Vorbereitung: So gelingt der Einstieg.

Vor den ersten Schritten stehen noch einige Fragen: Was sollten Läufer bei der Kleidung beachten? Welche Schuhe sind die richtigen? Was passiert mit den Gelenken und gibt es eigentlich eine Altersbeschränkung für das Laufen? Und wie fängt man eigentlich an?

Der passende Schuh.
Während des Laufens leisten die Fußgelenke Schwerstarbeit: Bei jedem Schritt müssen sie das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichts ­abfangen. Das richtige Maß an Dämpfung hilft, den Unterschied zwischen Teer und einem ­Naturboden auszugleichen. Gehen Sie ins Sportgeschäft und lassen Sie sich beraten! Ein paar Laufschritte, und Sie spüren selbst, ob ­ein Schuh bequem sitzt. Oft ist der teuerste Laufschuh nicht der beste für Sie. Spezielle Ein­lagen benötigt ein gesunder Läufer nicht. Sinnvoll werden sie bei Erkrankungen des ­Bewegungsapparats, wenn die körpereigenen Dämpfsysteme teilweise nicht mehr normal funktionieren. Falls Sie Fußbeschwerden
haben, sollten Sie vor Beginn des Trainings einen Orthopäden oder Sportmediziner um Rat fragen.

Wie oft trainieren?
Tägliches Training ist nur etwas für Leistungssportler. Für alle anderen gilt: Anfangs reichen zweimal die Woche 15 bis 20 Minuten. Anfänger werden nach etwa 72 Trainingsstunden erste Effekte bemerken. Der Körper hat sich dann an die neuen Belastungen gewöhnt und ist fit für die nächste Steigerung: dreimal die Woche zu trainieren. Auch Wiedereinsteiger sollten das Trainingspensum gemächlich ­anziehen. Nach einer längeren Laufpause muss das Herz erst wieder stärker werden und die Zellkraftwerke in den Muskeln müssen wieder mehr Energie erzeugen.

Schadet Laufen den Gelenken?
Nein. Es sorgt im Gegenteil nachweislich für eine bessere Durchblutung der Gelenke und regt die Produktion von Gelenkschmiere an. Wer beim Laufen über Schmerzen in den Gelenken klagt, hat entweder krankhafte Vorschäden oder ist sofort mit „kalten“ Gelenken losgelaufen.

Gesundheitscheck: 
Wer krank ist oder bereits Vorschäden hat, sollte mit seinem Arzt klären, ob Laufen ­in Frage kommt. In jedem Fall ist für alle Laufanfänger und Wiedereinsteiger ab 35 Jahren eine EKG-Aufzeichnung sinnvoll. Und: Erkältungskrankheiten bitte unbedingt auskurieren, bevor Sie mit dem Laufen starten.

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Sanfte Alternative:
Nordic Walking

So gesund Laufen auch ist – für jeden kommt es nicht in Frage. Haben Sie früher kaum oder gar keinen Sport getrieben, leiden Sie unter Übergewicht oder Bluthochdruck oder haben Sie Gelenkbeschwerden? Dann ist Nordic Walking eine gute Alternative:

  • Der Stockeinsatz entlastet den Bewegungsapparat.
  • Das Herz-Kreislauf-System kommt schonender in Schwung.
  • Die körperliche Belastung ist geringer.
  • Es werden (trotzdem) ordentlich Kalorien verbraucht.


Übrigens:
Nordic Walking ist auch ein toller Ausgleichssport für Läufer, da durch den ­Einsatz der Stöcke der gesamte Ober­körper einschließlich der Rückenmuskulatur trainiert wird.