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Elektronische Gesundheitskarte

Online-Test

Voraussichtlich ab 2017 kommt die nächste Stufe der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. In zwei großen Testregionen (Nordwest: Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie Südost: Bayern und Sachsen) beginnt der Online-Test.

Neben der Bereitstellung der Telematikinfrastruktur (TI) und der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) wurden von den Spitzenverbänden der Leistungserbringer und der Kostenträger zunächst folgende Anwendungen beschlossen, die sich zurzeit in der Vorbereitungsphase befinden. Die Einführung erfolgt dabei in zwei Stufen:

Als erstes erfolgt voraussichtlich ab 2017 im Rahmen des Online-Tests die Prüfung und Aktualisierung der Versichertenstammdaten. Dadurch wird es möglich sein, die auf der Gesundheitskarte gespeicherten Versichertendaten wie Name, Anschrift und Versichertenstatus durch das Einlesen der Karte in der Arztpraxis mit den administrativen Daten der Krankenkasse online abzugleichen. Damit entfällt der teure Kartenaustausch, wenn beispielsweise ein Versicherter umzieht.

In der nächsten Ausbaustufe sollen auf Wunsch des Versicherten auch Notfalldaten – etwa über Vorerkrankungen, Allergien und Arzneimittelunverträglichkeiten – auf der Karte gespeichert werden können.

Die Speicherung von Verwaltungsdaten wie Name und Adresse usw. ist für alle Versicherten verpflichtend. Alle darüber hinausgehenden medizinischen Informationen werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Versicherten gespeichert. Die Daten werden durch eine PIN geschützt. Der Versicherte bleibt somit „Herr über seine persönlichen Gesundheitsdaten“.