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Organspende

Jeder Mensch in Deutschland sollte regelmäßig über eine Organ- bzw. Gewebespende nachdenken. So will es das Gesetz. Die Krankenkassen sind dabei aufgefordert, ihre Versicherten zu informieren und über die Möglichkeiten eines Spenderausweises aufzuklären.

Auf einen Blick

  • Entscheidung für Angehörige vereinfachen
  • Erklärung zur Organ- und Gewebespende ist freiwillig
Im Detail

Mit einem Organspendeausweis entscheiden Sie selbst

Jeder Bundesbürger ab 16 Jahren wird regelmäßig von seiner Krankenkasse angeschrieben und soll sich bewusst entscheiden, ob er nach dem Tod Organe bzw. Gewebe spenden will. Eines bleibt aber unumstößlich: Die Erklärung zur Organ- und Gewebespende wird auch wie bislang auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basieren. Kein Versicherter kann dazu gezwungen werden, nach dem Tod als Spender zur Verfügung zu stehen.

Wichtiger Hinweis:
Ihre Daten werden nirgendwo registriert. Tragen Sie also den Organspendeausweis, auf dem Ihre ganz persönliche Entscheidung dokumentiert ist, am besten immer mit Ihren Personalpapieren bei sich!

Den Ausweis auszufüllen ist eine gute Sache. Doch dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Audi BKK möchte, dass Sie bestens informiert sind und Ihre Entscheidung richtig dokumentieren können. Daher stellen wir Ihnen nachfolgend einige Tipps zur Verfügung.

Nützliche Tipps zum Ausfüllen
In unserem Informations-Flyer geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen und praktische Hinweise in Sachen Patientenverfügung. Den Flyer erhalten Sie jederzeit mit Organspendeausweis auch in unseren Service-Centern.

Ratgeber im Kundenmagazin
In unserem Magazin 2/2013 und 2/2015 finden Sie neben Hintergrundinformationen zum Thema Organspende auch einen Leitfaden zum Ausfüllen des Ausweises.

Spender-Status in der Notfall-App

In der kostenlosen Audi BKK Notfall-App können Sie schnell und unkompliziert unter Ihren individuellen Daten auch Ihren Organspende-Status angegeben. Die Information wird direkt auf dem Smartphone gespeichert, benötigt keine aktive Internetverbindung und ist sofort abrufbar.

Organspendeausweise zum Download

Ihren persönlichen Organspendeausweis können Sie hier bequem herunterladen, ausfüllen und ausdrucken - für Ihre Auslandsreisen auch in einer englischsprachigen Version.

Was Sie wissen sollten

Die Entscheidung auch für Angehörige vereinfachen

Liegt nach einem Todesfall kein Organspendeausweis vor, müssen die Angehörigen entscheiden, ob und welche Organe bzw. Gewebe entnommen werden dürfen. Viele sind dabei unsicher, mit welcher Entscheidung sie dem Willen des Verstorbenen entsprechen. Deshalb ist es gut, zu Lebzeiten eine Entscheidung zur Organ- und/oder Gewebespende zu treffen. So kann den ohnehin trauernden Angehörigen die zusätzliche schmerzvolle Bürde dieser Entscheidung abgenommen werden.

Was viele nicht wissen: Durch solch einen Ausweis kann sich darauf nicht nur für, sondern auch gegen eine Spende entschieden werden. Außerdem lässt sich in dem Ausweis festhalten, welche Organe und Gewebe man spenden möchte. Der Ausweis kann auch jederzeit zerrissen und erneuert werden, sofern Sie Ihre Meinung ändern.

Jeder kann einen Ausweis mit sich führen

Laut Transplantationsgesetz können auch Minderjährige ihre Bereitschaft zur Organ- bzw. Gewebespende ab dem vollendeten 16. Lebensjahr und ihren Widerspruch ab dem vollendeten 14. Lebensjahr erklären. Eine Einwilligung der Eltern ist nicht notwendig.

Wann werden Organe entnommen?

Eine Organentnahme darf nur erfolgen, wenn der Hirntod eingetreten ist. Die Feststellung des Hirntods müssen nach dem Transplantationsgesetz zwei erfahrene Ärzte unabhängig voneinander vornehmen. Der Ablauf des dreistufigen Diagnoseschemas ist durch die Richtlinien der Bundesärztekammer nach dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft genau vorgeschrieben.

Der Hirntod ist definiert als der endgültige, nicht behebbare Ausfall der Gesamtfunktion von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Jede Möglichkeit der bewussten Wahrnehmung, d. h. auch der Schmerzempfindung, des Denkens usw., ist unwiederbringlich verloren; eine Wiedererlangung des Bewusstseins ist ausgeschlossen.

Für die Organ- und Gewebespende gibt es keine feststehende Altersgrenze. Entscheidend ist der Zustand der Organe bzw. des Gewebes. Über die Frage, ob ein Organ oder Gewebe transplantiert werden kann, entscheiden medizinische Tests nach dem Tod und letztlich der transplantierende Arzt.

Infotelefon

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) haben gemeinsam das Infotelefon Organspende eingerichtet. Das Team des Infotelefons beantwortet Fragen rund um das Thema Organ- und Gewebespende unter der kostenlosen Rufnummer 0800 9040400 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.

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