Magnesium-Drink am Morgen, zum Mittagessen eine Vitamin-D-Pille und abends eine Kapsel Omega 3: Nahrungsergänzungsmittel gehören für manche Menschen schon fest zum Alltag. Aber welches Mittel ist sinnvoll? Und in welcher Dosierung?
Nahrungsergänzungsmittel – das rät die Expertin
„Es kommt darauf an", sagt Ernährungswissenschaftlerin Brinja Hoffmann. „Nahrungsergänzungsmittel können hilfreich sein, ersetzen aber keinen ausgewogenen Speiseplan", erklärt sie. Ihre Devise: erst die Ernährung optimieren, dann Supplemente einsetzen. Wenn das Fundament stimme und der Bedarf dennoch nicht gedeckt sei, könnten Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz kommen.
Vitamin D
Vitamin D kann der Körper bilden, wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft – im Herbst und Winter kaum möglich. „Für Erwachsene gelten 800 bis 2000 IE täglich als Erhaltungsdosis, je nach Blutwert", erklärt Hoffmann. Wichtig: Viele Präparate kombinieren Vitamin D mit Vitamin K2. Da K2 die Wirkung von Gerinnungshemmern abschwächt, sollten Menschen, die Gerinnungshemmer einnehmen, Vitamin-D-Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache konsumieren.
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA unterstützen Herz, Gehirn und Stoffwechsel. Gute Quellen sind fettreicher Seefisch oder Algenöl. „Zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge empfehle ich 250 bis 500 Milligramm täglich ergänzend zur normalen Ernährung", sagt Brinja Hoffmann. „Die Präparate sollten aber auf ihre Reinheit geprüft sein sowie eindeutige Mengenangaben und Qualitätssiegel aufweisen, beispielsweise eine IFOS-Zertifizierung."
Magnesium
Magnesium spielt eine Rolle für Muskeln, Nerven und den Energiestoffwechsel. Ein Mangel ist eher selten. Es gibt verschiedene Formen des Nahrungsergänzungsmittels. „Gut für den Körper verfügbar sind Magnesiumcitrat, -bisglycinat und -malat", so die Ernährungsexpertin. „Ich empfehle etwa 250 bis 350 Milligramm Magnesium täglich als Ergänzung zur normalen Ernährung." Abends eingenommen, könne Magnesium die Muskelentspannung fördern.



