Das Audi BKK Corona Leistungspaket

Corona: Diese Krise ist eine große Herausforderung. Fest steht auch: Krisen bewältigt man am besten gemeinsam. Wir stehen an der Seite unserer Versicherten und leisten unseren Beitrag, um das Leben ein wenig zu erleichtern. Dazu haben wir für einige unserer Leistungen nutzerfreundliche Regelungen geschaffen für die teilweise unterschiedliche Termine bzw. Befristungen gelten.

Fragen und Antworten zur COVID-19-Impfung
Informationen zur Kostenübernahme für Fahrten zum Impfzentrum

Sofern die Impfung gegen das Coronavirus nicht durch ein mobiles Impfteam, oder vergleichbare mobile Maßnahmen, sichergestellt werden kann, können Krankenkassen die Fahrkosten für das medizinisch notwendige Transportmittel für anspruchsberechtigte Versicherte zum Impfzentrum übernehmen.

Eine Fahrt zu einem Impfzentrum kommt einer Fahrt zu einer ambulanten Behandlung gleich. Wenn bisher schon grundsätzlich ein Anspruch auf Übernahme der Fahrkosten zur ambulanten Behandlung besteht, gilt dies auch für die Fahrt zum Impfzentrum.

Anspruchsberechtigt sind demnach Versicherte, die schwerbehindert oder pflegebedürftig sind (Merkzeichen aG, Bl oder H bzw. mit Pflegegrad 4 oder 5 bzw. Pflegegrad 3 mit einer dauerhaften Mobilitätseinschränkung).

Sollte ein Taxi oder ein höherwertiges Transportmittel erforderlich sein, bedarf es zum Nachweis eine Verordnung einer Krankenbeförderung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes („Muster 4“).  
Eine gesonderte Genehmigung durch die Audi BKK ist in den genannten Fällen grundsätzlich nicht erforderlich.

Corona-Tests

Zunächst ist zu klären, welche Art von Test durchgeführt werden soll. Hier gibt es drei Varianten, den PCR-Test, den Antigen-Schnelltest und den Selbsttest.

PCR Test: Sofern Ihr Arzt den Test durchführt übernimmt die Audi BKK die Kosten – für Versicherte entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die Abrechnung erfolgt über die Versichertenkarte.

Schnelltest: Bürgerinnen und Bürger haben mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest einschließlich einer Bescheinigung über das Testergebnis in einem von dem jeweiligen Land oder der jeweiligen Kommune betriebenen Testzentrum, bei von dem jeweiligen Land oder der jeweiligen Kommune beauftragten Dritten oder bei niedergelassenen Ärzten. Die Kosten für den Schnelltest werden vom Bund getragen und können an folgenden Orten in Anspruch genommen werden:

  • Zuständige Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren
  • Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, medizinische Labore, Rettungs- und Hilfsorganisationen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren
  • Sanitätshäuser, Drogerien
    Die Vorlage der Krankenversichertenkarte ist hier nicht erforderlich.

Selbsttest: Die Kosten für Selbsttests können von der Krankenkasse nicht erstattet werden.

Fragen und Antworten zu Schnell- und Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2 (Bundesministerium für Gesundheit)


Übernimmt die Audi BKK die Kosten für den Test wenn ich aus dem Ausland zurückkomme?

Die Regelungen hierzu entnehmen Sie bitte den Bestimmungen des Robert-Koch-Institutes sowie der Information der Bundesregierung zur Testpflicht bei Reisrückkehrern.

 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Ich bin krank und kann nicht arbeiten. Wegen der Ansteckungsgefahr möchte ich während der Corona-Pandemie aber auch nicht persönlich zum Hausarzt. Kann ich eine Krankmeldung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz AU) auf anderem Wege erhalten?
 

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Corona-Sonderregeln für die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegsinfekten nochmals um weitere zwei Monate bis einschließlich 31. Mai 2022 verlängert. Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können damit weiterhin telefonisch für bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.
Unabhängig von der Corona-Sonderregelung gilt, dass Versicherte im Rahmen einer Videosprechstunde eine Krankschreibung erhalten können.

 

AHA+L

Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen und regelmäßig lüften. Die AHA+L Formel gehört zu unserem Alltag in Zeiten von Corona. Wir informieren, was es zu beachten gilt.

Abstand halten:
Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird über virushaltige Tröpfchen oder Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne) übertragen. Diese werden vor allem beim Husten und Niesen versprüht, aber auch beim Atmen, Sprechen, Lachen oder Singen freigesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, mit virushaltigen Tröpfchen und Aerosolen in Kontakt zu kommen, ist insbesondere im Umkreis von ein bis zwei Metern um eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person erhöht. Abstand halten reduziert daher das Risiko, sich und andere anzustecken. Achten Sie daher im öffentlichen Raum auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen – das gilt besonders in Innenräumen, aber auch im Freien. Wenn Sie den Abstand nicht sicher einhalten können, sollten Sie zudem eine Maske tragen.
 
Wenn Sie andere Menschen begrüßen oder verabschieden, verzichten Sie auf Händeschütteln oder Umarmungen.
 
Hygiene:
Achten Sie auf Hygiene beim Husten und Niesen: Husten oder niesen Sie in ein Taschentuch und wenden Sie sich dabei von anderen ab. Einmaltaschentücher sollten Sie anschließend in einem Mülleimer entsorgen, Stofftaschentücher bei 60 ° C waschen. Ist kein Taschentuch griffbereit, halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase.
 
Händewaschen reduziert generell das Infektionsrisiko. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife, insbesondere wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten, vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, vor und nach dem Kontakt mit Erkrankten sowie nach Möglichkeit vor dem Anlegen und nach dem Ablegen einer Maske.
 
Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten: Halten Sie die Hände unter fließendes Wasser. Seifen Sie dann die Hände rundherum ein. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein und lassen Sie sich hierfür 20 bis 30 Sekunden Zeit. Spülen Sie die Hände anschließend ab. Trocknen Sie die Hände sorgfältig.
 
Vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Nase oder Augen zu berühren. Denn die Hände können Krankheitserreger übertragen, die nach Kontakt mit Oberflächen und Gegenständen daran haften können.   
 
Alltagsmaske:
Alle Informationen zu Regelungen rund um Masken, finden Sie hier. Bitte beachten Sie jeweils die regionalen Regelungen, die von den bundeseinheitlichen Vorgaben abweichen können.
 
Lüften:
Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne) sind ein möglicher Übertragungsweg des Coronavirus SARS-CoV-2. Vor allem in Innenräumen, die schlecht belüftet sind, ist das Risiko einer Übertragung durch Aerosole erhöht.
Lüften Sie Wohnräume mehrmals täglich. Halten Sie sich mit anderen in geschlossenen Räumen auf, sollten Sie auch während des Treffens regelmäßig und gründlich lüften. Wenn eine Person im Raum hustet oder niest, sollten Sie am besten sofort lüften.

Das Lüften sollte durch Stoßlüftung über weit geöffnete Fenster über mehrere Minuten erfolgen. Als Faustregel empfiehlt das Umweltbundesamt das Stoßlüften für im Schnitt 10 bis 15 Minuten, wobei im Sommer etwa 20 Minuten gelüftet werden sollte, während im Winter bei großen Temperaturunterschieden auch schon fünf Minuten ausreichend sein können.

Corona-Warn-App
Logo Corona Warn-App

Mit bundesweit rund 43 Millionen Downloads schon heute auf vielen Smartphones mit dabei: die Corona-Warn-App. 

Sie dokumentiert die digitale Begegnung zweier Smartphones und informiert Sie umgehend bei Kontakt mit einer Coronapositiv getesteten Person – unverzichtbar für eine zügige Nachverfolgung und
Unterbrechung von Infektionsketten. 

Hier können Sie die App für iOS und Android herunterladen:

Die digitale Hebammenberatung

Ich bin schwanger. Meine Vertragshebamme darf aktuell keine Hausbesuche machen.  Gibt es für mich andere Wege der Beratung?

Als Schwangere oder frischgebackene Mutter müssen Sie nicht auf persönliche Zuwendung und Hilfe von freiberuflichen Vertragshebammen verzichten. Bis 31. Dezember 2021 können Sie verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgreifen. Neben kurzen Beratungen per Telefon sind längere Gespräche in einer persönlichen Atmosphäre möglich. So sind Sie in dieser außerordentlichen Situation weiter gut versorgt. Und auch freiberufliche Vertragshebammen profitieren: Mögliche Verdienstausfälle werden auf diesem Weg minimiert. Die zuletzt bis 31.03.2022 befristete Übergangsvereinbarung wird fortgeführt, so dass darüber hinaus Videobetreuungen durch Vertragshebammen sowie Kurse über andere Kommunikationskanäle (z.B. Onlinekurse) bis 30.06.2022 weiterhin möglich sind.

Sie finden keine Vertragshebamme in Ihrer Region, die Sie betreuen kann? 

Dann können die Hebammen des Audi BKK-Kooperationspartners Kinderheldin GmbH Ihnen weiterhelfen. Fordern Sie einfach den Gutschein-Code telefonisch unter 0841 887-887 oder per E-Mail an info(at)audibkk.de an.

Der Geburtsvorbereitungs- oder Rückbildungskurs wurde abgesagt?

Kein Problem! Nehmen Sie einfach an einem Online-Kurs der Kinderheldin GmbH teil. Ausgebildete Hebammen leiten die Kurse live und beantworten Ihre Fragen. Melden Sie sich unter www.kinderheldin.de/kurse an. Selbstverständlich übernimmt die Audi BKK die Kosten. 

Was sollten Schwangere und stillende Mütter in der Corona-Pandemie beachten? 

Gerne beantworten Ihnen die Ärzte der Kinderheldin GmbH montags bis freitags von 14 bis 16 Uhr Ihre Fragen unter 030-629340330 oder www.kinderheldin.de

Online-Kurse

Mit unseren neuen Online-Kursen zu verschiedenen Gesundheitsthemen können Sie Ihr Training ganz flexibel in Ihren Alltag einbinden.

Ausgewählte Online-Kurse sind für Sie kostenfrei. Voraussetzung: regelmäßige Teilnahme (80 Prozent der Kurstermine) und sofern nicht bereits zwei Kurse oder die Gesundheitswoche im laufenden Kalenderjahr bezuschusst wurden.

Weitere Informationen und wie Sie teilnehmen können erfahren Sie hier.

Rauchstopp lohnt gerade jetzt.

Haben Raucher ein höheres Risiko an Covid-19 zu erkranken?

Laut dem Robert-Koch-Institut gehören Raucher zu den Risikogruppen für schwere Verläufe von COVID-19. Wissenschaftler raten nun mit dem Rauchen aufzuhören, denn dazu sei es nie zu spät. Wer es jetzt schafft, kann das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf nach einer Coronainfektion senken.

Ein erster Schritt aus der Sucht ist für viele der Umstieg auf die E-Zigarette, bei der aromatisierte und/oder nikotinhaltige Flüssigkeiten (Liquids) beim Ziehen am Mundstück vernebelt und als Aerosol inhaliert werden. Ausstiegswillige können den Nikotinzusatz im Liquid nach und nach reduzieren. Doch die E-Zigarette gilt keineswegs als unbedenklich, da der Lunge noch immer schädliche Substanzen zugeführt werden. 

Wer sicher gehen will, hört ganz auf.

Die Audi BKK unterstützt Aufhörwillige dabei, sich von ihrer Nikotinsucht zu befreien – zum Beispiel mit qualitätsgeprüften Online-Nichtraucherkursen. Bei regelmäßiger Teilnahme, erstattet die Audi BKK bis zu 100 Prozent der Kursgebühren, maximal 90 Euro pro Kurs. Eine Übersicht aller bezuschussungsfähigen Präventionskurse gibt es in der Kursdatenbank der „Zentralen Prüfstelle Prävention“ unter Nichtraucher-Kurse.

Endlich Nichtraucher bleiben.

Nichtraucher werden ist schwer. Es dann auch zu bleiben, oft noch schwerer. Zu widerstehen fällt leichter mit der neuen Audi BKK App „StartStop-Rauchfrei“. Diese App zeigt genau an, wie schon wenige Minuten nach dem Rauchstopp die Gesundheit und auch der Geldbeutel vom Nichtrauchen profitieren. Jetzt die App „StartStop-Rauchfrei“ herunterladen!

Mehr Informationen finden Sie in der Gesundheitsbroschüre „Rauchfrei sein – Ein Gewinn fürs Leben.“

Kinderkrankengeld

Kinderkrankengeld: Erweiterter Anspruch im Jahr 2022

Der Gesetzgeber hatte das 4. Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite am 22.04.2021 beschlossen und im Bundesgesetzblatt verkündet. Damit kam es zu einer weiteren Ausweitung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld gemäß § 45 Abs. 2a SGB V, die mit dem 31.12.2021 ausläuft.

Anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite wurde am 23.11.2021 das Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze im Bundesgesetzblatt mit dem 22.11.2021 veröffentlicht.

Die Regelungen zum Kinderkrankengeld des Jahres 2021 werden damit weitestgehend auch im Kalenderjahr 2022 fortgeführt. Danach besteht auch im Jahr 2022 für jedes Kind ein Anspruch auf Kinderkrankengeld längstens für 30 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte längstens für 60 Arbeitstage. Bei mehreren Kindern besteht der Anspruch für Versicherte für nicht mehr als 65 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte für nicht mehr als 130 Arbeitstage (s.§ 45 Abs. 2a Satz 1 und 2 SGB V).

Daneben besteht ein Anspruch auf Kinderkrankengeld bis zum 23.09.2022, wenn ein Kind aus pandemiebedingten Gründen zu Hause betreut werden muss, weil durch die zuständige Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen (z.B. Kita) oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen geschlossen werden, deren Betreten untersagt wird, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung eingeschränkt wird, oder das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung eine dieser Einrichtungen nicht besucht (s. § 45 Abs. 2a Satz 3 SGB V).
 

Wer hat Anspruch?

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und deren versichertes Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Es müssen also sowohl der Antragsteller als auch das Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein, ob das Kind allerdings familienversichert ist oder aufgrund einer anderen Vorschrift ein eigenes Versicherungsverhältnis begründet, das keinen Anspruch auf Krankengeld beinhalten muss (z.B. Waisenrentenbezieher), ist unerheblich. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, auch über das 12. Lebensjahr hinaus. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Privatversicherte und beihilfeberechtigte Eltern müssen ihren Anspruch nach §56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) geltend machen.
 

Wie viele Krankentage stehen den Familien zu?

Aufgrund des Infektionsschutzgesetz besteht auch im Jahr 2022 für jedes Kind ein Anspruch auf Kinderkrankengeld längstens für 30 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte längstens für 60 Arbeitstage. Bei mehreren Kindern besteht der Anspruch für Versicherte für nicht mehr als 65 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte für nicht mehr als 130 Arbeitstage (s.§ 45 Abs. 2a Satz 1 und 2 SGB V).

Des Weiteren besteht ein Anspruch bis zum 23.09.2022, wenn ein Kind aus pandemiebedingten Gründen zu Hause betreut werden muss, weil durch die zuständige Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen (z.B. Kita) oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen geschlossen werden, deren Betreten untersagt wird, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung eingeschränkt wird, oder das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung eine dieser Einrichtungen nicht besucht (s. § 45 Abs. 2a Satz 3 SGB V).
 

Darf der komplette Anspruch für Schul-/Kitaschließungen verwendet werden?

Ja. Die 30 oder auch 60 Tage können sowohl für die Betreuung eines kranken Kindes verwendet werden als auch für die Betreuung, weil die Schule oder Kita geschlossen, die Präsenzpflicht aufgehoben oder der Zugang eingeschränkt wurde.
 

Müssen Schule oder Kita komplett geschlossen sein?

Nein, auch wenn die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben, der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde oder nur die Klasse oder Gruppe nicht in die Schule oder Kita gehen kann, haben Eltern Anspruch.
 

Was gilt, wenn die Eltern neben der Kinderbetreuung im Home-Office arbeiten könnten?

Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob die geschuldete Arbeitsleistung nicht auch grundsätzlich im Home-Office erbracht werden könnte.
 

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

Wie bisher beträgt das Kinderkrankengeld bis zu 90 Prozent des entfallenen Nettoarbeitslohns. Es gibt eine Höchstgrenze für das Kinderkrankengeld. Sie liegt bei 112,88 Euro (Jahr 2022) pro Tag.
 

Wie und wo wird das Geld beantragt?

Eltern beantragen das Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse und weisen auf geeignete Weise nach, dass die Einrichtung geschlossen ist oder nicht besucht wird.

Aufgrund der aktuellen Situation im Rahmen des Lockdown wollen wir so unbürokratisch wie möglich unseren Kunden weiterhelfen.
Daher verzichten wir bis auf Weiteres auf den Nachweis der Kita oder Schule zur pandemiebedingten Schließung. Ihre Bestätigung auf dem Antrag ist als geeigneter Nachweis für den Grund der Betreuung des Kindes ausreichend.

Den Antrag erhalten Sie hier: "Audi BKK Antrag Kinderkrankengeld"

 

Besteht parallel Anspruch auf Lohnersatzleistungen nach §56 des Infektionsschutzgesetzes?

Nein, wenn ein Elternteil Kinderkrankengeld beansprucht, ruht in dieser Zeit für beide Elternteile der Anspruch nach §56 des Infektionsschutzgesetzes.

Ambulante Versorgung

Während der Coronapandemie wurden mehr Möglichkeiten zur ärztlichen und psychotherapeutischen Konsultation per Telefon geschaffen. Auch ein postalischer Versand von bestimmten Verordnungen und Überweisungsscheinen ist möglich, um persönliche Kontakte zu reduzieren (gilt bis 31.03.2022). Die ärztliche Verordnung von bestimmten Leistungen ist nach telefonischer Anamnese möglich z.B. für Heilmittel und Krankenbeförderung (gilt bis 31.03.2022). Weitere Sonderregelungen bei den ärztlich veranlassten Leistungen finden Sie in der entsprechenden Rubrik.

Antrag auf Pflegeleistungen

Wird mein Antrag auf Pflegeleistungen auch ohne persönliche Begutachtung meines kranken Familienangehörigen weiterbearbeitet?

Bei Anträgen auf Pflegeleistungen werden die Gutachten über den vorhandenen Pflegegrad je nach Inzidenz in den jeweiligen Landkreisen entweder durch eine persönliche Begutachtung unter Beachtung aller hygienischen Standards oder durch ein strukturiertes Telefoninterview durchgeführt.

Arzneimittelverordnung / Rabattarzneimittel

In Zeiten von Social Distancing bleibe ich möglichst zu Hause. Mein Medikament ist in der Apotheke aber nicht vorrätig. Muss ich erneut herkommen oder kann ich vor Ort ein Austauschpräparat bekommen?

Um die sozialen Kontakte beim Apothekenbesuch auf ein Minimum zu beschränken, hat die Audi BKK ihre Abgaberegeln für Medikamente kurzfristig gelockert. Ab sofort können Sie problemlos auf Austauschpräparate ausweichen, sollte das Rabattarzneimittel im Bedarfsfall nicht sofort in der Apotheke vorrätig sein. Das erspart Ihnen einen erneuten Gang in die Apotheke und mindert so das Infektionsrisiko für alle Beteiligten. Die Regelung gilt voraussichtlich bis 31.05.2022.

Fahr- und Transportkosten

Die vorherige Genehmigung bei Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an COVID-19-Erkrankten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, entfiel zum Ende der epidemischen Lage am 25.11.2021 und wurde letztmalig noch einmal bis 31.03.2022 verlängert.

Die Verordnung von Krankentransporten und Krankenfahrten nach telefonischer Anamnese ist ebenfalls nur noch bis einschließlich 31.03.2022 möglich.

Gesundheitswoche

Ich habe eine Gesundheitswoche gebucht. Findet sie statt? 

Bitte setzen Sie sich direkt mit dem jeweiligen Haus in Verbindung, in dem die Gesundheitswoche gebucht wurde.

Heilmittel

Was muss ich beachten wenn ich eine Verordnung zur Physiotherapie, Ergotherapie oder einer anderen Form der Heilmitteltherapie ausgestellt bekomme?

Bei ärztlich und zahnärztlich verordneten Heilmittelbehandlungen wie der Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährungstherapie, Podologie und der Stimm-, Sprach- und Schlucktherapie wurden aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie folgende Änderungen beschlossen:

  • Folgeverordnungen dürfen bis 31.03.2022 auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden, wenn eine ärztliche Untersuchung bereits zuvor erfolgt ist.
  • Zusendung der Verordnung ist per Post bis 31.03.2022 möglich.
  • Heilmittel-Verordnungen bleiben auch dann bis 31.05.2022 gültig, wenn es zu einer Leistungsunterbrechung von mehr als 14 Tagen kommt.
  • Verlängerung der Fristen im Rahmen des Entlassmanagements: Krankenhausärztinnen und -ärzte können, nicht nur für eine Dauer von bis zu 7 Tagen, sondern nunmehr bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus Heilmittel verordnen. Die Sonderregelung zum Entlassmanagement gilt bis 31.05.2022.
  • Eine Videobehandlung ist bei einigen Behandlungen mit Zustimmung der Patientin oder des Patienten bis 31.03.2022 möglich, sofern die Behandlung aus therapeutischer Sicht aktuell nur in diesem Rahmen durchgeführt werden kann.
Soziotherapie

Was gilt es bei Verordnungen von Soziotherapie zu beachten (befristet bis zum 31.03.2022)?

  • Soziotherapie kann unter bestimmten Voraussetzungen – mit Einwilligung der Patientin oder des Patienten – auch als Videobehandlung stattfinden.
  • Die Frist zur Vorlage von Verordnungen bei der Krankenkasse wurde von 3 Tage auf 10 Tage verlängert.

Befristet, solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat, längstens bis zum 25.11.2021 gilt:

  • Krankenhausärztinnen und -ärzte können im Rahmen des sogenannten Entlassmanagements Soziotherapie nicht nur für eine Dauer von bis zu 7 Tagen, sondern bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus verordnen.
  • Dies gilt insbesondere auch dann, wenn das zusätzliche Aufsuchen einer Arztpraxis vermieden werden soll.
Psychotherapie

Welche Änderungen gibt es bei Leistungen rund um meine Psychotherapie?

Aufgrund des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 wurden einige Anpassungen in der Psychotherapie-Vereinbarung vorgenommen. Dies betrifft u.a. die Möglichkeit per Videokonferenz auch an Psychotherapeutischen Sprechstunden und probatorischen Sitzungen (auch im Gruppensetting) teilzunehmen sowie die unbürokratische Umwandlung von Gruppentherapien in Einzeltherapien.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
 

UV-Schutz bei Wegeunfall: Auch von sog. drittem Ort.

Insbesondere in Pandemiezeiten gibt es mitunter triftige Gründe, vorübergehend nicht in der Familienwohnung zu wohnen, sondern sich beispielsweise bis zum Ende einer Quarantäne oder Erkrankung von Familienmitgliedern bei Freunden oder Verwandten aufzuhalten und von dort aus den Arbeitsweg anzutreten. Auch auf diesem Arbeitsweg besteht Schutz in der gesetzlichen Unfallversicherung.

In zwei Urteilen vom 30.01.2020 hatte das BSG entschieden, dass für die Bewertung des Schutzes in der gesetzlichen Unfallversicherung im Fall der Wegeunfälle von einem sog. dritten Ort keine einschränkenden Kriterien mehr gelten. Ein dritter Ort liegt dann vor, wenn der Arbeitsweg nicht von der Wohnung aus angetreten wird, sondern von einem anderen Ort, oder wenn der Arbeitsweg nicht an der Wohnung, sondern an einem anderen Ort endet. Erfasst sind z.B. die Wohnung von Freunden, Partnern oder Verwandten.

Das BSG hat in seinen Urteilen ausdrücklich klargestellt, dass es für den Versicherungsschutz insbesondere weder auf den Zweck des Aufenthaltes an dem dritten Ort noch auf einen Angemessenheitsvergleich mit der üblichen Weglänge und Fahrzeit des Arbeitsweges ankommt. Denn diese Kriterien sind im dafür maßgeblichen Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) nicht genannt und würden ansonsten zu ungerechten Ergebnissen führen. So ist es z.B. unerheblich, wenn an Stelle des üblichen Arbeitsweges von 5 km eine Strecke von 200 km zurückgelegt wird. Es ist auch nicht hinderlich, wenn der Aufenthalt am dritten Ort rein privaten Zwecken dient. Entscheidend ist, ob der Weg unmittelbar zum Zweck der Aufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. unmittelbar nach deren Beendigung zurückgelegt wird.

Bislang war die Rechtsprechung zu dieser Frage teilweise uneinheitlich. Die Urteile des BSG beinhalten dagegen eine deutliche Klarstellung zur rechtlichen Bewertung von Wegeunfällen als Arbeitsunfälle und erweitern für die Betroffenen den Versicherungsschutz.

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben in Umsetzung dieser Urteile unter anderem in anhängigen Gerichtsverfahren Vergleiche zugunsten der Betroffenen geschlossen.

Quelle: Pressemitteilung des LSG München Nr. 2/2021 v. 08.04.2021

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder

Für mein Kind steht eine Vorsorgeuntersuchung an. Kann ich diese nachholen?

Zur Entlastung der Kinderarztpraxen und der Infektionsrisiken können Eltern von Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren weiterhin bis 31.03.2022 die Vorsorgeuntersuchungen U6 bis U9 auch außerhalb der vorgesehenen Untersuchungszeiträume und Toleranzgrenzen in Anspruch nehmen.

Für die Untersuchung U1 bis U5 gelten keine Ausnahmen, denn in den ersten 6 Lebensmonaten ist eine engmaschige ärztliche Betreuung der Kinder und Eltern wegen Auffälligkeiten in der Säuglingsentwicklung medizinisch erforderlich.

Die Abrechnung erfolgt wie gewohnt über die elektronische Gesundheitskarte.

Für die Kindervorsorgeuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 und U9 sind die Untersuchungszeiträume und Toleranzgrenzen beim Alter der Kinder bis 25.11.2021 ausgesetzt.
Sie können die für Ihr Kind wichtige Untersuchung also auf einen späteren Zeitraum verschieben.

Ab dem 25.11.2021 gibt es eine Nachfrist von drei Monaten (25.02.2022), innerhalb dieser Frist können Kindervorsorgeuntersuchungen nachgeholt werden. Die Abrechnung erfolgt wie gewohnt über die elektronische Gesundheitskarte.

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