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Selbstständige

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Sie sind selbstständig oder überlegen, sich selbstständig zu machen und stellen sich die Frage, wie Sie Ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz optimal gestalten? Die Audi BKK berät Sie gern in allen Fragen der Sozialversicherung.

Auf einen Blick

  • Wahl zwischen freiwilliger Versicherung mit oder ohne Krankengeldanspruch
  • Beitragssatz mit Anspruch auf Krankengeld 14,6 Prozent (zzgl. 0,7 Prozent Zusatzbeitrag) Beitragssatz ohne Anspruch auf Krankengeld 14,0 Prozent (zzgl. 0,7 Prozent Zusatzbeitrag)
  • Beitragssatz Pflegeversicherung 2,55 Prozent bzw. 2,80 Prozent, sofern Sie keine Kinder haben
  • Beitragsermäßigung bei geringem Einkommen möglich
Im Detail

Als hauptberuflich Selbstständiger oder freiberuflich Tätiger können Sie sich freiwillig bei der Audi BKK versichern. Sie haben die Wahl, zwischen einer Versicherung mit oder ohne Anspruch auf Krankengeld.

Eine freiwillige Versicherung mit Krankengeldanspruch (ab dem 43. Tag einer Arbeitsunfähigkeit) ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Ihr Einkommen aus der selbstständigen Tätigkeit im Fall einer Arbeitsunfähigkeit ganz oder teilweise entfällt. An Ihre Wahl sind Sie drei Jahre gebunden.

Beitragssatz ab dem 01.01.2017

Für die Berechnung der Beiträge ohne Krankengeldanspruch gilt grundsätzlich der ermäßigte Beitragssatz in Höhe von 14,0 Prozent. Entscheiden Sie sich für eine freiwillige Versicherung mit Anspruch auf Krankengeld beträgt der Beitragssatz 14,6 Prozent. Der Zusatzbeitrag von 0,7 Prozent ist hier jeweils noch hinzuzufügen, so dass 14,7 Prozent (oder mit Anspruch auf Krankengeld 15,3 Prozent) zur Berechnung der Krankenversicherung herangezogen werden.

Für den Fall, dass Krankenkassen ihren Finanzbedarf nicht decken können, dürfen sie zusätzlich zum einheitlichen Beitragssatz einen prozentualen Zusatzbeitragssatz von ihren Mitgliedern erheben.

Die Audi BKK erhebt ab dem 01.01.2017 weiterhin nur einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,7 Prozent.

Für die Berechnung der Beiträge ohne Krankengeldanspruch gilt grundsätzlich der ermäßigte Beitragssatz in Höhe von 14,0 Prozent. Entscheiden Sie sich für eine freiwillige Versicherung mit Anspruch auf Krankengeld beträgt der Beitragssatz 14,6 Prozent. Der Zusatzbeitrag von 0,7 Prozent ist hier jeweils noch hinzuzufügen, so dass 14,7 Prozent oder mit Anspruch auf Krankengeld 15,3 Prozent zur Berechnung der Krankenversicherung herangezogen werden. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt 2,55 Prozent bzw. 2,80 Prozent (inklusive des Kinderlosenzuschlages in Höhe von 0,25 Prozent). 

Grundlagen für die Beitragsberechnung bzw. Beitragseinstufung

Als freiwillig versicherter Selbstständiger oder freiberuflich Tätiger sind Beiträge grundsätzlich von allen Einnahmen, die Sie zum Lebensunterhalt verbrauchen oder verbrauchen könnten, zu zahlen. Einnahmen zum Lebensunterhalt können zum Beispiel ein steuerrechtlicher Gewinn aus Ihrer Selbstständigkeit, Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sein. Bitte beachten Sie, dass eine Aufrechnung positiver Einnahmen mit negativen Einnahmen aus unterschiedlichen Einnahmearten nicht möglich ist.  

Die Mindestbemessungsgrenze für Beiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung wurde auf monatlich 2.231,25 Euro (2017) festgelegt. Dieser Betrag ist der Beitragsberechnung mindestens zu Grunde zu legen, selbst wenn die tatsächlichen Einkünfte niedriger sind. Überschreiten Ihre monatlichen Einnahmen diese Mindestbeitragsbemessungsgrenze, berechnen wir die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus Ihren tatsächlichen Einnahmen, maximal bis zur Höchstbeitragsbemessungsgrenze (2017: 4.350,00 Euro). Sind die tatsächlichen Einkünfte höher, so werden Beiträge maximal von diesem Betrag berechnet.

Ausnahme: Bei der Beitragsberechnung für Existenzgründer, die einen Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit erhalten, wurde vom Gesetzgeber für die Dauer des Zuschusses die Mindestbemessungsgrenze für das Jahr 2017 auf 1.487,50 Euro festgesetzt. 

Beitragseinstufung

Die Beitragseinstufung erfolgt grundsätzlich auf Basis Ihres Einkommenssteuerbescheides. Mögliche Beitragssenkungen werden ab dem nächsten Ersten des Monats berücksichtigt, der der Vorlage des Bescheides folgt. Mögliche Beitragserhöhungen werden ab dem nächsten Ersten des Monats, der der Ausstellung des Bescheides folgt, berücksichtigt. Um größere Nachzahlungen von vornherein zu vermeiden, reichen Sie bitte jeden neuen Steuerbescheid unverzüglich in Kopie bei uns ein.

Für Existenzgründer erfolgt die erste Beitragseinstufung vorläufig und mittels Schätzung. Nach der Vorlage des ersten Steuerbescheides nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit wird die Beitragsfestsetzung rückwirkend korrigiert. Beachten Sie also bitte, dass Sie Beiträge nachzahlen müssen, wenn Sie Ihre Einnahmen zu gering geschätzt haben. Haben Sie Ihre Einnahmen zu hoch geschätzt, erstatten wir Ihnen natürlich zu viel gezahlte Beiträge. Diese Beitragseinstufung bleibt dann bis zur Vorlage des nächsten Steuerbescheides maßgebend.

Bei­trags­er­mä­ßi­gung bei geringen Einnahmen

Liegen Ihre Einnahmen unter der Mindestbemessungsgrenze von 2.231,25 Euro, kann die Audi BKK Ihre Beiträge unter bestimmten Voraussetzungen weiter ermäßigen. Eine mögliche Beitragsermäßigung orientiert sich dabei immer an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der sogenannten Bedarfsgemeinschaft. Zu einer Bedarfsgemeinschaft zählen neben Ihnen als Mitglied der Audi BKK auch Ihr Ehegatte bzw. Ihr Partner in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft oder einer eheähnlichen Gemeinschaft.

Für die Prüfung, ob wir Ihre Beiträge weiter ermäßigen können, berücksichtigen wir alle Einnahmen der Bedarfsgemeinschaft, die zum Lebensunterhalt verbraucht werden können. Das sind beispielsweise Arbeitsentgelt (Gehalt und Einmalzahlungen), Beamtenbezüge, Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit, Renten (auch ausländische) und Versorgungsbezüge, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Erträge aus Kapitalvermögen oder Arbeitslosengeld. Bitte weisen Sie Ihre Einnahmen durch Vorlage des letzten vollständigen Einkommensteuerbescheides nach. Auch für Ihren Partner benötigen wir entsprechende Nachweise, zum Beispiel eine Verdienstbescheinigung. Sollten Kinder in Ihrem Haushalt leben, für die grundsätzlich ein Anspruch auf Familienversicherung besteht (bzw. bestehen würde, wenn der Partner gesetzlich krankenversichert wäre), können Sie die Einnahmen der Bedarfsgemeinschaft um einen Freibetrag von 595,00 Euro pro Kind kürzen.

Von den so ermittelten Einnahmen, mindestens jedoch von 1.487,50 Euro, wird Ihr Beitrag nach dem üblichen Verfahren berechnet. Eine mögliche Beitragsermäßigung kann ab dem Folgemonat der Prüfung umgesetzt werden. Sobald Ihnen ein neuer Steuerbescheid vorliegt, spätestens jedoch nach zwölf Monaten, prüfen wir, ob wir Ihre Beiträge weiterhin ermäßigen können.

Ist Ihr Ehe- oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz nicht gesetzlich krankenversichert, werden auch seine Einnahmen berücksichtigt. Nur in diesem Fall kann für familienversicherte Kinder monatlich ein Freibetrag von 595,00 Euro abgezogen werden. Übersteigt das Einkommen des anderen Elternteils die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 57.600 Euro und kann das Kind daher nicht familienversichert sein, beträgt der Freibetrag 991,67 Euro.

Von vornherein ausgeschlossen ist eine Beitragsermäßigung jedoch, wenn die Hälfte der Einnahmen der Bedarfsgemeinschaft 2.231,25 Euro oder mehr beträgt oder wenn Ihre Bedarfsgemeinschaft steuerpflichtige Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Einkünfte (positive oder negative) aus Vermietung oder Verpachtung erzielt. Weitere Ausschlusstatbestände liegen vor, wenn Sie einen Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld von der Agentur für Arbeit erhalten oder Ihr Vermögen bzw. das Ihres Partners 11.900 Euro übersteigt. Zum Vermögen zählen dabei alle verwertbaren Vermögensgegenstände mit ihrem Verkehrswert, wie zum Beispiel Bankguthaben und Aktien. Nicht angerechnet werden etwa der Wert einer selbstgenutzten Wohnung oder Altersvorsorgevermögen, sofern es den Wert von 59.500,00 Euro nicht übersteigt.

Versicherungsnachweis: elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Die eGK ist Ihre personalisierte Krankenversichertenkarte. Auf der eGK sind die sogenannten Versichertenstammdaten (Name, Anschrift, Geburtsdatum, etc.) gespeichert. Auf Basis dieser Daten kann der behandelnde Arzt bzw. Leistungserbringer die erbrachten Leistungen mit der Audi BKK abrechnen.

Alle Informationen zur eGK finden Sie hier.

Mitglied werden

Die Beitrittserklärung können Sie einfach online ausfüllen oder hier herunterladen. Füllen Sie bitte alle Felder aus und lassen uns das unterschriebene Formular, inkl. Kündigungsabschnitt  zukommen.

Weitere Information zu den Leistungen der Audi BKK finden Sie hier!

Die Kündigung der bisherigen Krankenkasse ist jederzeit zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich (Bindefrist 18 Monate beachten).

Dazu ein Beispiel:
Kündigung der bisherigen Krankenkasse:      15. April
Ablauf des übernächsten Kalendermonats:    30. Juni
Versicherung bei der Audi BKK:                    01. Juli

Sonderkündigungsrecht

Mitgliedern einer Krankenkasse wird ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, wenn die Krankenkasse erstmalig – mithin ab dem 01.01.2015 - einen Zusatzbeitrag erhebt oder den Zusatzbeitragssatz erhöht. Die Kündigung der Mitgliedschaft kann in diesen Fällen bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den der Zusatzbeitrag erstmals erhoben oder für den der Zusatzbeitragssatz erhöht wird.

Die Krankenkasse hat spätestens einen Monat vor Ablauf des Monats, für den der Zusatzbeitrag erstmals erhoben oder für den der Zusatzbeitragssatz erhöht wird, ihre Mitglieder in einem gesonderten Schreiben auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen.

Die 18 monatige Bindungsfrist ist hier nicht zu berücksichtigen, lediglich bei bestimmten Wahltarifen ist diese einzuhalten.

Die Kündigung wird wirksam, wenn das Mitglied innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse durch eine Mitgliedsbescheinigung nachweist. Für diesen Bearbeitungszeitraum muss das Mitglied den von der Kasse erhobenen Zusatzbeitrag bezahlen.

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