Weihnachtsgewürze von A-Z

Nachfolgend möchten wir Ihnen typische Gewürze der Weihnachtszeit vorstellen. Diese schmecken nicht nur lecker, sondern haben auch noch jede Menge weitere positive Eigenschaften auf die Gesundheit.

 

 

Anis

Dieses Gewürz aus dem Mittelmeerraum ist vor allem in der Weihnachtszeit beliebt und typisch für Aachener Printen oder Nürnberger Lebkuchen. Anis wirkt positiv bei Blasen- und Magenleiden und regt die Verdauung an. Der enthaltene Wirkstoff Anethol hat eine entzündungshemmende, antibakterielle, antioxidative, schleimlösende und entkrampfende Wirkung und ist zudem nachweislich magenberuhigend.

Gewürznelken

Das Aroma von Nelken wirkt im wahrsten Sinne des Wortes betäubend. Nelkenöl gilt als stärkster Radikalfänger unter den Gewürzen, wirkt antibakteriell, antiviral und antiseptisch. Schon seit langem wird Nelkenöl als Heilmittel bei entzündlichen Insektenstichen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet.

Ingwer

Man möchte es nicht glauben aber bereits im Mittelalter war Ingwer hierzulande eine feste Größe in der Küche. Die typische Schärfe des Ingwers verliert mit zunehmender Lagerung an Intensität. Ingwer enthält viele wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Die Sekretproduktion von Magen und Gallenblase wird angeregt und die Magenschleimhaut geschützt.

Kardamom

In Deutschland ist Kardamom unentbehrlich für Lebkuchen. Aber auch in England für Ginger Bread und in Skandinavien für Pfefferkuchen wird Kardamom verwendet. Das Gewürz stärkt Körper und Geist, besitzt krampflösende Eigenschaften, regt die Produktion von Magen- und Gallensäften an und schützt die Magenschleimhaut. Zudem wirkt Kardamom ähnlich konzentrationsfördernd wie Koffein.

Koriander

Dieses sehr alte Gewürz wurde bereits 9000 v. Chr. von steinzeitlichen Höhlenbewohnern kultiviert. Früher wurde Koriander von Apothekern vor allem als Mittel bei Husten und kräftigem Aufstoßen empfohlen. Heute hat sich Koriander im deutschsprachigen Raum zu einem der beliebtesten Brot- und Lebkuchengewürze entwickelt. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken bakterienhemmend und antioxidativ. Koriander fördert die Produktion von Verdauungsenzymen, unterstützt die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse und wirkt blutzuckersenkend.

Muskatnuss

Im botanischen Sinne ist die Muskatnuss keine Nuss sondern der Samenkern der pfirsichartigen Frucht des immergrünen Muskatnussbaums. Muskatnuss wirkt vor allem im Magen-Darm-Bereich antibakteriell, entzündungshemmend und entkrampfend. Vorsicht: In großen Mengen ist Muskatnuss giftig. Empfohlene Tagesmenge: nicht mehr als drei Gramm.

Piment

Nachdem Christoph Kolumbus die Früchte des Pimentbaumes mit denen des Pfeffers verwechselt hatte bekam dieses Gewürz seinen Namen welche sich von Pimienta (span. Pfeffer) ableitet. Piment ist reich an Kalium, Kalzium, Mangan, Magnesium und Eisen. Zudem enthält es Vitamine A und E sowie einige Vitamine der B-Gruppe. Piment wirkt ähnlich wie Gewürznelken und ist in der Volksmedizin Süd- und Mittelamerikas als Magentonikum bekannt.

Zimt

Zimt war früher vor allem den Mächtigen und Reichen vorbehalten. Heutzutage ist Zimt das Weihnachtsgewürz schlechthin. Je nach Zimtsorte  sind ätherische Öle und Gerbstoffe in unterschiedlicher Zusammensetzung enthalten. Das Öl des Ceylon-Zimt wirkt hier am stärksten antibakteriell und weist sogar antivirale Eigenschaften auf. Es ist darüber hinaus antimykotisch, fördert die Produktion von Verdauungsenzymen und enthält Stoffe die den Blutzucker- und Blutfettspiegel senken.

Quelle: Schubeck A. (2010): Meine Küche der Gewürze, 9. Auflage, Verlag Zabert Sandmann, München 2010.

 

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