Gerade wenn es um das Herz geht, sollten kleine Signale große Aufmerksamkeit erhalten. Schon hinter einem Engegefühl in der Brust, das unter Anstrengung zunehmen kann, versteckt sich häufig eine Volkskrankheit mit schweren Folgen – die koronare Herzkrankheit (KHK).
Bei einer koronaren Herzkrankheit verkalken die Herzkranzgefäße, sodass es zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels kommt. Diese anhaltende Unterversorgung sorgt für ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -verbrauch und kann ein Engegefühl in der Brust auslösen, die Angina pectoris. Das Fatale: Manche Menschen mit einer KHK haben keinerlei oder kaum auffällige Beschwerden. Vor allem Diabetiker und ältere Menschen sind häufig symptomlos.
Unterschiedliche Symptome
Man spricht in diesem Fall von einer Mangeldurchblutung, einer sogenannten stummen Ischämie: Diabetes mellitus schädigt die Nerven am Herzen und im gesamten Körper derart, dass sie die Schmerzsignale durch die koronare Herzkrankheit nicht mehr richtig weiterleiten. Der Herzmuskel wird also geschädigt, ohne dass der Diabetiker dies bemerkt. Das nennt sich diabetische Neuropathie. Auch bei Menschen, die älter als 75 Jahre sind, können die Koronare-Herzkrankheit-Symptome untypisch sein. Sie können sich etwa in Übelkeit und Schwindel äußern, ohne die typischen Schmerzen in der Brust oder im linken Arm. Wurde KHK aber erst einmal erkannt, können Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einiges tun, um die Beschwerden zu lindern, Ihre Lebensqualität zu steigern und bekannte Folgekrankheiten wie einen Herzinfarkt und Herzinsuffizienz zu vermeiden.



