Kein Zuckerschlecken: So geht zuckerfreie Erziehung

Kinder zu einer zuckerarmen Ernährung zu erziehen ist nicht einfach. Am besten gelingt es, wenn alle an einem Strang ziehen. Ernährungswissenschaftlerin Brinja Hoffman gibt praxiserprobte Tipps.

Es gibt kein Geheimrezept, das Zauberwort heißt: Geduld! Der Körper braucht Zeit, sich vom Süßen zu entwöhnen. Nach drei Wochen ist der Spuk aber vorbei. In der Zwischenzeit immer wieder Gesundes anbieten, zum Beispiel Naturjoghurt mit selbst püriertem Obst als Topping oder Gemüse in mundgerechten Happen servieren, die man in einen Joghurt dippen kann. So können plötzlich auch Paprika, Gurke oder Möhre gut schmecken.
Brinja Hoffmann, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin

Authentische Vorbilder

Wichtig ist, selbst mitzumachen und auch ehrlich zu sein, dass es einem selbst auch schwerfällt, auf Zucker zu verzichten. Denn Kinder brauchen authentische Essvorbilder. Am besten die Kleinen bei allem miteinbeziehen: angefangen vom Einkauf bis hin zur Zubereitung.

Mein Tipp: Das Thema „zuckerfrei“ sollte nicht als Gast mit am Esstisch sitzen. Essen darf und soll Spaß machen! Es ist hilfreich, die Geschmackssinne anzuregen und Fragen zu stellen: „Ich habe das Rezept etwas verändert. Was schmeckst du heraus? Mich interessiert deine Meinung.“

Und für den Snack zwischen­durch? Bewusst und achtsam

Gern selbst zubereiten und natürliche, echte Nahrungsmittel verwenden. Wer mag, kann zum Beispiel Kekse mit Dattelsirup anstelle von Zucker süßen. Es gilt, bewusst und achtsam zu süßen. Und wenn es doch das Schokobrötchen sein muss, dann genießen! Nicht schämen oder schlecht fühlen.

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