Schon im Mutterleib können Babys ihre Mamas ganz schön ins Schwitzen bringen. Weil sich während der Schwangerschaft der Hormonhaushalt verändert, können Frauen unter Hitzewallungen leiden. Wir haben fünf Tipps, wie Sie die lästigen Schwitzattacken besser wegstecken.
Ganz schön hot, Baby!
Und plötzlich wird es warm: Hitzeschübe begleiten so manche werdende Mutter. Und dies gerade in den ersten drei Monaten und gegen Ende ihrer Schwangerschaft. Verantwortlich sind erwartungsgemäß die Hormone. Sie sorgen dafür, dass die Schilddrüse stärker arbeitet, zugleich werden mehr Östrogene und Gestagene ausgeschüttet. Der Hormonhaushalt sortiert sich quasi neu, um den Körper optimal auf die Schwangerschaft einzustellen. Dieser Prozess macht sich manchmal auch in Hitzewallungen bemerkbar – das ist ganz normal.
Auf vollen Touren
Im Körper einer werdenden Mutter herrscht schließlich Hochbetrieb. Um das Baby bestmöglich zu versorgen, beschleunigt sich der Stoffwechsel, die Blutproduktion wird angekurbelt und steigert das Blutvolumen um rund 50 Prozent. Die Gefäße weiten sich, der Ruhepuls steigt. Weil der Körper jetzt auf Hochtouren arbeitet, erzeugt er viel Wärme.
Gut zu wissen:
Hitzewallungen in der Schwangerschaft sind in der Regel harmlos und kein Warnsignal. Speziell kurz vor der Geburt (drittes Trimester) sind sie besonders häufig und kein Geburtsanzeichen, da das Blutvolumen zu diesem Zeitpunkt am höchsten ist. Wenn sie jedoch von starkem Schwindel, Herzrasen oder Ohnmachtsgefühlen begleitet werden, sollten Sie Ihre Hebamme oder Ihre Arztpraxis kontaktieren.
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FAQ: Hitzewallungen in der Schwangerschaft
Hitzewallungen treten häufig schon im ersten Trimester auf, weil der Körper unmittelbar nach der Befruchtung beginnt, seinen Hormonhaushalt umzustellen. Östrogen, Gestagen und Schilddrüsenhormone steigen rasch an und regen den Stoffwechsel an – der Körper produziert dadurch mehr Wärme. Gleichzeitig weiten sich die Blutgefäße, was dazu beiträgt, dass sich die Hitze schneller bemerkbar macht. Das ist ein normaler Anpassungsprozess und kein Warnsignal.
Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil es von Frau zu Frau unterschiedlich ist. Viele berichten, dass die Hitzewallungen nach dem ersten Trimester etwas nachlassen, gegen Ende der Schwangerschaft – also im dritten Trimester – aber wieder häufiger werden. Das liegt daran, dass das Blutvolumen bis zur Geburt auf rund 150 Prozent des Ausgangswertes ansteigt und der Körper weiterhin auf Hochtouren arbeitet.
Nein, Hitzewallungen kurz vor der Geburt sind kein verlässliches Geburtsanzeichen. Sie entstehen aus denselben hormonellen und stoffwechselbedingten Ursachen wie während der gesamten Schwangerschaft und nehmen im dritten Trimester oft einfach zu. Echte Geburtsanzeichen sind regelmäßige Wehen, der Blasensprung oder der Abgang des Schleimpfropfs – nicht Schwitzen oder Hitzegefühle.
Nachtschweiß in der Schwangerschaft hat dieselbe Ursache wie Hitzewallungen tagsüber: Der Körper erzeugt durch den erhöhten Stoffwechsel und das gestiegene Blutvolumen mehr Wärme und gibt diese auch nachts über die Haut ab. Dazu kommt, dass das Hormonsystem in der Nacht nicht „pausiert“. Hilfreich können ein gut gelüftetes Schlafzimmer, leichte Bettwäsche aus natürlichen Materialien wie Leinen oder dünner Baumwolle und ein Glas Wasser auf dem Nachttisch sein.
Hitzewallungen allein sind in der Schwangerschaft in aller Regel harmlos und kein Grund zur Sorge. Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die Hitzewallungen mit starkem Schwindel, Herzrasen, Ohnmachtsgefühlen oder Sehstörungen verbunden sind – denn das können Hinweise auf einen zu niedrigen Blutdruck oder andere Beschwerden sein, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel fragen als zu wenig.






