Psychotherapie

Ängste, Depressionen, Erschöpfungszustände: psychische Erkrankungen haben viele Gesichter. Und doch haben sie eines gemein, Betroffene leiden unter schmerzhaften Störungen im Denken, Fühlen, Erleben und Handeln. Die Audi BKK unterstützt Sie und übernimmt die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung bei Leistungserbringern mit einer Kassenzulassung.

Auf einen Blick

  • Unterstützung und Behandlung bei psychischen Erkrankungen
  • Leistungserbringung durch Vertragsarzt oder psychologischen Psychotherapeuten mit Kassenzulassung
  • Verschiedene Therapieverfahren mit unterschiedlich langer Therapiedauer
  • Keine Zuzahlung

Update - Stand: 24.06.2020

Wegen der aktuellen Situation muss davon ausgegangen werden, dass Therapeuten und Patienten gleichermaßen den persönlichen Kontakt meiden und die Aufnahme neuer Patienten dadurch maßgeblich erschwert werden würde. Aus diesem Grund wird mit der aktuellen Regelung nun – neben der ohnehin bereits bestehenden Regelung für weite Teile der Richtlinientherapie – vorübergehend ermöglicht, Psychotherapeutische Sprechstunden und Probatorische Sitzungen auch per Videokonferenzen gemäß § 17 Psychotherapie-Vereinbarung in Verbindung mit der Ergänzungsvereinbarung zu erbringen, sofern die technischen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Abweichend von den grundsätzlich geltenden Regelungen hierzu ist vom 23. März 2020 bis zum 30. September 2020 der unmittelbare persönliche Kontakt zwischen Therapeutin oder Therapeut und der Versicherten oder dem Versicherten für probatorische Sitzungen nach § 12 Psychotherapie-Richtlinie nicht erforderlich. Ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung muss nicht vorausgegangen sein.

Gruppentherapien können unter den gegebenen Umständen nicht ohne Weiteres durchgeführt werden, da das Ansteckungsrisiko hier offenkundig sehr hoch ist. Damit die Patienten, die eine Gruppentherapie machen, auch weiterhin eine – zumindest niederfrequente – Behandlung erhalten können, sieht die Regelung vor, dass Gruppenpsychotherapiekontingente in Einzeltherapiekontingente umgewandelt werden können. Den Krankenkassen wird eine formlose Anzeige übermittelt, die keine Genehmigung erforderlich macht und daher auch keine Fristen auslöst. 

So können zeitlich befristet bis zum 30. September 2020 zum einen die probatorischen Sitzungen (Gebührenordnungspositionen 30931 und 35150) und die psychotherapeutische Sprechstunde (Gebührenordnungsposition 35151) im EBM auch bei der Durchführung als Videosprechstunde einschließlich des Technikzuschlags nach der Gebührenordnungsposition 01450 berechnet werden. 

Des Weiteren wurde vereinbart, dass die psychotherapeutischen Leistungen auch dann im Rahmen einer Videosprechstunde berechnet werden können, wenn ggf. kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung vorausgegangen ist. 

Außerdem hat der Bewertungsausschuss mit Wirkung vom 1. April 2020 bis 30. September 2020 die behandlungsfall- und leistungsbezogenen Begrenzungen (20 % aller Behandlungsfälle bzw. 20 % der GOP für Durchführung und Abrechnung), bei der Durchführung von Videosprechstunden ausgesetzt. 

Die Telefonische Erbringung von Richtlinienpsychotherapie wird von GKV-Spitzenverbandsseite weiterhin abgelehnt. Als Begründung hierfür werden das Erfordernis von non- und paraverbalen Reaktionen („persönliches Gegenüber“) sowie entsprechende Anforderungen an die Umgebungssituation des Patienten angeführt – außerdem technische und datenschutzrechtliche Gründe.

Im Rahmen der Substitutionstherapie bei der Behandlung Opiod-abhängiger Patienten können weiterhin bis zu achtmal im Quartal therapeutische Gespräche durchgeführt werden. Diese Gespräche können auch als Videosprechstunde durchgeführt werden.

Maßnahmen der funktionellen Entwicklungstherapie entsprechend der Sozialpsychiatrie-Vereinbarungen können ebenfalls weiterhin videogestützt durchgeführt werden.

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