Befreiung von gesetzlichen Zuzahlungen

Für bestimmte Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hat der Gesetzgeber Zuzahlungen festgelegt. Diese belaufen sich in der Regel auf zehn Prozent der Kosten, mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro, allerdings nie mehr als die tatsächlichen Kosten. Um eine finanzielle Überforderung zu vermeiden, gibt es entsprechende Obergrenzen, die von den Versicherten im Jahr maximal zu leisten sind (Belastungsgrenze).

Auf einen Blick

  • die Belastungsgrenze beträgt pro Kalenderjahr grundsätzlich zwei Prozent des Haushaltseinkommens
  • für chronisch kranke Menschen beträgt die Belastungsgrenze pro Kalenderjahr ein Prozent des Haushaltseinkommens
  • zuviel gezahlte Zuzahlungen werden am Ende des Kalenderjahres auf Antrag erstattet
  • wird die Belastungsgrenze bereits während des Kalenderjahres überschritten, ist eine Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen für die verbleibenden Kalendermonate möglich
  • es besteht auch die Möglichkeit, die persönliche Belastungsgrenze am Ende des Jahres für das Folgejahr im Voraus zu zahlen (Vorauszahlung); Sie werden dann bereits zum Jahresbeginn von anderen gesetzlichen Zahlungen befreit)

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