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Sie sind Rentner oder wollen eine Rente beantragen und stellen sich die Frage, wie Sie Ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz optimal gestalten? Die Audi BKK berät Sie gern in allen Fragen der Sozialversicherung.

Auf einen Blick

  • Krankenversicherung der Rentner (KVdR) bei Erfüllen der Vorversicherungszeit möglich
  • Alternativ Familienversicherung oder freiwillige Versicherung möglich
  • Besondere Regelungen für Nebenbeschäftigungen
Im Detail

Als Rentner können Sie sich in Abhängigkeit von Familienstand und persönlicher Situation wie folgt bei der
Audi BKK versichern:

Krankenversicherung der Rentner (KVdR)

Wenn Sie eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung (egal welcher Art) erhalten oder beantragt haben und die Bedingungen für den Anspruch auf eine Rente grds. erfüllen, werden Sie in der KVdR pflichtversichert, wenn Sie die sogenannte Vorversicherungszeit erfüllen. Dies ist der Fall, wenn Sie mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte Ihres Berufslebens (Zeitraum von der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zum Tag der Rentenantragstellung) gesetzlich krankenversichert waren. Berücksichtigt werden dabei alle Zeiten einer Mitgliedschaft oder Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Beispiel:
Hans M. hat sein Erwerbsleben vor 40 Jahren begonnen. Er hat jetzt einen Rentenantrag beim zuständigen Rentenversicherungsträger eingereicht. Die neun Zehntel Regelung gilt also für den zweiten Zeitraum von 20 Jahren. Wenn Hans M. mindestens 18 Jahre (=neun Zehntel) dieses Zeitraums als Mitglied oder Familienangehöriger gesetzlich krankenversichert war, erfüllt er die Voraussetzungen für die KVdR. Sollte Hans M. während des Berechnungszeitraumes mehr als 2 Jahre (= ein Zehntel) nicht gesetzlich krankenversichert gewesen sein, so käme für ihn als Rentner bei der Audi BKK eine freiwillige Mitgliedschaft in Betracht.

Für Witwen, Witwer und Waisen gilt die Vorversicherungszeit grundsätzlich als erfüllt, wenn der Verstorbene bereits eine Rente bezog und deswegen pflichtversichert war. Ist dies nicht der Fall, müssen entweder der Verstorbene oder der Hinterbliebene selbst die notwendige Vorversicherungszeit zurückgelegt haben. Wenn der Antragsteller bereits selbst eine Rente erhält und deswegen pflichtversichert ist, gilt die Vorversicherungszeit ebenfalls als erfüllt.

Falls Sie die Voraussetzungen für eine Pflichtversicherung in der KVdR erfüllen, Sie aber diese Mitgliedschaft nicht wünschen (beispielsweise, weil Sie sich bei Ihrem privat versicherten Ehegatten mitversichern möchten), können Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Den Befreiungsantrag müssen Sie innerhalb von drei Monaten nach dem Tag der Rentenantragstellung oder nach dem Beginn der Versicherungspflicht bei der für Sie zuständigen Krankenkasse einreichen. Bitte beachten Sie, dass eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht nicht widerrufen werden kann und immer für die Dauer des gesamten Rentenbezuges gilt. Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung aufgrund dieses Rentenbezuges ist dann ausgeschlossen. Auch eine freiwillige Mitgliedschaft oder die beitragsfreie Familienversicherung ist nach einer Befreiung nicht mehr möglich. Bitte lassen Sie sich zu diesem Thema individuell in Ihrem Audi BKK Service-Center beraten.

Beiträge
Ab dem 01.01.2017 gilt ein allgemeiner Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 14,6 Prozent. Davon zahlen der Rentenversicherungsträger und Sie jeweils dei Hälfte, also 7,3 Prozent. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag der Audi BKK.

Die Audi BKK erhebt ab dem 01.01.2017 weiterhin einen günstigen Zusatzbeitragssatz in Höhe von 0,7 Prozent. Dieser Zusatzbeitrag ist von Ihnen allein zu zahlen.

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz der Krankenkassen beträgt seit dem 01.01.2017 1,1 Prozent.

Grundlage für die Berechnung Ihrer Beiträge sind gesetzliche Renten sowie Versorgungsbezüge, maximal jedoch die Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 4.350,00 Euro (2017). Die Zahlung der Beiträge an die Krankenkasse übernimmt Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

Bitte beachten Sie, dass die Beiträge zur Krankenversicherung aus einer Betriebsrente oder aus vergleichbaren Bezügen in voller Höhe von Ihnen allein getragen werden.

Beispiel:
Klaus T. erhält eine monatliche Rente in Höhe von 1.000,00 Euro.
Der aus der Rente zu zahlende Krankenversicherungsbeitrag (15,3 % von 1.000,00 Euro) beträgt 153,00 Euro.
Der Rentenversicherungsträger übernimmt davon einen Anteil in Höhe von 73,00 Euro, der sich folgendermaßen errechnet: 

15,3 % - 0,7 % = 14,6 %
14,6 % von 1.000,00 Euro = 146,00 Euro
146,00 Euro : 2 = 73,00 Euro

Der verbleibende Beitragsanteil in Höhe von 80,00 Euro zahlt Klaus T. Der Rentenversicherungsträger behält diesen Betrag von der Rente ein und leitet ihn zusammen mit seinem Anteil weiter.

Wenn Sie mehrere Renten beziehen, beispielsweise eine eigene Altersrente und daneben noch eine Witwenrente, müssen aus jeder Rente bis zur zuvor genannten monatlichen Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden. Auch Versorgungsbezüge, die Sie zusätzlich erhalten, werden bei der Beitragsberechnung berücksichtigt.

Als Versorgungsbezüge gelten Einnahmen, die wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder zur Alters- oder Hinterbliebenenversorgung erzielt werden. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:

  • Renten aus betrieblicher Altersversorgung (sogenannte Betriebsrenten) oder aus Versicherungs- und Versorgungseinrichtungen für bestimmte Berufsgruppen
  • Bezüge aus der Versorgung der Abgeordneten, Parlamentarischen Staatssekretäre und Minister,
  • laufende Geldleistungen nach dem Gesetz über die Altershilfe der Landwirte
  • Kapitalabfindungen, die anstelle eines Versorgungsbezuges treten (zum Beispiel Direktversicherung)
  • Versorgungsbezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis oder aus einem Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen (außer Betracht bleiben übergangsweise gewährte Bezüge, unfallbedingte Leistungen und Leistungen der Beschädigtenversorgung; bei einer Unfallversorgung bleibt ein Betrag von 20 Prozent des Zahlbetrags unberücksichtigt, bei einer erhöhten Unfallversorgung der Unterschiedsbetrag zum Zahlbetrag der Normalversorgung, mindestens jedoch 20 Prozent des Zahlbetrags

Besonderheit: Abfindungen
Eine Abfindung für laufende Versorgungsbezüge oder eine einmalige Kapitalleistung wird grundsätzlich für die Beitragsbemessung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung herangezogen. Dabei gilt 1/120 der Kapitalabfindung als monatlicher Zahlbetrag, das heißt der Betrag der Kapitalabfindung wird auf 10 Jahre umgelegt. Die Summe aller Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen von pflichtversicherten Mitgliedern sind jedoch nur dann beitragspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung, wenn ihr monatlicher Zahlbetrag bzw. 1/120 der einmaligen Kapitalabfindung mindestens 148,75 € im Jahr 2017 übersteigt. Dieser Grenzwert wird jährlich angepasst.

Nebenbeschäftigungen und nebenberuflich selbständige Tätigkeiten
Auch Arbeitseinkommen aus einer nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit ist beitragspflichtig zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Sollten Sie als Rentner nebenbei arbeiten und dadurch als Beschäftigter in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sein, müssen Sie ebenso aus Ihrer Rente und aus Versorgungsbezügen Beiträge zur Krankenversicherung zahlen. Insgesamt sind von Ihnen jedoch nur Beiträge aus Ihren Einnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 4.350,00 Euro (2017) zu zahlen. Übersteigen Ihre beitragspflichtigen Einnahmen die Beitragsbemessungsgrenze, zahlt Ihnen die Audi BKK die zuviel einbehaltenen Beiträge auf Antrag zurück. 

Waisenrentner
Mit dem "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen sowie zur Änderung weiterer Gesetze" (E-Health-Gesetz) wurde u.a. ein eigener Versicherungspflichttatbestand in der gesetzlichen Krankenversicherung für Waisenrentner eingeführt, der am 1. Januar 2017 in Kraft treten wird.

Dadurch werden Waisen, die die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch erfüllen und diese Rente beantragt haben, ohne Erfüllung weiterer Voraussetzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, sofern sie nicht zuletzt vor der Rentenantragstellung privat krankenversichert waren.
Von dem neuen Versicherungspflichttatbestand werden nicht nur Neurentner erfasst, sondern auch bestehende Waisenrentenbezieher, die nach geltendem Recht entweder als Rentner krankenversicherungspflichtig oder beitragsfrei familienversichert sind oder eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung begründet haben.

Für Waisenrentner, die aufgrund des neuen Versicherungspflichttatbestandes "Waisenrentenbezug" krankenversicherungspflichtig sind, ist die Waisenrente bis zum Erreichen der für die Familienversicherung maßgebenden Altersgrenzen beitragsfrei.

Rentenantragsteller
Als Rentenantragsteller sind Sie bis zum Beginn der Rente beitragsfrei, wenn Sie

  • als hinterbliebener Ehegatte eines versicherungspflichtigen Rentners, der bereits eine Rente bezogen hat, Hinterbliebenenrente beantragen,
  • als Waise eines versicherungspflichtigen Rentners, der bereits Rente bezogen hat, vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahres Waisenrente beantragen oder
  • ohne die Versicherungspflicht als Rentner bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder bei der Krankenversicherung der Landwirte familienversichert wären

Die Beitragsfreiheit entfällt, wenn Sie als Rentenantragsteller Arbeitseinkommen oder Versorgungsbezüge erhalten. Sollten Sie zum Zeitpunkt der Rentenantragstellung noch als Beschäftigter oder als Leistungsbezieher der Bundesagentur für Arbeit krankenversichert sein, hat Ihre noch bestehende Krankenversicherung Vorrang vor der Mitgliedschaft als Rentenantragsteller.

In allen anderen Fällen sind ab Rentenantragstellung bereits Beiträge zur KVdR zu zahlen. Bis zum tatsächlichen Rentenbeginn sind die Beiträge von Ihnen als Rentenantragsteller allein zu entrichten. Wird die Rente bewilligt, werden Ihnen gegebenenfalls zuviel gezahlte Beiträge von der Audi BKK erstattet. Dies gilt jedoch frühestens ab Rentenbeginn. Beitragszahlungen für die Zeit vor Ihrem tatsächlichen Rentenbeginn werden Ihnen nicht erstattet. Auch bei Ablehnung oder Rücknahme Ihres Rentenantrages können wir Ihnen Ihre Beiträge nicht zurückzahlen.

Für Rentenantragsteller richtet sich die Beitragsbemessung wie bei freiwillig versicherten Mitgliedern nach ihrer gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Dazu zählen unter anderem auch Versorgungsbezüge und Einkommen aus nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeiten als auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalerträgen.

Zugrunde gelegt wird jedoch mindestens ein gesetzlich festgelegtes Einkommen – selbst dann, wenn Ihre tatsächlichen Einkünfte darunter liegen. Das Mindesteinkommen beträgt im Jahr 2017 monatlich 991,67 Euro.

Pflegeversicherung für versicherungspflichtige Rentner

Sind Sie als Rentner krankenversicherungspflichtig, besteht für Sie in der Regel gleichzeitig Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung. Daher sind von Ihnen neben den Beiträgen zur Krankenversicherung auch Beiträge zur Pflegeversicherung aus Ihrer Rente zu entrichten. Diese Beiträge werden vom Rentenversicherungsträger ebenfalls einbehalten und abgeführt.

Ab dem 01.01.2017 beträgt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung 2,55 Prozent.  Die Beiträge tragen Sie als Rentner in voller Höhe allein. Beihilfeberechtigte Personen (Beamte oder deren Hinterbliebene) zahlen nur den halben Beitragssatz von 1,275 Prozent. Kinderlose Rentner, die nach dem 31. Dezember 1939 geboren sind und das 23. Lebensjahr bereits vollendet haben, zahlen außerdem einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent. Für sie beträgt der Beitragssatz somit 2,80 Prozent oder bei bestehender Beihilfeberechtigung 1,525 Prozent. Als Kinder zählen leibliche Kinder sowie Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder. Sollte bei Ihrer Rente noch nicht berücksichtigt worden sein, dass Sie Kinder haben, empfehlen wir Ihnen, umgehend entsprechende Nachweise bei Ihrem Rentenversicherungsträger vorzulegen.

Kostenlose Familienversicherung

Sollten Sie die Vorversicherungszeit für die eigene Pflichtversicherung in der KVdR nicht erfüllen und Ihr Gesamteinkommen in 2017 einen monatlichen Grenzbetrag von 425,00 Euro (für geringfügig Beschäftigte liegt der Grenzbetrag bei 450,00 Euro) nicht übersteigen, können Sie sich über Ihren Ehepartner kostenlos familienversichern. Bitte beachten Sie, dass Ihre Rente Teil Ihres persönlichen Gesamteinkommens ist. Unberücksichtigt bleibt jedoch der Anteil der Rente, der für die Kindererziehung gezahlt wird.

Ein Verzicht auf Teile der Rente zugunsten der Familienversicherung ist nicht möglich.
Falls Sie diese Einkommensgrenzen für die Familienversicherung überschreiten oder nicht verheiratet sind und Sie die erforderliche Vorversicherungszeit für die KVdR nicht erfüllen, bietet Ihnen die Audi BKK gerne eine freiwillige Mitgliedschaft als Rentner an. 

Freiwillige Mitgliedschaft

Sollte in Ihrem speziellen Fall keine KVdR bzw. Familienversicherung möglich sein, können Sie sich freiwillig bei der Audi BKK versichern.

Beiträge
Für die Berechnung der Beiträge zur Krankenversicherung werden für freiwillig versicherte Rentner alle Einkünfte (Rente, Versorgungsbezüge, Arbeitseinkommen, Mieten, Pacht, Kapitalerträge oder private Lebensversicherungen) berücksichtigt. Der für Sie maßgebliche Beitragssatz richtet sich nach der Art Ihrer beitragspflichtigen Einnahmen.

Beiträge sind höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze von Ihnen zu entrichten. Wie bei Rentenantragstellern ist jedoch mindestens ein gesetzlich festgelegtes Einkommen zugrunde zu legen – selbst dann, wenn Ihre tatsächlichen Einkünfte darunter liegen. Das Mindesteinkommen beträgt im Jahr 2017 monatlich 991,67 Euro. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir informieren Sie gerne individuell.

Beitragszuschuss
Die Beiträge sind von Ihnen selbst zu zahlen. Sie können von Ihrem Rentenversicherungsträger jedoch einen Beitragszuschuss erhalten. Diesen Zuschuss müssen Sie beantragen. Damit er zeitgleich mit Ihrer Rente beginnen kann, sollten Sie dies möglichst zusammen mit Ihrer Rentenantragstellung erledigen. Ausgezahlt wird Ihnen der Zuschuss gemeinsam mit der Rente. Der Beitragszuschuss für Ihre freiwillige Krankenversicherung berechnet sich nach dem halben allgemeinen Beitragssatz, dieser beträgt ab dem 01.01.2017 weiterhin 14,6 Prozent. Wie bei versicherungspflichtigen Rentnern ist der Zusatzbeitrag in Höhe von 0,7 Prozent von Ihnen allein zu tragen. Somit erhalten Sie einen Beitragszuschuss in Höhe von 7,3 Prozent.

Beispiel:
Jutta H. ist freiwilliges Mitglied der Audi BKK und erhält eine monatliche Rente in Höhe von 1.200,00 Euro.
Der Rentenversicherungsträger zahlt Frau Jutta H. auf Antrag einen Beitragszuschuss in Höhe von 87,60 Euro, der sich folgendermaßen berechnet:

15,3 % - 0,7 % = 14,6 %
14,6 % von 1.200,00 Euro = 175,20 Euro
175,20 Euro : 2 = 87,60 Euro

Erhalten Sie mehrere Renten (z.B. Alters- und Hinterbliebenenrente), wird der Zuschuss aus der Summe beider Renten berechnet.

Pflegeversicherung
Als freiwillig krankenversicherter Rentner sind Sie versicherungspflichtig in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Für die Beitragsberechnung werden – wie bei den Krankenversicherungsbeiträgen auch – sämtliche Einkünfte und Einkommensarten berücksichtigt. Die Beiträge für die Pflegeversicherung müssen Sie in voller Höhe allein tragen.

Der Beitragssatz beträgt ab dem 01.01.2017 2,55 Prozent. Beihilfeberechtigte Personen (Beamte oder deren Hinterbliebene) zahlen nur den halben Beitragssatz von 1,275 Prozent. Kinderlose Rentner, die nach dem 31. Dezember 1939 geboren sind und das 23. Lebensjahr bereits vollendet haben, zahlen außerdem einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent. Für sie beträgt der Beitragssatz somit 2,80 Prozent oder bei bestehender Beihilfeberechtigung 1,525 Prozent. Als Kinder zählen leibliche Kinder, Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder.

Zu Ihren Pflegeversicherungsbeiträgen zahlen die Rentenversicherungsträger keine Zuschüsse.

Wichtige Informationen zum Zusatzbeitrag

Erhebt eine Krankenkasse künftig einen Zusatzbeitrag, gilt dies grundsätzlich auch für Rentner. Bei versicherungspflichtigen Rentnern sowie Beziehern von Versorgungsbezügen, deren Beiträge durch die Zahlstelle an die Krankenkasse gezahlt werden, greift eine Besonderheit:

Die erstmalige Erhebung oder künftige Veränderungen des Zusatzbeitragssatzes der jeweiligen Krankenkasse wirken sich erst mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei Monaten aus.

Hintergrund ist, dass die Rentenversicherungsträger sowie die Zahlstellen von Versorgungsbezügen bei Veränderungen des Zusatzbeitragssatzes eine Vorlaufzeit zur Umsetzung benötigen. In dieser Zeit erhält die Krankenkasse von der Rentenversicherung oder der Zahlstelle von Versorgungsbezügen jeweils den bisherigen Zusatzbeitragssatz.

Für freiwillig versicherte Rentner wird der Zusatzbeitrag nicht im Quellenabzug durch den Rentenversicherungsträger oder die Zahlstellen von Versorgungsbezügen abgeführt; stattdessen zahlen diese Mitglieder den Zusatzbeitrag selbst. Für sie wirkt sich die Veränderung des Zusatzbeitragssatzes daher ohne zeitliche Verzögerung aus.

Versicherungsnachweis: elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Die eGK ist Ihre personalisierte Krankenversichertenkarte. Auf der eGK sind die sogenannten Versichertenstammdaten (Name, Anschrift, Geburtsdatum, etc.) gespeichert. Auf Basis dieser Daten kann der behandelnde Arzt bzw. Leistungserbringer die erbrachten Leistungen mit der Audi BKK abrechnen.

Alle Informationen zur eGK finden Sie hier.

Mitglied werden

Die Beitrittserklärung können Sie einfach online ausfüllen oder hier herunterladen. Füllen Sie bitte alle Felder aus und schicken uns die Unterlagen per Post oder E-Mail zu.
Die Kündigung Ihrer bisherigen Krankenversicherung übernimmt die Audi BKK für Sie, hierfür unterschreiben Sie bitte das Kündigungsformular.

Weitere Information zu den Leistungen der Audi BKK finden Sie hier!

Die Kündigung der bisherigen Krankenkasse ist jederzeit zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich (Bindefrist 18 Monate beachten).

Dazu ein Beispiel:
Kündigung der bisherigen Krankenkasse:      15. April
Ablauf des übernächsten Kalendermonats:    30. Juni
Versicherung bei der Audi BKK:                    01. Juli

Sonderkündigungsrecht

Mitgliedern einer Krankenkasse wird ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, wenn die Krankenkasse erstmalig – mithin ab dem 01.01.2015 - einen Zusatzbeitrag erhebt oder den Zusatzbeitragssatz erhöht. Die Kündigung der Mitgliedschaft kann in diesen Fällen bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den der Zusatzbeitrag erstmals erhoben oder für den der Zusatzbeitragssatz erhöht wird.

Die Krankenkasse hat spätestens einen Monat vor Ablauf des Monats, für den der Zusatzbeitrag erstmals erhoben oder für den der Zusatzbeitragssatz erhöht wird, ihre Mitglieder in einem gesonderten Schreiben auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen.

Die 18 monatige Bindungsfrist ist hier nicht zu berücksichtigen, lediglich bei bestimmten Wahltarifen ist diese einzuhalten.

Die Kündigung wird wirksam, wenn das Mitglied innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse durch eine Mitgliedsbescheinigung nachweist. Für diesen Bearbeitungszeitraum muss das Mitglied den von der Kasse erhobenen Zusatzbeitrag bezahlen.

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