Pressemeldung:

Die Audi BKK engagiert sich in der RSA-Allianz

Berlin, 03. März 2016 – Vorstellung der RSA Allianz in Berlin: Mehr Fairness im Gesundheitswesen durch Optimierung des Morbi-RSA – Wegfall der EMR-Zuweisung als Einstieg in eine Reform des Finanzausgleichs

Heute hat die RSA Allianz, ein aus 12 Krankenkassen bestehendes kassenartenübergreifendes Bündnis, das sich im Interesse eines fairen Finanzierungssystems des Gesundheitswesens zusammengeschlossen hat, in der Bundespressekonferenz Reformvorschläge für eine Verbesserung der Finanzierung des Gesundheitssystems präsentiert. Aus den drei Kassenarten IKKn, Ersatzkassen und BKKn stellten die Vorstände Wolfgang Schnaase, BKK Mobil Oil, Dr. Christoph Straub, BARMER GEK und Peter Kaetsch, BIG direkt gesund, die Allianz und ihre Ziele vor.


Wolfgang Schnaase, Vorstand der BKK Mobil Oil und Sprecher der RSA Allianz, erläuterte zur
Motivation, diese zu gründen:
„Der RSA Allianz ist es ein dringendes Bedürfnis, Schwachstellen im bestehenden
Finanzierungssystem zu benennen, Fehlanreize aber eben auch vorhandene Potentiale und
Gestaltungsmöglichkeiten zu identifizieren und der Politik diesen Handlungsbedarf
aufzuzeigen. Die Allianzmitglieder sehen im Morbi-RSA grundsätzlich ein seit sieben Jahren
bewährtes Finanzierungsinstrument, es bedarf aber konkreter Reformschritte, um die
ursprünglichen Ziele – Verteilungsgerechtigkeit und Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs
– zu erreichen.“


Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, beschreibt die Schwachstellen
des Finanzierungssystems:
„Es bestehen weiterhin Schwachstellen im Morbi-RSA, die zu Wettbewerbsverzerrungen unter
den gesetzlichen Krankenkassen führen. Im Ergebnis stellen wir eine extrem unterschiedliche
Entwicklung der Rücklagen der Kassen fest. Zudem zeichnet sich bereits heute eine deutliche
Spreizung der individuellen Zusatzbeitragssätze der Kassen ab, die bei weitem nicht allein
durch die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Kassen begründet ist. Damit die Verwerfungen sich
nicht fortsetzen und womöglich die Stabilität des Systems und damit die hohe Qualität der
medizinischen Versorgung gefährden, fordert die RSA Allianz weitere Reformschritte beim
Morbi-RSA.“


Im konstruktiven Dialog und auf Basis einer unabhängigen wissenschaftlichen Begleitforschung
geht es darum, konkrete Reformschritte anzustoßen und mit zu gestalten.
Dazu hat die Allianz das IGES Institut mit der Erstellung von Gutachten beauftragt.


Prof. Dr. Gerd Glaeske, Universität Bremen, und Dr. Karsten Neumann, IGES Institut, stellten
ein im Auftrag der RSA Allianz erstelltes Gutachten vor, welches sich mit Surrogaten
(Hilfsgrößen zur Berechnung der Zuweisung aus dem RSA) – hier insbesondere die
Berücksichtigung von EMR (Erwerbsminderungsrenten) – wissenschaftlich auseinandergesetzt
hat:
„Ein Verzicht auf den Surrogatparameter EMR würde zu einer Erhöhung der Chancengleichheit
führen. Im Gutachten konnte nachgewiesen werden, dass die Zuweisungsgenauigkeit dadurch
nicht beeinträchtigt, also die bedarfsgerechte Zuweisung für Versicherte mit einer EMR
weiterhin sichergestellt wäre, das System aber einfacher und verzerrungsfreier würde.“


Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund, weist daraufhin, dass dieser
Reformschritt als Einstieg in eine umfassende Reform zu sehen ist:
„Das heute vorgestellte Gutachten und die Empfehlung, auf die Hilfsgröße EMR zu verzichten,
zeigt eine konkrete Möglichkeit auf, mit der Reform des Morbi-RSA im Interesse eines fairen
und gerechten Wettbewerbs zu beginnen. Diese Forderung wird nun in den nächsten Tagen und
Wochen intensiv mit BMG und Politik diskutiert werden und wird als Einstieg in eine umfassende
Reform des Morbi-RSA gesehen. Hier werden die Themen Hochrisikopool zum Ausgleich
von Hochkostenfällen sowie die Berücksichtigung regional unterschiedlicher Kostensituationen
zu klären sein.“


Das IGES Gutachten steht Ihnen auf der Homepage der Allianz unter www.rsa-allianz.de
ebenso zur Verfügung wie Fotos der Pressekonferenz.

Kontakt

Ein Mann im Anzug

Philipp Drinkut
Pressesprecher

Telefon +49 (5361) 848 21 15
Telefax +49 (5361) 848 22 21 15

Zuhören ist unsere stärkste Leistung.