Gib Cybermobbing keine Chance – sprich drüber!

Ingolstadt, 15. Oktober 2020 – Spott, Häme oder gar Bedrohungen unter Jugendlichen sind nicht neu. Mit der zunehmenden Digitalisierung hat sich allerdings das Medium verändert: Wurden Konflikte früher von Angesicht zu Angesicht ausgetragen, werden diese heutzutage verstärkt über die neuen Medien kommuniziert. Mit der Folge, das Betroffene den Diffamierungen nicht mehr ausweichen können und ihr Leid noch erheblich verstärkt wird. Daher startet die Audi BKK eine Kampagne gegen Cybermobbing, mit einer Aufklärungsplattform im Internet, Ratgeber für Eltern und Podcasts, um Schülern, Lehrern und Eltern Hilfe anzubieten.

Cybermobbing Kampagne

Laut der aktuellen JIM Studie 2019 gab jeder fünfte Jugendliche (2019: 21 Prozent, 2018: 19 Prozent) an, dass über ihn falsche oder beleidigende Inhalte per Smartphone oder generell online verbreitet wurden. Jeder Dritte erklärte, dass er jemanden kenne, der schon einmal im Internet oder über das Handy fertig gemacht wurde. Demnach sind rund 500.000 Jugendliche in Deutschland direkt betroffen. Noch dazu erfahren Opfer nicht immer, was im Internet über sie verbreitet wird und zugleich sind die verletzenden Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Die Aufklärungskampagne der Audi BKK richtet sich daher vor allem an Schüler, Lehrkräfte und Eltern. Als ersten Anlaufpunkt stellt die Kasse auf einer Website unter www.sprichdrüber.de Videos, Podcasts, einen Selbsteinschätzungstest sowie zahlreiche Hilfsangebote vor. Für Eltern und Lehrer bietet die Audi BKK online Seminare an, bei denen das Erkennen der teilweise sehr unterschiedlichen Formen des Cybermobbings und konkrete Hilfestellungen im Vordergrund stehen. Darüber hinaus sind Aktionen an interessierten Schulen geplant.

Da Cybermobbing über die digitalen Medien stattfindet, wird die Kampagne der Audi BKK hauptsächlich online in den Sozialen Medien platziert. Im September 2020 startete eine vierteilige Podcast-Reihe zu folgenden Themen: 

1. Was ist Cybermobbing und welche Arten gibt es?
Wie kann man erkennen, dass jemand gemobbt wird? Welche Rolle sollten Eltern/Lehrer spielen? Wieso ist Cybermobbing noch schwieriger zu kontrollieren, als klassisches Mobbing?

2. Was mache ich, wenn ich Opfer von Cybermobbing werde oder es schon bin?
Bei wem ist es am einfachsten, ihn anzusprechen und über die Situation zu informieren? (Angst nehmen, Täter vor Eltern und Lehrern zu „verpetzen“ und ggf. eine Verschlimmerung der Situation hervorzurufen.) Alternativen zu Eltern, Lehrern und Freunden aufzeigen: Hilfe-Center, wie bspw. Digitale Helden oder Lovestorm. Was kann ich machen, wenn ich merke, dass einer meiner Mitschüler gemobbt wird, ohne selbst Opfer zu werden? Warum wird jemand zum Mobber?

3. Wie erkenne ich, dass mein Kind gemobbt wird? 
Wie kann ich ihm helfen und die Situation gezielt entschärfen? Was sollte ich vielleicht vermeiden? Wie kann ich mich am besten in mein Kind hineinversetzen und es so noch besser verstehen? Welche Möglichkeiten zu Unterstützung gibt es, an die ich mich wenden kann? Was mache ich im Extremfall (Beispiel: Schulwechsel als einzige Lösung)?

4. Wie kann ich die Aufklärung in den Klassen angehen?
Wie erkenne ich, dass ein Schüler gemobbt wird, auch außerhalb des Unterrichts? Wie helfe ich dem Opfer? Wie gehe ich mit dem Täter um (evtl. hat dieser Probleme und kompensiert das durch sein handeln)? Wie reagiere ich in Extremfällen? Wie sensibilisiere ich die Eltern dafür?

Erreichbar über www.audibkk.de/podcasts

Darüber hinaus findet am 27. Oktober 2020 um 19 Uhr ein kostenloses Online-Seminar für Eltern, Lehrer und Interessierte statt. In rund eineinhalb Stunden wird Vera Borngässer, Diplom-Medienberaterin und Diplom-Sozialarbeiterin, darüber informieren, wie Kinder und Jugendlich besser vor Cybermobbing geschützt werden können. Im interaktiv gestalteten Format ist ausreichend Zeit für Austausch und Rückfragen eingeplant.

Kontakt

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Philipp Drinkut
Pressesprecher

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Telefax +49 (5361) 848 22 21 15