Zufriedenheit ist nicht nur angenehm – sie ist ein wichtiger Faktor für unsere Gesundheit. Ein positives Lebensgefühl kann beispielsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte, Bluthochdruck oder Schlaganfälle senken. Und so trainieren Sie es.
Schutzschild gegen Depressionen
Nicht nur unsere körperliche, auch unsere psychische Gesundheit profitiert. Wie Studien zeigen, wirken Glück und Zufriedenheit wie ein Schutzschild gegen Depressionen, angst- oder auch stressbedingte Erkrankungen. Okay, und was jetzt? Einfach mal den Zufriedenheitsregler hochdrehen? Hier kommt die gute Nachricht: Um positiver zu werden, braucht es keine großen Veränderungen, keine perfekte Work-Life-Balance und auch keine ständige gute Laune. Denn es sind vor allem die kleinen Momente, die unser Wohlbefinden nachhaltig stärken – vorausgesetzt, wir nehmen sie bewusst wahr. Doch wie gelingt es, diesen positiven Blick zu entwickeln? Gerade dann, wenn der Alltag uns mal wieder extrem fordert? Versuchen Sie es doch mal so:
Beginnen Sie den Tag bewusst mit einem kurzen Moment der Aufmerksamkeit – etwa beim ersten Kaffee, beim Zähneputzen, Eincremen oder auch nur beim bewussten Blick aus dem Fenster. Ein paar ruhige und tiefe Atemzüge helfen schon, dem Körper zu signalisieren: Der Tag darf gelassen beginnen.
Kein Scherz: Stecken Sie sich morgens fünf getrocknete Kichererbsen in die Hosentasche. Jedes Mal, wenn Sie im Tagesverlauf einen positiven Moment erleben, packen Sie eine Kichererbse in die andere Hosentasche. Am Abend zählen Sie die gewechselten Erbsen und rufen sich die positiven Erlebnisse noch einmal ins Gedächtnis. Die Übung hilft, den Fokus von Stress und negativen Gedanken auf das Positive zu lenken.

Nehmen Sie sich abends zwei bis drei Minuten Zeit und überlegen Sie: Welche drei Dinge sind heute gut gelaufen? Das können kleine Momente sein – ein freundliches Gespräch, ein erledigter Punkt auf der To-do-Liste oder eine Mikropause in der Sonne. Diese Übung hilft dem Gehirn, positive Erfahrungen besser zu speichern und damit einen positiveren Blick zu entwickeln. Tipp: Schreiben Sie sich die drei Dinge auf, denn regelmäßiges Aufschreiben verstärkt die Wirkung zusätzlich.
Innere Zufriedenheit wächst auch aus Mitgefühl sich selbst gegenüber: sich Pausen zu erlauben, Fehler nicht überzubewerten und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Achten Sie auch mal darauf, wie Sie innerlich mit sich umgehen. Würden Sie so auch mit einem guten Freund sprechen? Eine wohlwollende innere Haltung reduziert Stress und fördert die psychische Gesundheit – gerade in herausfordernden Zeiten.



