Kinderkrankengeld

Husten, Schnupfen, Fieber, Magen-Darm – besonders in den ersten Jahren sind Kinder häufig krank. Für berufstätige Eltern bedeutet das einen Spagat zwischen Job und Familie. 

Damit Sie sich zu 100 Prozent auf die Betreuung Ihrer Kleinen konzentrieren können, unterstützen wir Sie mit dem Kinderkrankengeld. So haben Sie keine größeren finanziellen Einbußen, solange das Gehalt Ihres Arbeitgebers oder Ihrer Arbeitgeberin ausbleibt.

Auf einen Blick

  • Anspruch auf Freistellung von der Arbeit und Kinderkrankengeld – bis zu 10 Arbeitstage pro Kind, Kalenderjahr und Elternteil (20 Tage für Alleinerziehende)
  • 25 Tage Höchstanspruch bei mehreren Kindern (50 Tage für Alleinerziehende)
  • Kinderkrankengeld in Höhe von 90 Prozent Ihres Nettoverdienstes (2022: max. 112,88 Euro pro Tag/ 2023: max. 116,38 Euro pro Tag)
  • Beitragsfreie Leistung im Rahmen Ihrer Krankenversicherung
  • Sonderregelung 2023 aufgrund der Corona-Pandemie

Kinderkrankengeld – Ihr Kind steht an erster Stelle

Für die Betreuung eines kranken Kindes bleibt meist ein Elternteil zuhause. Denn jetzt brauchen die Kleinen besonders viel Fürsorge. Dafür können sich gesetzlich versicherte Beschäftigte von der Arbeit freistellen lassen und Kinderkrankengeld in Anspruch nehmen. Der Lohnausfall wird damit ausgeglichen.

Als Nachweis gilt eine ärztliche Bescheinigung, der sogenannte Kinderkrankenschein. Das Kinderkrankengeld kann bis zum 12. Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Kinderkrankengeld

Welche Voraussetzungen gelten für das Kinderkrankengeld?
  • Sie sind berufstätig, gesetzlich versichert und haben selbst Anspruch auf Krankengeld.
  • Ihr Kind ist gesetzlich versichert.
  • Sie haben eine Bescheinigung vom Arzt oder der Ärztin, dass Ihr Kind aufgrund einer Krankheit betreut und gepflegt werden muss. Diese Bescheinigung ist bei einer pandemiebedingten Betreuung nicht notwendig.
  • Ihr Kind ist noch nicht zwölf Jahre alt. Die Altersgrenze gilt nicht, wenn Ihr Kind behindert und auf Hilfe angewiesen ist.
  • Es gibt in Ihrem Haushalt keine andere Person, die Ihr Kind pflegen, betreuen oder beaufsichtigen kann.
Wie hoch ist mein Kinderkrankengeld?
  • Die Audi BKK zahlt Ihnen bis zu 90 Prozent Ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts (bis zur Beitragsbemessungsgrenze). Bei Einmalzahlungen, wie z.B. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, in den letzten zwölf Kalendermonaten vor dem Krankenbezug sind es sogar 100 Prozent.
  • Die Höchstgrenze für das Kinderkrankengeld liegt bei 112,88 Euro (Jahr 2022) pro Tag / 116,38 Euro (Jahr 2023) pro Tag.
  • Damit für Sie in der Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung keine Nachteile entstehen, werden aus dem ermittelten Kinderkrankengeld die Beiträge abgezogen. Natürlich nur dann, wenn für Sie Versicherungspflicht in der jeweiligen Versicherung besteht.
  • Hinweis: Während Sie Kinderkrankengeld beziehen, sind sie bei uns beitragsfrei krankenversichert.
Wie beantrage ich Kinderkrankengeld?

Schritt 1: Ihr Kind ist erkrankt. Sie gehen mit ihm zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin. Hier teilen Sie mit, dass Sie berufstätig sind.

Schritt 2: Sie erhalten eine Bescheinigung von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin über die Erkrankung Ihres Kindes und die Notwendigkeit einer Versorgung, dabei handelt es sich um das Attest „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“.

Schritt 3: Sie legen Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgeberin eine Kopie des Attests vor. Zudem reichen Sie die Bescheinigung und den Antrag auf Kinderkrankengeld bei uns ein. 

Schritt 4: Von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgeberin erhalten wir alle nötigen Informationen zur Berechnung Ihres Kinderkrankengeldes. Benötigen wir zusätzliche Informationen, kommen wir auf Sie zu.

Schritt 5: Wir überweisen Ihnen das Kinderkrankengeld auf Ihr Konto.

Muss Ihr Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden, können Sie die Leistung direkt bei Ihrer Audi BKK beantragen. Sie brauchen keine Bescheinigung vom Arzt oder der Ärztin. Den Antrag aufgrund der pandemiebedingten Betreuung können Sie hier direkt herunterladen.

(Siehe auch weitere Sonderregelungen aufgrund der Corona-Pandemie.)

Welche Sonderregelungen gibt es 2023 rund um Corona?

Schon in den vergangenen beiden Jahren wurde der Anspruch aufgrund der Corona-Pandemie erweitert. Das gilt auch weiterhin, aktuell bis zum 07.04.2023.

  • Der Anspruch erhöht sich auf 30 Tage Kinderkrankengeld pro Elternteil,Kalenderjahr und Kind. Elternteile mit mehr als zwei Kindern haben einen Anspruch von maximal 65 Tagen.
  • Alleinerziehende erhalten pro Kalenderjahr und Kind 60 Tage. (bei mehr als zwei Kindern, maximal 130 Tage).

Das heißt, Eltern können 2023 auch Kinderkrankengeld beantragen, wenn ihr Kind nicht erkrankt ist, jedoch folgende Voraussetzungen vorliegen und das Kind zu Hause betreut werden muss:

  • Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen: Wenn die Schule, die Kindertagesstätte oder der Kindergarten beziehungsweise die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen sind.
  • Homeschooling: Wenn die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt ist, beziehungsweise der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.
  • Quarantäne: Wenn die Einrichtung aufgrund des Infektionsschutzes nicht betreten werden darf. Zum Beispiel bei Quarantäne ihres Kindes.
  • Aufforderung zur Betreuung: Sie als Eltern dazu aufgefordert sind, Ihr Kind zu Hause zu betreuen.

Den Antrag aufgrund der pandemiebedingten Betreuung können Sie hier direkt herunterladen.

Was muss ich bei der Steuererklärung vorlegen?
  • Wenn Sie Kinderkrankengeld erhalten haben, müssen Sie dies auch in Ihrer Steuererklärung belegen. Wir übermitteln dem Finanzamt automatisch bis zum 28.02. des Folgejahres die Höhe und die Zeiträume Ihres Kinderkrankengeldbezugs. 
  • Die Finanzamtsbescheinigung senden wir Ihnen kurz nach der Übermittlung per Post zu. Heben Sie die Bescheinigung für Ihre Steuererklärung gut auf.
Was ist, wenn mein Kind privat versichert ist?

Sollte Ihr Kind privat versichert sein, ist der Bezug von Kinderkrankengeld nicht möglich. Auch nicht, wenn das betreuende Elternteil gesetzlich krankenversichert ist.

Kann ich meinen Anspruch auf Kinderkrankengeld auch an den anderen Elternteil übertragen?

Ist der Anspruch auf Kinderkrankengeld erschöpft, kann der noch vorhandene Anspruch des anderen Elternteils übertragen werden. Die Übertragung des Anspruchs eines Lebensgefährten, der nicht die Elterneigenschaft besitzt, ist nicht möglich.

Voraussetzung ist, dass die Krankenkassen der Elternteile und der Arbeitgeber desjenigen, der von der Arbeit freigestellt wird, der Übertragung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld zustimmen.

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