Bewegung: einer der stärksten Hebel für gesundes Älterwerden
Wenn es um Sport und Bewegung geht, muss es kein Marathon, kein Sixpack und keine Bestzeit sein. Es geht um Bewegung, die sich gut anfühlt und die Sie gerne wiederholen. Denn regelmäßige Bewegung – nicht nur als Training, sondern auch im Alltag – gilt als einer der wirksamsten Faktoren für gesundes Älterwerden. Nicht die eine große Anstrengung zählt, sondern das, was Sie langfristig durchhalten. Herz, Muskeln, Knochen und Gehirn profitieren von jeder Sporteinheit und jeder Alltagsbewegung. Es ist nie zu spät, anzufangen.
Welcher Sport ist gut für ein langes Leben?
Der gesündeste Sport für Sie ist der, den Sie langfristig in Ihren Alltag integrieren können. Studien vergleichen zwar einzelne Sportarten, aber der größte Effekt kommt aus der Regelmäßigkeit. Sportarten mit sozialer Komponente – Tennis, Badminton, Fußball, Tanzen – schneiden in manchen Untersuchungen besonders gut ab. Das liegt vermutlich nicht nur an der Bewegung, sondern auch am Miteinander.
Kraft, Ausdauer oder beides?
Optimal ist ein Trainingsmix aus Ausdauer- und Kraftaktivitäten. Ausdauertraining stärkt Herz und Kreislauf, Krafttraining erhält Muskeln und Knochen. Das ist besonders im Alter wichtig. Die meisten Fachleute empfehlen eine Kombination aus beidem, ergänzt um Beweglichkeit und Balance. Schon zwei Kraft-Einheiten pro Woche zusätzlich zu Ausdauer gelten als effektiv.
Sicher trainieren: wo Bewegung an Grenzen stößt
Trainieren muss wehtun, damit es wirkt? Das ist ein Mythos, der mehr schadet als nützt. Bewegung soll fordern, aber nicht verletzen. Bewegung soll fordern, aber nicht verletzen. Wer nach längerer Pause, mit Vorerkrankungen oder mit anhaltenden Beschwerden startet, klärt das am besten ärztlich ab. Und Erholung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil des Trainings. Auf Warnsignale wie Schmerzen zu hören, ist keine Vorsicht, sondern Klugheit.
Welcher Sporttyp sind Sie?
Krafttraining für Longevity: Muskeln erhalten, Stürze vermeiden
Krafttraining hat ein Image-Problem: zu oft wird es mit Bodybuilding verwechselt. Dabei geht es um etwas viel Grundlegenderes, nämlich den Erhalt der Muskeln, die uns unseren Alltag erst ermöglichen. Wenn wir nicht gegensteuern, schwindet Muskelmasse mit den Jahren, das ist ein natürlicher Prozess. Diese sogenannte Sarkopenie beginnt schon ab dem 30. Lebensjahr.
Die gute Nachricht: Muskeln reagieren in jedem Alter auf Training. Auch mit 60 oder 70 lässt sich noch Kraft aufbauen. Zusätzlich werden dadurch die Knochen gestärkt und das Sturzrisiko gesenkt. Das ist vor allem in Zusammenhang mit Osteoporose für Frauen ausschlaggebend für ein langes, gesundes Leben. Wichtig sind dabei ein langsamer Einstieg und eine saubere Ausführung der Sporteinheit, nicht das Gewicht der Hanteln.

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Bewegung ab 50: Es ist nie zu spät fürs Training
Den Satz „Dafür bin ich zu alt“ hört man oft. Er stimmt aber nicht. Der Körper bleibt bis ins hohe Alter anpassungsfähig. Wer mit 50, 60 oder 70 Jahren mit dem Training beginnt, gewinnt spürbar an Kraft, Ausdauer und Standsicherheit. Gerade Balance-Übungen zahlen sich aus: Sie senken das Sturzrisiko und erhalten damit ein großes Stück Selbstständigkeit. Wichtig ist nur, langsam zu starten und auf den eigenen Körper zu hören.
Unsere Leistungen & Unterstützung für ein bewegtes Leben
Sie möchten mehr Bewegung in Ihren Alltag bringen? Die Audi BKK unterstützt Sie mit Angeboten, die Ihnen den Einstieg und das Dranbleiben erleichtern.
Bewegung & Longevity: Häufige Fragen (FAQs)
Den einen besten Sport gibt es nicht. Günstig ist eine Kombination aus Ausdauer für Herz und Kreislauf und Kraft für Muskeln und Knochen, ergänzt um Beweglichkeit und Balance. Am wichtigsten ist, dass die Bewegung zu Ihnen passt und Sie sie regelmäßig ausüben.
Die WHO empfiehlt Erwachsenen pro Woche mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Ausdauerbewegung, dazu an zwei Tagen kräftigende Übungen. Grundsätzlich gilt aber natürlich: Jede Bewegung zählt. Auch weniger kann positive Effekte auf unsere Gesundheit haben.
Ja. Ab etwa 30 baut der Körper ohne Training Muskeln ab. Dieser Prozess heißt Sarkopenie. Krafttraining kann dem entgegenwirken, Knochen stärken und das Sturzrisiko senken. Das gilt auch mit 60, 70 oder in späteren Jahren und insbesondere für Frauen mit hohem Osteoporose-Risiko. Ein langsamer Einstieg ist wichtig.
Nein. Es ist nie zu spät mit dem Training zu beginnen. Ausdauer, Kraft und Balance lassen sich egal in welchem Alter verbessern. Beginnen Sie langsam und an Ihre Fitness angepasst; bei Vorerkrankungen klären Sie den Start ärztlich ab.
Die oft genannten 10.000 Schritte sind kein Muss. Studien deuten an, dass bereits rund 7.000 bis 8.000 Schritte täglich mit deutlichen Gesundheitsvorteilen verbunden sind, bei älteren Menschen teils weniger. Entscheidend ist Regelmäßigkeit. Das zeigt eine Auswertung im Fachjournal Lancet Public Health.
Zone 2 ist lockeres Ausdauertraining in einem Tempo, bei dem Sie sich noch unterhalten könnten. Es fördert die Grundlagenausdauer schonend und lässt sich gut in den Alltag integrieren, beispielsweise durch zügiges Gehen, lockeres Radfahren oder Schwimmen.
Beobachtungsstudien zeigen, dass körperlich aktive Menschen im Schnitt seltener früh erkranken und länger leben. Das sind Zusammenhänge, keine Garantien für den Einzelfall. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem eine große Übersichtsarbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wichtig ist dabei das richtige Maß: Sowohl zu wenig als auch dauerhaft zu viel Bewegung ohne ausreichende Erholung kann der Gesundheit schaden. Sicher ist aber: Für die allermeisten Menschen ist mehr Bewegung der richtige Weg, in fast jedem Alter.
Mehr über Longevity erfahren
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Gesund durch Bewegung.
https://gesund.bund.de/gesund-durch-bewegung - Universität Basel: Länger leben dank intensiver Bewegung.
https://www.unibas.ch/de/Aktuell/News/Uni-Research/L-nger-leben-dank-intensiver-Bewegung.html - Robert Koch-Institut (RKI): Themenblatt Körperliche Aktivität (Adipositas-Monitoring).
https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Studien-und-Surveillance/Studien/Adipositas-Monitoring/Verhalten/HTML_Themenblatt_Koerperliche_Aktivitaet.html - Bundesgesundheitsministerium / BZgA: Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (Fachheft).
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Broschueren/Bewegungsempfehlungen_BZgA-Fachheft_3.pdf - Deutsches Ärzteblatt: WHO gibt neue Aktivitätsempfehlungen heraus – für die Gesundheit zählt jede Bewegung.
https://www.aerzteblatt.de/news/who-gibt-neue-aktivitaetsempfehlungen-heraus-fuer-die-gesundheit-zaehlt-jede-bewegung-35fe8935-43d0-4130-b000-ae2f7994608e - WHO Europa: New WHO report highlights progress and challenges in improving physical activity levels across the EU (2024).
https://www.who.int/europe/de/news/item/07-11-2024-new-who-report-highlights-progress-and-challenges-in-improving-physical-activity-levels-across-the-european-union - Stiftung Gesundheitswissen: Was ist Bewegung?
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/bewegung-sport/was-ist-bewegung - IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.
https://www.in-form.de/ - RKI / GBE: Messing et al. (2025): Bewegung und Bewegungsförderung in Deutschland.
https://www.gbe.rki.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Messing-2025-Bewegung_und_Bewegungsf%C3%B6rderung_in_Deutschland.html - Deutsche Longevity-Gesellschaft: Bewegung und Longevity (Kontextquelle, Verein, kein Leitliniengeber).
https://www.deutsche-longevity-gesellschaft.de/bewegung-und-longevity - Statistisches Bundesamt (Destatis): Lebenserwartung / Sterbetafel 2023/2025.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbetafel.html - Mandsager K. et al. (2018): Association of Cardiorespiratory Fitness With Long-term Mortality Among Adults Undergoing Exercise Treadmill Testing. JAMA Network Open, 1(6), e183605.
jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2707428 - Paluch A. E. et al. / Steps for Health Collaborative (2022): Daily steps and all-cause mortality: a meta-analysis of 15 international cohorts. The Lancet Public Health, 7(3), e219–e228.
https://www.thelancet.com/journals/lanpub/article/PIIS2468-2667(21)00302-9











