Der Genuss von Alkohol tut unserem Körper nicht gut. Alkohol ist ein Zellgift, das ab dem ersten Tropfen für schlechteren Schlaf sowie aufgedunsene und pickelige Haut sorgen kann. Wir erklären, was Sie dagegen tun können.
Es ist der Morgen nach einem feucht-fröhlichen Abend mit Freunden: Während in Gesellschaft noch das vierte Glas Wein wie eine gute Idee erschien, schaut einem nun ein erschöpfter und leicht aufgedunsener Mensch aus dem Spiegel entgegen. Das Gesicht wirkt etwas aufgequollen, der Teint fahl, die Augenringe sind tief. Die Erschöpfung ist groß und eine erholsame Nachtruhe war eigentlich gar nicht möglich.
So oder so ähnlich würden wohl viele Menschen ihre Erfahrungen an einem verkaterten Morgen beschreiben. Und das ungute Gefühl trügt nicht, denn Alkohol schadet dem gesamten Körper. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnen vor gesundheitlichen Risiken bereits ab dem ersten Tropfen. Damit haben sowohl die WHO als auch die DGE frühere Empfehlungen korrigiert. Egal ob Wein, Bier, Sekt oder Schnaps: Alkohol ist auch in Maßen nicht gesund oder unbedenklich. Ganz im Gegenteil: Alkohol erhöht unter anderem das Risiko an Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen zu leiden. Außerdem wirkt er sich spürbar auf Schlaf und Haut aus.
Wie wirkt sich Alkohol auf den Schlaf aus?
Forschende haben herausgefunden: Wer vor dem Zubettgehen Alkohol trinkt, schadet seiner Nachtruhe. Selbst ein Schlummertrunk vor dem Schlafengehen oder ein Glas Rotwein zur vermeintlichen Entspannung können den Schlaf nachhaltig beeinflussen.
Negative Auswirkungen von Alkohol auf den Schlaf:
- Normalerweise gleiten Menschen über die Einschlafphase in den Leichtschlaf und schließlich in die Tiefschlafphase sowie die REM-Phase, die Zeit der Träume. Alkoholisiert fällt der Körper sehr viel schneller und länger in die Tiefschlafphase. Die Folge dieser Verlängerung ist ein kürzerer und unruhiger REM-Schlaf, der von häufigerem Aufwachen begleitet wird. Der Organismus hat weniger Zeit für die Regeneration.
- Verstärktes Schwitzen durch Alkohol führt ebenso zu einem unruhigerem Schlaf.
- Alkohol entzieht dem Körper Wasser und verstärkt den Harndrang. Durch häufige Toilettengänge verkürzt sich der Schlaf zusätzlich.
- Durch den Wasserverlust verspüren viele Menschen zudem mehr Durst. Um den Wasserverlust wieder auszugleichen, wird mehr getrunken – und weniger geschlafen.
Alkohol und Koffein: Eine besonders schlechte Kombination
Besondere Vorsicht gilt beim Genuss von alkoholischen Mixgetränken – insbesondere, wenn Alkohol mit koffeinhaltigen Limonaden oder Energydrinks gemischt wird. Fachleute warnen, dass das aktivierende Koffein die ermüdende Wirkung des Alkohols maskiert. Energiedrinks enthalten zudem oft neben viel Koffein weitere Wachmacher wie beispielsweise Taurin. Als Folge überschätzen mache Menschen ihre körperliche Leistungsfähigkeit und das Einschlafen fällt ihnen zusätzlich schwer, weil sie sich nach dem Alkohol hellwach fühlen.
Was macht Alkohol mit der Haut?
Am Morgen nach einem feucht-fröhlichen Abend zeigt sich oft, was das Zellgift Alkohol mit der Haut anstellt. Denn aufgedunsene und rote Wangen, Pickel und Co. können eine direkte Folge des Konsums von Bier, Wein und Schnaps sein.
Negative Auswirkungen von Alkohol auf die Haut:
- Alkohol entzieht der Haut Wasser und trocknet sie aus. Das kann die Zellregeneration stören. Die Folge sind vorzeitige Hautalterung und Falten.
- Alkoholische Getränke weiten unsere Blutgefäße. Die Folgen sind zunächst stark gerötete Wangen beim Trinken. Bei starkem, regelmäßigem Alkoholkonsum können die Äderchen in der Haut platzen. Rötungen im Gesicht sind nun permanent zu sehen. In extremen Fällen kann sogar die Nase der Betroffenen rot, dick und geschwollen wirken.
- Hautkrankheiten wie beispielsweise Grindflechte können sich leichter ausbreiten, weil Alkohol das Immunsystem schwächt. Besondere Vorsicht gilt bei Schuppenflechte: Dringen Bakterien an befallenen Stellen in die Haut ein, kann eine alkoholgeschwächte Haut Entzündungen schlechter bekämpfen.
- Auch Pickel und Akne können eine direkte Folge von Alkoholgenuss sein, denn Alkohol stört die Talgdrüsenfunktion.
Kann sich die Haut von Alkoholschäden erholen?
Die gute Nachricht: Von einigen negativen Auswirkungen auf die Haut kann sich der Körper nach einiger Zeit ohne Alkohol wieder erholen. Wer auf Alkohol verzichtet, kann sich nach einigen Wochen über ein frischeres und ebenmäßigeres Hautbild freuen. Dabei hilft auch, dass sich durch einen guten Schlaf die Regenerationsfähigkeit des Körpers verbessern kann. Dadurch starten Sie erfrischt und ausgeruht in den neuen Tag.
Häufige Fragen zu Alkohol, Schlaf und Haut
Alkohol verändert die Schlafarchitektur: Er verlängert die Tiefschlafphase, verkürzt jedoch den REM-Schlaf, die regenerative Traumphase. Zusätzlich führt Alkohol zu verstärktem Schwitzen, häufigerem Harndrang und Dehydrierung, was die Nacht unruhiger macht. Das Ergebnis: Man schläft zwar ein, wacht aber öfter auf und fühlt sich morgens nicht erholt.
Bereits geringe Mengen, auch bereits ein einzelnes Glas Wein oder Bier, können die Schlafqualität messbar verschlechtern. WHO und Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnen, dass es keine unbedenkliche Menge Alkohol gibt. Wer abends trinkt, sollte mindestens 6 Stunden vor dem Schlafengehen damit aufhören, um die Auswirkungen zu minimieren.
Alkohol entzieht der Haut Feuchtigkeit, trocknet sie aus und kann so vorzeitige Hautalterung und Faltenbildung fördern. Er weitet die Blutgefäße und kann bei regelmäßigem Konsum zu dauerhaften Äderchen-Platzen führen. Zudem stört Alkohol die Talgdrüsenfunktion, was Pickel und Akne begünstigen kann.
Ja, zumindest teilweise. Nach einigen Wochen ohne Alkohol berichten viele Menschen von einem frischeren, ebenmäßigeren Hautbild. Die verbesserte Schlafqualität nach dem Alkoholverzicht unterstützt zusätzlich die nächtliche Hautregeneration. Dauerhafte Gefäßschäden oder starke Rötungen können jedoch bestehen bleiben.



