sollte nicht zu autoritär erzogen werden, denn wenn das Kind in so einem Korsett ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Aggression und die Hilflosigkeit, woraus die Aggression dann gespeist wird, nach außen gelebt wird. Aber auch nicht zu laissez faire, nicht zu frei, also gar keine Grenzen. Denn die Kinder, die gar keine Grenzen haben, die überheben sich dann über die Leute und das ist dann so ein Machtanspruch und lassen sich von niemandem mehr was sagen. Und Macht ist ein großes Ding in Mobbingprozessen, insofern so der Mittelweg. Im Englischen heißt es authorative, also ich zeige klare Grenzen und Regeln auf, wir machen das hier so in der Familie, das und das ist die Regel, aber innerhalb dieses Regelwerks, können die Kinder Erfahrungen machen, wie sie mit Dingen umgehen. Das wären jetzt so die Tipps, die ich geben würde für die Erziehung als Präventivmaßnahme.

I: Ja, superspannend. Und im Prinzip auch ganz viel gesunder Menschenverstand, dass man Leute empathisch erzieht und Ihnen Einfühlungsvermögen mitgibt, dass man sie auch bestärkt für andere einzustehen finde ich superspannend. Vor allem weil es zum Beispiel bei mir, ich erinnere mich noch, dass ich immer den entgegengesetzten Rat bekommen habe, dass wenn ich quasi eine Streitigkeit mitbekomme, dass ich mich bloß raushalten soll. Und deswegen finde ich es total cool, dass man sagt, man kann auch schon in die andere Richtung erziehen, auch wenn man natürlich als Eltern vielleicht erstmal denkt, ich will nicht, dass mein Kind da noch mit reingerät. Also ich kann das auch verstehen, dass man dazu neigt, aber wenn alle am Ende eine höhere Zivilcourage haben, profitieren ja auch wieder alle davon.

B: Auf jeden Fall. Ein Satz, der mir noch einfällt, wir sollten auch als Eltern - ich habe auch zwei Kinder, nebenbei gesagt - wir sollten uns mit unserer Emotionalität auch unseren Kindern zumuten. Wir denken immer, wir überfordern die Kinder damit und wir geben Lösungen. Das ist eigentlich nicht gut, wir sollten natürlich nicht diese Riesenwut und Riesentrauer denen mitgeben. Aber auch dass die Kinder sehen, wie gehen wir denn eigentlich als Erwachsene damit um, also das was du gerade noch gesagt hast.

I: Wie ist das denn, wenn man jetzt von dem Präventiven weggeht und man hat die Vermutung, dass das Kind vielleicht gemobbt wird, wie finde ich das heraus? Weil ganz oft ist es ja auch eine Phase, wo sich die Kinder dann vielleicht zurückziehen. Und andererseits, ist das in einem gewissen Alter vielleicht auch einfach normal? Also wo erkenne ich, ab wann wird mein Kind gemobbt?

B: Das ist die große Schwierigkeit, weil Mobbing hauptsächlich in der Pubertät vorkommt. Es gibt vorher natürlich auch Mobbing und nachher, aber das meiste kommt wirklich in dieser Phase der Pubertät. Und da ist es ganz schwierig, was ist die Pubertät und was ist wirklich Mobbing und es gibt so ein paar Punkte. Was wir uns vor Augen halten müssen ist, die Kinder, die von Mobbing betroffen sind, sind herausgefordert mit einer riesigen Emotionalität. Tiefe Trauer, weil sie fertiggemacht werden, eine totale Hilflosigkeit, weil sie da nicht mehr rauskommen, eine totale Scham, weil sie immer bloßgestellt werden, aber auch Ärger über die Situation und Angst und Panik. Also massive Probleme, und das bringt sie natürlich durcheinander. Also ein gutes Zeichen ist, wenn das Kind so eine Art Wesensveränderung durchlebt. Also es war ein lachendes Kind, plötzlich ist es eher zurückgezogen, will nicht mehr in die Schule gehen, kann aber auch sein, dass die Sachen immer wieder kaputtgehen, Sachen immer wieder verloren gegangen sind, das kann ganz andere Ursachen haben. Aber es könnte auch sein, dass in der Schule irgendwas passiert. Und dann gibt es noch diese körperlichen und psychischen Zeichen, die kommen meistens immer ein bisschen später, das sind die klassischen Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Lernstörungen, aber auch Schlafstörungen. Und das ist ein Zeichen, dass das Kind innerlich hohem Stress ausgesetzt ist. Denn wenn ich mir vorstelle, so ein Kind wird in der Schule fertiggemacht und geht in die Schule, die Schule ist unsicher und das Gehirn von uns Menschen ist so angelegt, dass wir Bedrohung relativ schnell wahrnehmen. Insofern gab es schon einen Übergriff und das Kind geht in die Schule und denkt, oh Gott, was passiert hier und guckt über sich. Und der Körper packt natürlich ganz viel Adrenalin und Cortisol, das ist das Stresshormon, in den Körper, weil der Körper sich darauf vorbereitet entweder in die Verteidigung zu gehen oder wegzurennen. Da das aber jeden Tag oder mehrmals die Woche passiert beim gemobbten Kind, passiert das die ganze Zeit und der Körper hat nicht die Möglichkeit sich zu regenerieren. Und dann meldet sich der Körper und sagt, hallo, ich bin auch noch da und der Körper schaltet dann das ab, was sehr viel Energie verbraucht. Und das ist erstmal das klare Denken, dann die Verdauung und das Immunsystem. Deswegen können sich ganz viele Kinder, die krank sind, Bauchschmerzen haben, Kopfschmerzen haben, sich nicht konzentrieren können, nicht mehr schlafen können, die sind schon in der Spirale des Stresses drin.

I: Spannend, darüber habe ich noch nie so nachgedacht, dass es wirklich auch eine Reihenfolge gibt, wie das alles abschaltet.

B: Ja, das ist total spannend, das kann man sich echt mal angucken. Wir haben nur 100 Prozent Energie im Körper und wenn wir im Stress sind, ist der Körper dazu angelegt zu überleben. Und wahrgenommen ist das wirklich eben ein Überlebenskampf und die können sich nicht konzentrieren, die hören auch nicht richtig. Und natürlich verändert sich da was. Und wenn sich das chronifiziert, dann ist das nicht gut für den Körper.

I: Wenn ich diese Anzeichen an einem Kind wahrnehme, wie spreche ich das Thema denn am besten an?

B: Da ist natürlich, das kenne ich auch aus meinem Elterndasein, wir wollen natürlich für die Kinder da sein, wir wollen natürlich, dass es ihnen gut geht. Und das machen wir dann manchmal ungefragt und das ist für die Kinder total blöd, wenn wir einfach sagen, ich glaube du wirst gemobbt. Wir sollten den Begriff Mobbing so spät wie möglich benutzen. Das wird sowieso sehr inflationär benutzt, "Ja, der hat mich irgendwie blöd beschimpft" das ist gleich Mobbing. Nein, Mobbing hat wirklich System, massive Folge, auch körperliche Folgen, wie wir gerade besprochen haben, deswegen sollte man das nicht ansprechen. Es gibt auch so eine Identifizierung mit "Ich bin das Mobbingopfer". Das suggeriert so eine Hilflosigkeit, das typische Opfer. Und deswegen sollten Eltern wieder empathisch gucken, Wesensänderungen anzusprechen. Denn ich denke Eltern sind Expert:innen für ihr Kind, die kriegen das mit. Und wenn ich dann merke, mit meinem Kind ist was, dann ist die Kommunikation wieder so wichtig. Zu sagen, "du, ich merke gerade, dir geht es irgendwie nicht gut, ist irgendwas in der Schule?" Also immer wieder Gesprächsangebote machen. Denn was wahrscheinlich passieren wird, das ist wahrscheinlich Pubertät und wenn sie eine blöde Erfahrung gemacht haben, da ist die Scham so hoch, dass sie nicht reden. Und dann machen wir Eltern den größten Fehler, dass wir sagen, na gut, ich habe dich jetzt fünfmal angesprochen, wenn du dir nicht helfen lassen willst, dann kann ich dir auch nicht helfen. Und das ist im Mobbingprozess gerade sehr fatal, weil die Kinder sowieso das Gefühl haben, dass sie keine Unterstützung kriegen, und dann auch noch aus dem Elternhaus. Deswegen immer wieder anbieten und sagen: "Du, ich merke doch, dass was mit dir los ist. Wenn du kein Vertrauen zu mir hast, ich würde dich bitten mit deinem Onkel, deiner Tante, mit deinen Freundinnen zu sprechen, aber ich merke, es geht dir nicht gut." Also wirklich wie so ein Sprung in der Platte, immer wieder ansprechen, dass da was wahrgenommen wird. Denn dann regen wir den Reflektionsprozess der Kinder an und sie fassen Vertrauen. Also nur mal als Beispiel, in der Therapie - ich mache Therapie mit Mobbingbetroffenen - dauert es manchmal halt drei bis manchmal sechs Monate, bis sie überhaupt wirklich davon reden, was ihnen passiert. Insofern sollte man immer wieder das Gefühl geben, ich gebe dir die Hand, ich sehe dich. Kinder und Jugendliche wollen gesehen werden und da ist die empathische, gefühlsbetonte Kommunikation ganz, ganz wichtig.

I: Superspannend, dass das auch so lange dauern kann, bis sie sich dann öffnen. Also drei bis sechs Monate finde ich wirklich eine lange Zeit. Also es macht Sinn und letztlich kennt man das ja auch von sich selbst, wenn man mal an die Pubertät zurückdenkt und da hat man ja nicht so krasse Erfahrungen gemacht, also ich persönlich jetzt nicht, aber selbst da diese Scham bei kleinsten Kleinigkeiten, die war immer da. Und wenn das jetzt wirklich was Großes ist, das muss ja eine Riesenüberwindung sein, sich da jemandem anzuvertrauen. Deswegen kann ich mir das sehr gut vorstellen und finde es auch sehr schön, dass du nochmal gesagt hast, auch wenn ihr schon fünfmal gefragt habt, einfach immer wieder symbolisieren, dass man da ist.

B: Genau. Also das kommt aus der Scham heraus, denn wir machen auch Abfragen in Klassen und fragen, wer würde es seinen Eltern erzählen. Es gibt ein paar, die das den Eltern erzählen würden, aber der Großteil erzählt es eben nicht aus der Scham heraus, weil sie denken, sie müssen es selbst hinkriegen. Und deswegen ist dieser Satz wirklich nochmal ganz wichtig: Dran bleiben, dranbleiben, dranbleiben.

I: Was ist denn, wenn der andere Fall eintritt, wenn ich merke, mein Kind ist nicht die betroffene Person, sondern wahrscheinlich leider der oder die Täter:in. Das will man ja am Anfang wahrscheinlich gar nicht wahrhaben. Wie reagiert man da als Elternteil, was kann man da überhaupt tun, um auf sein Kind zuzugehen, um seinen Verdacht zu äußern?

B: Also das ist eine spannende Frage, weil ich glaube, Anzeichen, wie es bei Mobbing Betroffenen gibt, gibt es hier nicht so. Aber wenn es dann rausgekommen ist, dann kommt natürlich genau das, was du gerade beschrieben hast: Ich sehe mein Kind nicht als das Wesen, wie es dargestellt wird, als schädigende Person. Also die Frage ist ja immer, wie können solche Leute das mit anderen Leuten machen? Und plötzlich ist mein Kind betroffen, also suche ich die Dinge raus, die mein Kind gut macht. Und ganz wichtig für Eltern ist, weil ich da auch Reaktionen von Eltern erlebt habe, die auch nicht schön ihren Kindern gegenüber waren, wir müssen die Tat von den Täter:innen trennen. Also wir können sagen, das was du getan hast, das akzeptiere ich überhaupt nicht und das ist schrecklich, dass du jemandem sowas angetan hast. Also wir müssen diese Unterscheidung machen, denn wir sagen ganz oft: "Das du so ein Mensch bist, das hätte ich nicht gedacht." Auch bei Gewalttaten, die Leute haben immer noch ein anderes Ich in sich, und das kennen die Eltern auch. Und das ist genau das, wie ich es bei Kindern ansprechen würde, die Mobbing betreiben, nämlich zu sagen: "Ich kenne dich ganz anders, ich kenne dich als offenen und liebenswerten Menschen, ich kann gar nicht verstehen, dass du sowas angefangen hast, dass du jemandem sowas antust." Auch zu sagen: "Naja, so habe ich dich nicht erzogen. Also für mich ist ein großer Wert, dass wir anderen nichts antun, wie ist das zustande gekommen?" Denn die Betreiber, die sind auch in ihrem Kreislauf gefangen, deswegen müssen wir denen auch die Hand geben. Anschuldigungen funktionieren hier nicht. Sondern dann auch fragen, wie wir da gemeinsam rausgehen können und wie es dazu gekommen ist. Und da ist nämlich, denn das passiert bei den Mobbingbetreibern, je länger Mobbing stattfindet, desto weniger Empathie haben sie, weil sie sich im Recht fühlen. Da müssen wir dann wieder Empathie und Mitgefühl schulen. Und was wir nicht machen sollten, ist zu sagen: "Wie würdest du dich denn fühlen, wenn dir sowas passiert?" Sie sind nicht in der Situation, dass ihnen sowas passiert und sie können sich das nicht vorstellen, weil sie dann innerlich sagen, passiert mir doch nicht und wird mir auch nicht passieren, die andere Person ist schuld, dass sie es mit sich machen lässt. Insofern ist eher auf die eigene Emotionalität abzustellen: "Was macht dich denn traurig". Vielleicht auch mal einen emotionalen Film sehen, also wirklich diese emotionale Kommunikation wieder stärken, die Tat von der Person trennen und sagen: "Wie konnte es dazu kommen? Jetzt beweise mir mal, dass der Teil, den ich kenne von dir, der gut ist, prosozial, dass der wieder zum Vorschein kommt."

I: Das heißt, das wäre auch so ein Vorgehen, das du empfiehlst, um meinem Kind zu helfen und eine Situation, die gerade besteht, also wenn das Mobbing jetzt zum Beispiel noch akut im Gange ist, um das zu entschärfen?

B: Ja, auf jeden Fall. Also ich würde sagen, die eigene Rolle darin nochmal zu reflektieren. Denn sie fühlen sich oft im Recht, das haben wir so erfahren von den Mobbingbetreibern. Und da dann auch sagen, was passiert da eigentlich? Also ich bin mittlerweile auch ein Fan von Sanktionen. Wenn Cybermobbing zum Beispiel von statten geht zu sagen: "Okay, ich habe dir vertraut, dass du mit dem Handy gut umgehst, aber wenn du es dafür benutzt, anderen wirklich blöde Nachrichten zu schreiben, Fakefotos zu kreieren, dann muss ich deine Handyzeit einfrieren." Oder was auch immer. Deswegen: zwischen Sanktion und der helfenden Hand.

I: Bei dem ersten Fall, wenn ich das Kind habe, was selbst betroffen ist, und wir haben immer wieder nachgefragt und es hat sich mir endlich geöffnet, wie kann ich mich denn dann in mein Kind hineinversetzen, es verstehen und vor allem welche Schritte leite ich dann ein?
B: Das ist ein sehr pädagogisch wertvoller Moment. Denn wenn das Kind sich öffnet und dann die Trauer und die ganzen Gefühle zulässt, dann ist das manchmal sehr schwer auszuhalten, weil man merkt, wie massiv das Kind leidet. Und da ist es gut, sich selbst auch ein bisschen zurückzunehmen und zu sagen, dass man jetzt für sein Kind da ist. Keine großartigen Lösungsvorschläge bringen, denn indem ich meinem Kind sage, welches sowieso gerade hilflos ist, mach doch dies oder das, dann suggeriere ich ihm, so wie du es machst, schaffst du es sowieso nicht, du brauchst meine Hilfe. Sondern der erste Schritt ist, die Emotionalität akzeptieren, die Trauer akzeptieren und sagen: "Es tut mir für dich leid, ich nehme dich in den Arm, ich mache alles für dich, dass es dir gut geht, ich bin da und ich sehe dich." Der zweite Schritt ist, mich auch ein bisschen vom Kind zu trennen und mir die Frage zu stellen, was möchte ich, wie mein Kind ist, als Elternteil. Und was möchte ich nicht wahrhaben, wie mein Kind wirklich ist. Denn das bringt eine Trennung, weil wir natürlich mitleiden, wenn unsere Kinder leiden. Dann kommt so ein Aktionismus und machen als Eltern ganz viele Dinge, die unseren Kindern nicht guttun. Das ist auch die größte Angst von Mobbingbetroffenen, die sagen: "Ich sage es meinen Eltern auch nicht, weil ich denke, die rennen wie ein Panzer in die Schule und mähen alles runter." Denn die haben natürlich Angst, dass die Konsequenzen größer sind. Und deswegen sollte man das Vorgehen mit den Kindern besprechen. Denn der wertvolle pädagogische Moment ist, dass das Kind sagen wird, ich habe mich dir jetzt geöffnet, aber du darfst es niemandem sagen. Und da ist es gut zu sagen: "Du erzählst mir gerade, wie sehr du leidest und verbietest mir dir zu helfen. Ich würde gerne mit dir gucken, wie wir damit umgehen. Das muss öffentlich gemacht werden, aber nicht so, dass du noch mehr Ärger kriegst." Also immer wieder sagen, was man tun könnte und sich fragen, wem man Bescheid geben könnte und wer einem helfen könnte. Das sollte man mit dem Kind durchgehen.

I: Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass man einfach aus der eigenen Emotion heraus das Gefühl gibt "Mir geht es aber auch schlecht, wenn ich dir nicht helfen kann." Dass man das dem Kind vermittelt. Und ich könnte mir auch vorstellen, wenn man die Schritte davor schon berücksichtigt hat und eine Vertrauensbasis da ist, dann weiß das Kind ja auch, dass man damit nicht direkt zur Schule rennt und einfach jeden benachrichtigt und da einen riesigen Schaden anrichtet.

B: Genau, es kommt immer wieder auf die empathische und gefühlsbetonte Kommunikation zurück. Und das ist nicht nur so dahingesagt, das ist wirklich das, was mit am besten hilft.

I: Wenn sich das Kind mir jetzt geöffnet hat und sein Einverständnis gegeben hat, dass wir gemeinsam nach einer Lösung suchen und mit anderen Leuten darüber reden, wie sind denn dann die nächsten Schritte, was tun wir jetzt als nächstes?

B: Also das aller erste ist, dass es ganz wichtig ist, sich Hilfe zu suchen. Mobbing lebt davon, dass es im Verborgenen bleibt, dass es unter den Teppich gekehrt wird, alle Beteiligten, also auf Erwachsenenseite, aber auch auf Schülerseite. Insofern ist es wichtig, sich ein Netzwerk der Hilfe aufzubauen und erstmal mit anderen Eltern oder anderen Kindern zu reden, das öffentlich zu machen, sich emotionale Unterstützung zu suchen. Und dann wirklich in die Schule gehen. Als Elternteil kann ich das verstehen, einfach in die Schule zu gehen und zu sagen: "Sie haben es nicht mitgekriegt, dass mein Kind fertig gemacht wird." Da ist natürlich eine ganze Menge Ärger. Aber da sollte man sich auf die Zunge beißen und sagen: "Meinem Kind geht es wirklich schlecht, wir müssen was machen." Denn Druck erzeugt Gegendruck. Wenn ich plötzlich in die Schule komme und schreie, dann bin ich die Mutter oder der Vater, der irgendwie komisch ist, was dann plötzlich ein anderes Bild in der Lehrerschaft erschafft, was dann auf mein Kind übertragen wird: "Er hat sowieso schwierige Eltern, ist gar nicht so schlimm." Insofern, die Schule mit ins Boot holen, das sozialpädagogische Team vielleicht ansprechen. Die sind meistens in Mobbing Interventionen geschult. Dann aber vielleicht auch externe Vereine anschreiben, was kann ich denn am besten machen? Es gibt mittlerweile zahlreiche Vereine, die sich dieses Thema auf ihr Herz geschrieben haben. Und wenn es wirklich eine hohe Emotionalität ist, bin ich ein Fan davon, sich Unterstützung in Form von Therapie zu suchen. Da geht es gar nicht darum sich zu verändern, sondern darum, das Erlebte wirklich verarbeiten zu können, einen Raum zu haben, wo es nur um mich selbst geht. Also da so ein Hilfenetzwerk aufzubauen und sich die Unterstützung holen und auf jeden Fall mit der Schule immer im Gespräch bleiben.

I: Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Therapie ist ja auch allgemein etwas, was immer akzeptierter wird, wo man sagt, es tut wahnsinnig gut, über das zu reden, was einen belastet und ist ja eigentlich für fast jedes Problem, das man hat, hilfreich. Wenn man die passenden Ansprechpartner, die Kenntnisse aus dem Bereich haben, dazu holt, dann hilft das bestimmt allen Beteiligten sehr.

B: Total! Und ein Tipp: Wenn jetzt Hörer:innen das Kind dazu kriegen offen zu sein, und dann aber-. Also was ich in der Therapie mit Jugendlichen oft höre ist: "Therapie? Ich habe doch keinen an der Klatsche." Und meine Argumentation ist dann: "Naja, wenn du nicht so gut bist in Mathe, dann kriegst du Mathenachhilfe, in Deutsch genau das gleiche. Mit deinen Problemen und deinen Gefühlen, da kommst du durch andere rein, aber mit deinen Freund:innen zu sprechen fühlt sich total doof an, weil du das nicht willst und mit den Eltern sowieso. Und dann gibt es Leute, die haben sich darauf spezialisiert, dir Unterstützung zu geben bei deinen emotionalen Themen, du musst das nicht alleine machen." Das funktioniert bei mir oft sehr gut.

I: Ja, das war bei mir damals tatsächlich auch so, ich war als Kind auch in Therapie und weiß noch, dass ich zuerst ganz unbegeistert von der Idee war. Und meine Mutter hat das auch ungefähr so erklärt, und dann war ich irgendwann so fein damit, dass ich das sogar meinen Freunden auch offen gesagt habe und keiner hatte Probleme damit. Also ich glaube, das ist wirklich immer eine Sache, wie man einfach darüber redet.

B: Cool, tolles Beispiel.

I: Wie mache ich das denn, wenn nichts hilft? Also natürlich möchte man nicht, dass dieser Fall eintritt, aber manchmal wird einem sogar geraten, dann wechsle doch die Klasse, wechsle doch die Schule. Ist das wirklich nachhaltig oder sollte man andere Wege anstreben?

B: Naja, früher war ich da Pädagoge durch und durch und habe gedacht, der Schulwechsel muss auf jeden Fall verhindert werden. Wenn, dann sollen doch die Leute, die das Mobbing unterstützen oder angefangen haben, die Schule wechseln und nicht die betroffene Person. Mittlerweile sehe ich das ein bisschen anders, denn wenn ich mir vorstelle, dass es wirklich massives Mobbing über Jahre hinweg ist, und viele Interventionen probiert wurden und die nicht fruchtbar waren, kann so ein Schulwechsel auch wie so ein Resetknopf für das Kind sein. Wichtig ist aber, dass das Kind auf die neue Schule vorbereitet wird. Denn was mit Kindern passiert, die Mobbingerfahrung haben, die gehen in eine andere Klasse, auf eine andere Schule und die Grenzen, die sie setzen, setzen sie auf jeden Fall nochmal deutlich vehementer. Und dann kommen sie in die neue Klasse und dann will jemand das Kind kennenlernen und sie reagieren plötzlich mit einer totalen Distanz, wie: "Nein, ich gebe dir meine Hausaufgaben nicht." Und das ist dann natürlich aus der Erfahrung heraus total plausibel, ich möchte nicht mehr in die Situation kommen, aber die Neuen, die sie kennenlernen denken sich: "Was ist denn mit dem oder mit der los? Die reagiert ja so komisch." Also die Erfahrung sollte man nicht mitnehmen. Der Schulwechsel kann aber gut sein, wenn wirklich die Schule nicht mitmacht, wenn die Interventionsmethoden nicht funktionieren. Ich bin mittlerweile auch soweit - ein Teil von Cybermobbing ist zum Beispiel Sexting, da haben dann Nacktbilder die Runde gemacht - bei extreme Fällen auch die Polizei einzuschalten. Das ist pädagogisch nicht so wertvoll, weil wir nicht ins Gespräch kommen, aber es ist erstmal ein Zeichen, wir leben hier nicht in einem rechtsfreien Raum. Und wenn es wirklich massiv mit körperlichen Übergriffen ist, da habe ich wirklich erlebt, oder diese benannten Sexbilder, dann würde ich auch die Polizei einschalten.

I: Finde ich echt spannend, dass du das erzählst, weil ich das auch viel pragmatischer finde. Also, dass du auch klar sagst, aus pädagogischer Sicht würdest du das andere Vorgehen begrüßen und hast das früher auch so empfohlen. Und ich habe manchmal das Gefühl, wenn man mit Menschen über Mobbing oder Cybermobbing redet, je nachdem in welcher Situation sie stehen, haben sie natürlich ihre Ansichten, aber ich glaube immer, das Wichtige ist, dass man sich irgendwie annähert und wirklich individuell bei dem Fall schaut, was hilft denn meinem Kind jetzt. Es ist ja schön, wenn ich es dann geschafft habe, dass über einen jahrelangen Prozess, dann die eigentlichen Täter von der Schule gehen müssen, aber zu welchem Preis bei dem betroffenen Kind ist das passiert?

B: Ja, und ich fand den Satz gerade total cool, den du gesagt hast: "Was braucht mein Kind?" Und da ist wieder das Kind im Blick. Denn ganz oft ist es auch so, und das muss ich dazu sagen, schwere Fälle sind für mich Fälle, die über ein Jahr laufen, bei denen schon viel experimentiert wurde. Nicht, es kommt Mobbing raus und die Schule sagt einfach, dass sie das anders sieht. Die Schule braucht auch die Zeit, das zu bearbeiten, es geht nicht mit einem Wimpernschlag, dass Mobbing aufgelöst wird, das braucht wirklich ein paar Wochen bis Monate, bis das wieder okay ist. Man sollte der Schule die Zeit geben. Aber wenn wirklich alle Stricke reißen, dann sollte man gucken, was tut eigentlich meinem Kind gut? Den Satz fand ich gerade klasse.

I: Vielen Dank, dass du heute hier warst Philipp, Tschüss.

B: Ciao.

I: Ergänzend zu dem Interview mit Philipp Behar-Kremer, können wir auch die Seite www.sprichdrüber.de empfehlen, die die Audi BKK erstellt hat und auf der Sie zusammenfassend alle Infos finden, sortiert nach Eltern, Lehrern, Schülern. Also Sie finden da wirklich sehr viele auch weitergehende Informationen, um sich in das Thema einzulesen. Natürlich möchte niemand, dass es ein wirklich schlimmer Fall wird und man rechtliche Konsequenzen treffen muss. Aber falls das passieren sollte, ist es gut zu wissen, was einem für Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Deshalb haben uns die Digitalen Helden mit Infos versorgt, wie man zivilrechtlich vorgehen kann, weil viele nur das strafrechtliche Vorgehen kennen. Unabhängig davon, an wen man sich nachher wendet, ist es erstmal wichtig Beweise zu sichern. Selbst wenn man dann gar keine stärkeren, rechtliche Schritte einleitet, werden, wie wir ja auch im Interview gehört haben, solche Beweise einfach immer gebraucht. Deswegen sollten Sie Screenshots von den Vorkommnissen machen, Nachrichten oder veränderte Handyfotos, alles was im Zusammenhang mit dem Cybermobbing steht, einfach abspeichern. Denn es ist genauso schnell, wie es hochgeladen wurde, auch wieder aus dem Netz genommen und dann fehlen am Ende jegliche Beweise. Wie wir auch schon in der Schülerfolge empfohlen haben, ist es uns nochmal wichtig zu betonen, dass der Gang zum Anwalt oder zur Polizei niemals als erste Instanz empfohlen wird. Zunächst sollte Kontakt zu professionellen Ansprechpartner:innen an der Schule aufgenommen werden. Da gibt es eine ganze Bandbreite, zum Beispiel die Schulsozialarbeiter:innen, diese haben nämlich Kooperationen mit der Polizei und den Medienschutzbeauftragten und wissen schon genau, an wen sie sich in welchem Fall wenden können. Weitere Möglichkeiten neben den Schulsozialarbeiter:innen wären da zum Beispiel auch die Schulpsychologie oder außerschulische Erziehungsberatungsstellen. Aber auch, wenn wir immer empfehlen, es erstmal auf diesem Wege zu klären, gibt es natürlich Fälle, wo strafrechtlich oder zivilrechtlich vorgegangen werden sollte. Zum Beispiel wenn eine ungewollte Verbreitung von Bildern stattfindet, was einfach eine Straftat darstellt. Das Problem dabei ist, dass die minderjährigen Betroffenen den Antrag auf Strafverfolgung nicht selbst stellen können. Sie müssen sich zunächst an ihre Eltern wenden, welche dann stellvertretend den Antrag stellen können. Das ist eine große Hürde, die verhindert, dass Jugendliche sich aktiv professionelle Hilfe holen. Denn wie wir schon in der Schülerfolge gehört haben, das geht ganz viel mit Scham einher und die Betroffenen haben das Gefühl, selbst etwas falsch gemacht zu haben. Es ist auch wichtig, dass die Eltern das begreifen. Es ist nicht so, dass sie Ihnen aktiv nicht mehr vertrauen oder dass sie sich verraten fühlen. Es ist einfach so, dass sie ganz oft die Schuld bei sich suchen und es ihnen unglaublich unangenehm ist, sich Ihnen anzuvertrauen. Deswegen ist es so wichtig, was Philipp gesagt hat, es muss eine große Vertrauensbasis zum Kind geben, damit dieses sich anvertraut. Wenn das dann geschehen ist, ist es genau wie Philipp schon gesagt hat, ein super wichtiger Moment, den man da mit dem Kind hat, und den man auf jeden Fall nicht dadurch kaputt machen sollte, indem man direkt mit Lösungsvorschlägen kommt oder ohne die Einwilligung des Kindes mit jemandem darüber spricht. Das Kind hat einen großen Schritt gemacht, indem es auf Sie zugekommen ist und es ist ganz wichtig, dass man jetzt abwartet, dass man das Kind unterstützt bei seinen Gefühlen und dass man ihm zuhört und das Gefühl vermittelt, ich mache jetzt hier gar keinen Schritt, ohne die Einwilligung des Kindes. Also dazu können Sie sich gerne auch nochmal anhören, was Philipp zu dem Thema gesagt hat. Und erst wenn das Kind bereit ist, sollten die nächsten Schritte zusammen gegangen werden. Wenn man sich entscheidet rechtlich vorzugehen und zum Beispiel einen Anwalt oder eine Anwältin hinzuzieht, gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine große Empfehlung ist zum Beispiel nicht strafrechtlich vorzugehen, sondern zivilrechtlich. Das ist der weniger bekannte Weg, aber der ist deutlich effektiver, weil er viel schneller geht. Dabei mahnt man im Prinzip nur ab, dass die andere Seite eine Unterlassungserklärung unterschreibt. Also als Beispiel, wenn diese Bilder in das Netz gelangt sind, dann muss die andere Seite oder die Eltern der anderen Seite unterschreiben, dass das Kind das nicht mehr tun wird. Andernfalls müssen die Eltern mit hohen Strafzahlungen rechnen. Der Vorteil dieser Variante ist, dass man auch die Eltern der Täter:innen und Bystander mit einbezieht und dadurch ist das Thema auch Zuhause auf dem Tisch, es wird viel mehr darüber geredet. Und in der Regel wollen die Eltern ja nicht diese hohen Kosten für die Vertragsstrafe, Schmerzensgeld, Rechnungen der Anwaltskosten und so weiter bezahlen und hat somit eine sehr hohe Erfolgschance. Insgesamt werden diese pragmatischen Vorgehensweisen, wie Philipp sie auch genannt hat, definitiv empfohlen, weil es ein schnelleres Vorgehen ist und sich dadurch auch für die Betroffenen nicht so sehr in die Länge zieht. Manchmal hilft aber alles nichts und dann muss wirklich strafrechtlich vorgegangen werden, aber da werden dann die Anwälte selbst entscheiden, was das beste Vorgehen ist und Sie sicherlich gut beraten. Das waren unsere Tipps für Eltern. Natürlich lässt sich das nicht alles in einer Podcastfolge komplett erfassen. Wir hoffen aber, Ihnen erste Anregungen gegeben zu haben und auch mit unserer Seite www.sprichdrüber.de, eine Quelle gegeben zu haben, auf der Sie sich weiter informieren können und auch weitere Quellen finden können. Ganz wichtig ist, bauen Sie immer Ihr Vertrauensverhältnis zu den Kindern auf. Uns interessiert Ihre Meinung zu dieser Folge, oder allgemein zu dem Podcast von Achtsam bis Zuckerfrei. Hinterlassen Sie uns gerne eine Bewertung auf iTunes oder einem der anderen gängigen Player. Lassen Sie uns wissen was Ihnen gefallen hat und was wir noch verbessern können. Wir hören uns dann in einem Monat wieder, mit einer weiteren Spezialfolge. Diesmal betrachten wir das Thema Cybermobbing aus der Perspektive der Lehrer. Kurzweilig, mit echten Fallbeispielen.