Jubiläumsfeier der Audi BKK

125 Jahre Höhen und Tiefen – Rückblick auf die Geschichte mit 130 geladenen Gästen.

Neckarsulm, 28. Juni 2019 - Am 27. Juni 2019 lud die Audi BKK zur Jubiläumsfeier zum Gründungsort nach Neckarsulm ein. Im Audi Forum begrüßte am Abend Alois Huber 130 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen zum Festakt.

In seiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrates begleitet er die Audi BKK schon seit vielen Jahren und eröffnete den Festakt: „Ich fühle mich besonders geehrt, den heutigen Abend eröffnen zu dürfen. Das ist etwas ganz Besonderes.

Die Audi BKK ist mir sehr ans Herz gewachsen. Durch ihre starke Verbundenheit zur  AUDI AG, Volkswagen, MAN und vielen  weiteren Unternehmen ist sie erster Ansprechpartner, wenn es sich um die gesundheitlichen Belange der Belegschaft handelt.

Unsere Unternehmen profitieren von ihrer langjährigen Expertise.  Gemeinsam haben wir richtungsweisende Gesundheitsprojekte und Aktivitäten zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement umgesetzt, Gesundheitsnetzwerke aufgebaut und innovative Versorgungskonzepte verfügbar gemacht.“, berichtet Huber.

Gerhard Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Audi BKK, ließ in seiner Rede 125 Jahre Revue passieren. Welche Höhen und Tiefen, wie der Börsencrash 1929 oder auch der zweite Weltkrieg, die Audi BKK bewegt und verändert haben.

An welchen Herausforderungen die Audi BKK wachsen musste, um jetzt dort zu sein, wo sie ist: die wachstumsstärkste Betriebskrankenkasse in Deutschland: „ Wenn ich mir vorstelle, dass die Audi BKK mit gerade einmal 60 Mitgliedern 1894 gegründet wurde und wir heute über 700.000 Kunden versichern, ist das eine enorme Leistung.

Durch sehr gute Leistungen im Wettbewerbsvergleich sowie einem stets attraktiven Beitragssatz hat sich die Audi BKK im Markt etabliert und gewinnt jedes Jahr zahlreiche Neukunden hinzu. Seit 125 Jahren ist die Audi BKK unter den verbliebenen 109 gesetzlichen Krankenkassen eine „Wachstumskasse“, die die Bedürfnisse ihrer Kunden kennt und dabei ihren Gründungsgedanken nie aus den Augen verliert: das Leben ihrer Kunden gesünder zu gestalten.“, so Gerhard Fuchs in seiner Rede.

Auch Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrates der Volkswagen AG, ging auf die positive Entwicklung der Audi BKK ein: „Die Gesundheitspartnerschaft der Audi BKK mit VW ist ein voller Erfolg. Fast 70.000 Kolleginnen und Kollegen von VW sind hier schon versichert, und jeden Tag werden es mehr.

Meine Kolleginnen und Kollegen in Wolfsburg, Emden, Braunschweig und den anderen Standorten können aufgrund der Gesundheitspartnerschaft und den Projekten besser und gesünder leben, weil die Audi BKK uns dabei hilft.“

Auch der örtliche Oberbürgermeister Steffen Hertwig, Wendelin Göbel, Mitglied des Vorstands der AUDI AG, Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrates der AUDI AG in Neckarsulm sowie Peter Mosch, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der AUDI AG, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der AUDI AG, gratulierten der Audi BKK in ihren Reden zum Jubiläum und sind sich sicher: 

Die Audi BKK wird ihren Wachstumskurs weiter fortführen und sich den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich stellen.

Rolf Klotz, Alois Huber, Gerhard Fuchs, Wendelin Göbel, Bernd Osterloh und Steffen Hertwig.

V.l.n.r.: Rolf Klotz, Alois Huber, Gerhard Fuchs, Wendelin Göbel, Bernd Osterloh und Steffen Hertwig.

Wie alles begann

Vor 125 Jahren brachte die Dampfmaschine die Massenproduktion in Fahrt und die Dampflokomotive die Waren auf die Schiene. Und statt in einer Pferde- fuhren die Menschen mit einem Mal in einer Motorkutsche. Maschinen ersetzten Mensch und Tier – das industrielle Zeitalter veränderte das Kräfteverhältnis. Fabriken wurden gegründet und die Infrastruktur wandelte sich in ungeahnter Geschwindigkeit. 

In diesen turbulenten Gründungszeiten ließ sich in Neckarsulm  im Jahr 1880 ein neuer Betrieb nieder: die Neckarsulmer Strickmaschinen Fabrik. Das Unternehmen lag voll im Trend, denn ein paar Jahre später produzierte man dort außer Strickmaschinen moderne Fahrräder. Der Verkauf lief prächtig und die Firma expandierte. Mehr Beschäftigte bedeutete mehr Verantwortung. Daher ersuchte die Firmenleitung das Königliche Oberamt Neckarsulm um die Genehmigung für eine Fabrikkrankenkasse. 1894 - die Geburtsstunde der Audi BKK.

Möglich machte das Reichskanzler Otto von Bismarck, der nur ein Jahr zuvor das „Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“ erließ. Von da an waren Industriearbeiter und Beschäftigte in Handwerks- und Gewerbebetrieben krankenversichert. Und das war dringend nötig, denn die Beschäftigten arbeiteten oft bis zu 70 und mehr Stunden pro Woche und sahen sich zunehmend dem Risiko von Krankheiten und Unfällen ausgesetzt. 

Mit 60 Mitgliedern gründete sich im Jahr 1894 die Krankenkasse der Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik. Im Jahr 1905 fingen die Neckarsulmer-Fahrradwerke, wie sich die einstige Strickmaschinen-Fabrik mittlerweile nannte, auch mit der Produktion von Autos an – diesen blieben die Neckarsulmer fortan treu. Ihre Fabrikkrankenkasse wurde im Jahr 1914 zur „Betriebskrankenkasse NSU Motorenwerke AG“ und 1972 zur „Audi NSU Betriebskrankenasse“. 1990 war ein besonderes Jahr in der Geschichte der heutigen Audi BKK, denn zum einen erfolgte die erneute Umbenennung der Krankenkasse in Neckarsulm in „Audi Betriebskrankenkasse Neckarsulm“ und zugleich wurde in Ingolstadt die „Audi Betriebskrankenkasse Ingolstadt“ gegründet.

Nun bestanden an zwei starken Produktionsstandorten der AUDI AG eigene Betriebskrankenkassen für die Beschäftigten des Autobauers. Durch eine Gesetzesänderung konnten sich Mitte der 90er Jahre Krankenkassen öffnen. Die Audi BKK nutzte 1999 diese Möglichkeit und öffnete sich für alle Beschäftigten in Baden-Württemberg und Bayern. Mit großem Erfolg: Innerhalb von nur zwei Jahren wuchs sie um 70.000 Versicherte. Ein Jahr später schlossen sich die beide Standorte zur „Audi Betriebskrankenkasse“ mit Sitz in Ingolstadt zusammen. Der gute Ruf der Krankenkasse und die regionale Ausrichtung überzeugten.

In den darauffolgenden zehn Jahren wurden mit Singen, Augsburg, Neumarkt und Neuburg vier weitere Kernregionen erschlossen. Innerhalb von zehn Jahren wuchs die Audi BKK von 119.000 Versicherten im Jahr 2000 auf 259.000 Versicherte Anfang 2010. 

Im gleichen Jahr fusionierte die Audi BKK mit der BKK FTE. Sie etablierte sich als starker Partner im betrieblichen Gesundheitsmanagement im gesamten Volkswagen Konzern. 16 weitere Standorte kamen durch die Fusion hinzu, sodass die Krankenkasse bundesweit an 22 Standorten vertreten war. Die Versichertenzahl wuchs um 100.000 auf 359.000 Versicherte an.

2012 folgte die Fusion mit der BKK MAN und MTU.  Die Audi BKK wuchs damit um weitere 63.000 Versicherte und stärkte noch einmal ihre Wettbewerbsposition und die regionale Präsenz. 

Heute betreuen über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 37 Auszubildende an insgesamt 28 Standorten mehr als 700.000 Versicherte. Die Zahlen und die Entwicklung sprechen für sich und für eine starke Gemeinschaft sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Audi BKK in all den Jahren. Inzwischen belegt die Betriebskrankenkasse Platz 19 von 109 im Größenranking der gesetzlichen Krankenkassen.

Als traditionsreiches Dienstleistungsunternehmen mit 125 Jahren Geschichte nutzt die Audi BKK ihre Erfahrungen zum Vorteil der Kunden und Partner. Für den persönlichen Service, das Leistungsangebot und den niedrigen Beitragssatz wurde die Krankenkasse mehrfach ausgezeichnet. Dank des einzigartigen Teamgeistes und der großen Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit ist es der Betriebskrankenkasse gelungen, ihre Stärken stets für die Gesundheit der Menschen einzusetzen. 

Weitere Infos erhalten Sie im Jubiläumsbuch unter www.audibkk.de/125Jahre

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Philipp Drinkut
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