Bei einem Herzinfarkt geht es um Leben und Tod. Schnelles Handeln ist entscheidend, denn die Medizin hat gute Möglichkeiten, Betroffenen zu helfen. Wichtig zu wissen: Die Symptome bei Frau und Mann können sich stark unterscheiden.
Wie häufig ist ein Herzinfarkt bei Frauen und Männern?
Der Herzinfarkt bleibt eine der größten Gesundheitsgefahren in Deutschland. Nach dem Deutschen Herzbericht wurden im Jahr 2023 rund 185.800 Menschen wegen eines Herzinfarkts in ein Krankenhaus aufgenommen, 43.839 Menschen starben daran. Die zugrunde liegende koronare Herzkrankheit, also die Verengung der Herzkranzgefäße, ist aktuell die häufigste Todesursache in Deutschland.
Männer sind deutlich häufiger betroffen: Bei ihnen führte die koronare Herzkrankheit 2023 zu 837 Klinikeinweisungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, bei Frauen zu 311. Auch die Sterberate liegt bei Männern mit 169 pro 100.000 mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen mit 82. Trotzdem ist der Herzinfarkt kein Männerproblem: Jedes Jahr sterben in Deutschland knapp 19.000 Frauen an einem Infarkt – und ihre Aussichten auf eine gute Genesung sind schlechter als die von Männern. Ein Grund dafür ist die Zeit: Frauen kommen im Durchschnitt später in die Klinik.
Denn etwa 30 Prozent aller Menschen mit akutem Herzinfarkt sterben, bevor sie ein Krankenhaus erreichen. Genau in dieser Phase entscheidet sich, wie die Situation ausgeht – und genau hier können Sie als Angehöriger, Kollegin oder Passant den Unterschied machen.
Herzinfarkt erkennen: Symptome bei Frau und Mann
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Der erste Schritt hängt davon ab, wie die betroffene Person reagiert. Ist sie ansprechbar: sofort die 112 wählen, den Oberkörper erhöht lagern, enge Kleidung öffnen und bei ihr bleiben. Ruhe entlastet das Herz. Fahren Sie nicht selbst ins Krankenhaus – der Rettungsdienst beginnt die Behandlung bereits unterwegs. Reagiert die Person nicht und atmet sie nicht normal, gelten die folgenden vier Schritte.
Vorbeugen beginnt lange vorher
Ein Infarkt kommt plötzlich, aber selten aus dem Nichts. Meist geht ihm eine jahrelange, unbemerkte Schädigung der Herzkranzgefäße voraus. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, starkes Übergewicht und Rauchen – und alle fünf lassen sich beeinflussen, medizinisch wie im Alltag. Bewegung, eine pflanzenbetonte Ernährung, erholsamer Schlaf und ein guter Umgang mit Stress zahlen direkt auf das Herz ein. Wer seine Werte kennt, ist im Vorteil: Blutdruck, Blutzucker und Blutfette lassen sich in der Hausarztpraxis in wenigen Minuten prüfen.
Häufige Fragen rund um das Thema Herzinfarkt
Bei Männern zeigt sich ein Herzinfarkt häufiger in der klassischen Form: Die Beschwerden kommen plötzlich und halten an. Typisch ist starker Druck oder Schmerz im Brustkorb, meist hinter dem Brustbein – oft ausstrahlend in linken Arm, Schulter oder Kiefer. Dazu kommen kalter Schweiß, Atemnot und ein Engegefühl. Mit zunehmendem Alter fehlt der typische Brustschmerz allerdings auch bei Männern häufiger. Bleiben Sie deshalb aufmerksam, wenn die Anzeichen nicht ins gewohnte Bild passen.
Bei Frauen kündigt sich ein Herzinfarkt seltener mit dem Griff zur Brust an, den man aus Filmen kennt. Häufiger sind unspezifische Beschwerden: Atemnot, Übelkeit oder Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch oder Rücken, dazu Müdigkeit, Schwindel und das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Weil das wenig nach Herz klingt, werden die Anzeichen oft als Magenverstimmung oder Erschöpfung gedeutet. Im Zweifel immer den Rettungsdienst rufen (112).
Nach dem Deutschen Herzbericht wurden 2023 rund 185.800 Menschen wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus aufgenommen, 43.839 starben daran. Männer sind deutlich häufiger betroffen: Die zugrunde liegende koronare Herzkrankheit führte bei ihnen zu 837 Klinikeinweisungen pro 100.000 Menschen, bei Frauen zu 311 pro 10.000. Auch die Sterberate liegt bei Männern mehr als doppelt so hoch. Ein reines Männerthema ist der Herzinfarkt trotzdem nicht: Frauen kommen später in die Klinik – und genesen dadurch schlechter.
Wählen Sie sofort die 112, auch wenn Sie unsicher sind. Ist die Person ansprechbar, lagern Sie ihren Oberkörper erhöht, öffnen Sie enge Kleidung und bleiben Sie bei ihr. Ruhe entlastet das Herz. Essen und Trinken besser vermeiden. Und: Betroffene sollten nicht selbst ins Krankenhaus fahren. Reagiert die Person nicht und atmet sie nicht normal, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage – 100- bis 120-mal pro Minute, bis der Rettungsdienst übernimmt.
Eine Garantie gibt es nicht – aber viel Spielraum. Meist geht einem Infarkt eine jahrelange, unbemerkte Schädigung der Herzkranzgefäße voraus. Die wichtigsten Risikofaktoren – Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes, starkes Übergewicht und Rauchen – lassen sich alle beeinflussen, medizinisch wie im Alltag. Bewegung, pflanzenbetonte Ernährung, erholsamer Schlaf und ein guter Umgang mit Stress zahlen direkt auf das Herz ein. Wer seine Werte kennt, ist im Vorteil.



