Rehabilitationssport (Reha-Sport) bietet die perfekte Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung während oder nach einer Erkrankung aktiv zu werden. Wir erklären, welche Auswirkungen Reha-Sport auf die körperliche Genesung und die geistige Fitness haben kann.
Bewegung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheit – besonders im Alter sowie bei Erkrankung. Denn gezielter Reha-Sport wirkt sich nicht nur positiv auf die körperliche Genesung aus, sondern auch auf Konzentrations- und Gedächtnisleistungen.
Was ist Reha-Sport?
Reha-Sport (Rehabilitationssport) ist ärztlich verordnetes Training in der Gruppe. Unter fachkundiger Anleitung hilft er dabei, während oder nach einer Erkrankung wieder körperlich aktiv zu werden. Die Gruppen werden von speziell qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern geleitet, deren Anbieter von den Krankenkassen anerkannt sind. Für gesetzlich Versicherte ist ärztlich verordneter Reha-Sport in der Regel kostenfrei.
Bewegung für den Körper
Den Körper in Bewegung zu bringen, kann sich auch in gesundheitlich herausfordernden Zeiten lohnen. Denn Anpassungsprozesse unseres Organismus sorgen dafür, dass durch regelmäßiges Training, wie beispielsweise Reha-Sport, die körperliche Leistungsfähigkeit wieder deutlich verbessert werden kann – auch im hohen Alter oder bei Erkrankungen. Mehrere Studien haben beispielsweise belegt, dass schnelles Gehen den Verlauf von Erkrankungen positiv beeinflussen kann. Körperlich aktive Frauen haben nach einer Brustkrebsdiagnose ein geringeres Sterberisiko. Und das sogar schon, wenn sie nur drei Stunden die Woche zügig spazieren gehen.
Diese positiven Auswirkungen hat regelmäßige Bewegung auf den Körper:
- Kräftigung der Muskulatur
- Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit
- Flexibilitätsverbesserung
- Verbesserung der Funktion des Herz-Kreislauf-Systems (Blutdruck, Sauerstoffaufnahme, Herzfrequenz)
- Verbesserung der Knochendichte
- Verbesserung des Immunsystems
- Stoffwechselverbesserungen (sinkender Cholesterinspiegel und stabilisierter Blutzucker)
- Vorbeugung von Tumorerkrankungen
Wie wichtig gezieltes Krafttraining zusätzlich für ein gesundes Altern ist, lesen Sie hier: Krafttraining – für ein gesundes Altern unverzichtbar
Auswirkungen auf die geistige Fitness
Neben körperlichen Vorteilen zeigen Studien aber auch: Wer sich regelmäßig bewegt, bleibt geistig fit. Forschende berichten von schnelleren Reaktionszeiten, stärkeren Gedächtnisleistungen und einem besseren Abschneiden bei Problemlösungsaufgaben. Das liegt vor allem an der Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems. Denn durch Sport wird das Hirn effizienter mit Blut und Sauerstoff versorgt. Das gilt vor allem für Ausdauertraining. Dabei konnten Forschende schon nach zwei Monaten positive Effekte verzeichnen. Wichtig: Dranbleiben lohnt sich. Langzeitstudien haben gezeigt, dass sich Konzentrations- und Gedächtnisleistungen von Trainierenden im Vergleich zu Nicht-Sportlern erheblich verbesserten. Zudem gibt es Hinweise, dass Bewegung das Risiko verringert, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken.
Diese positiven Auswirkungen hat regelmäßige Bewegung auf den Geist:
- Steigerung des Wohlbefindens, der Zufriedenheit und des Selbstbewusstseins
- Verbesserung der Schlafqualität
- Vorbeugung von Depressionen
- Reduzierung des Demenz- und Alzheimerrisikos
- Verbesserung des Körpergefühls
- Verbesserung der Selbsteinschätzung
- Reduzierung von Ängsten
- verringertes Risiko der sozialen Vereinsamung
Häufige Fragen zum Reha-Sport
Beide werden ärztlich verordnet. Reha-Sport setzt auf Bewegung und sportlich ausgerichtete Übungen in der Gruppe und trainiert den gesamten Körper. Funktionstraining besteht aus gezielten bewegungstherapeutischen Übungen, die vor allem Muskeln und Gelenke ansprechen, etwa bei Erkrankungen wie Rheuma oder Osteoporose. Welche Form passt, legt die ärztliche Verordnung fest.
Grundsätzlich kommt Reha-Sport für Menschen mit Erkrankungen oder Beeinträchtigungen in Frage, deren Beschwerden sich durch regelmäßige, angeleitete Bewegung positiv beeinflussen lassen – zum Beispiel bei Herz-, Lungen-, Stoffwechsel- oder orthopädischen Erkrankungen. Voraussetzung ist aber immer eine ärztliche Verordnung. Ob Reha-Sport im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der Arzt.
Für ärztlich verordneten Reha-Sport übernimmt die Audi BKK die Kosten. Eine Zuzahlung fällt nicht an. Wichtig ist, die Verordnung vor Behandlungsbeginn zur Prüfung einzureichen. Das genaue Vorgehen finden Sie auf unserer Leistungsseite zum Rehabilitationssport.
In der Regel rund 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten (Richtwert); beim Herzsport meist 90 Einheiten in 24 Monaten. Bei herzkranken Kinder und Jugendlichen sind es 120 Einheiten in 24 Monaten. Die genaue Zahl richtet sich nach der ärztlichen Verordnung.
Ja. Bewegung lohnt sich in jedem Alter. Gerade im höheren Alter oder bei bestehenden Erkrankungen kann gezieltes, angeleitetes Training die körperliche Leistungsfähigkeit wieder verbessern. Genau darauf ist Reha-Sport ausgelegt.



