Kinderkrankengeld

Sie können nicht zur Arbeit gehen, weil Ihr Kind krank ist und Sie es pflegen müssen? Mit der Audi BKK kein Problem: Mit unserem Kinderpflegekrankengeld sind Sie auch in diesem Fall bestens abgesichert.

Kinderkrankengeld - Ihr Anspruch auf einen Blick

  • Als Eltern haben Sie je Kalenderjahr und Elternteil Anspruch auf Freistellung von der Arbeit sowie auf den Erhalt von Kinderkrankengeld von bis zu 10 Arbeitstagen pro Kind. Alleinerziehende Eltern haben Anspruch auf bis zu 20 Arbeitstage je Kalenderjahr pro Kind
  • Der Höchstanspruch bei mehreren Kindern liegt bei 25 Arbeitstagen bzw. für Alleinerziehende 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr
  • Entsprechend der gesetzlichen Regelung erhalten Sie Kinderkrankengeld in Höhe von 90 Prozent Ihres Nettoverdienstes. Es gibt eine Höchstgrenze für das Kinderkrankengeld. Sie liegt bei 112,88 Euro (Jahr 2022) pro Tag.
  • Diese Leistung ist selbstverständlich beitragsfrei in der Krankenversicherung enthalten

Im Detail

Die Audi BKK zahlt im Falle der Erkrankung eines Kindes Kinderpflegekrankengeld unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie als Elternteil sind mit Anspruch auf Krankengeld bei der Audi BKK versichert
  • Ihr Kind ist gesetzlich versichert
  • Ihr Kind ist jünger als 12 Jahre bzw. behindert und auf Hilfe angewiesen
  • Ihr behandelnder (Kinder-) Arzt bescheinigt, dass Ihr erkranktes Kind beaufsichtigt, betreut oder gepflegt werden muss
  • In Ihrem Haushalt lebt keine weitere Person, die an Ihrer Stelle die Betreuung übernehmen könnte
    Sie sind berufstätig und erhalten in der Zeit, während Sie Ihr Kind pflegen, kein Arbeitsentgelt
Höhe des Kran­ken­geldes

Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent, bei Einmalzahlungen in den letzten 12 Monaten 100 Prozent des ausfallenden beitragspflichtigen Nettoarbeitsentgelts. Sie können bis zu 112,88 Euro (Jahr 2022) kalendertäglich erhalten. Einmalzahlungen können zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld sein.

Da auch für Kinderkrankengeld Sozialversicherungsbeiträge fällig werden, bringen wir diese direkt in Abzug und führen sie zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ab. Natürlich nur dann, wenn für Sie Versicherungspflicht in der jeweiligen Versicherung besteht.

Übrigens: Beiträge zur Krankenversicherung fallen für die Zeit des Bezugs von Kinderpflegekrankengeld nicht an. In dieser Zeit ist Ihre Krankenversicherung beitragsfrei.

Anspruchsdauer

Sowohl als Mutter als auch als Vater können Sie Kinderkrankengeld je Kalenderjahr für bis zu 10 Arbeitstage pro Kind in Anspruch nehmen. Für Alleinerziehende erhöht sich dieser Anspruch entsprechend auf 20 Arbeitstage. Ihr Höchstanspruch bei mehreren Kindern beträgt 25 Arbeitstage bzw. für Alleinerziehende 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr.

Während der Kinderkrankengeldzahlung besteht ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung, Ihr Arbeitgeber wird Sie daher für diese Zeit beurlauben.

Übertragung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld auf den anderen Elternteil

Ist der Anspruch auf Kinderkrankengeld erschöpft, kann der noch vorhandene Anspruch des anderen Elternteils übertragen werden. Die Übertragung des Anspruchs eines Lebensgefährten, der nicht die Elterneigenschaft besitzt, ist nicht möglich.

Voraussetzung ist, dass die Krankenkassen der Elternteile und der Arbeitgeber desjenigen, der von der Arbeit freigestellt wird, der Übertragung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld zustimmen.

Verlängerung des Kinderkrankengeldanspruchs sowie Ausweitung auf Anspruchsfälle einer pandemiebedingten Betreuung

Kinderkrankengeld: Erweiterter Anspruch auch im Jahr 2023

Der Anspruch auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld sowie die verlängerten Anspruchstage für das Kinderkrankengeld wurden durch den Gesetzgeber erneut verlängert.

Durch das Gesetz zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung und insbesondere vulnerable Personengruppen vor COVID-19 vom 16.09.2022 wurden die Regelungen zur Erweiterung der Anspruchstage für das Kinderkrankengeld aus dem Jahr 2022 auch für das Jahr 2023 fortgeführt. Damit kann auch im Jahr 2023 jeder gesetzlich versicherte Elternteil pro Kind 30 Tage Kinderkrankengeld beantragen, bei mehreren Kindern insgesamt maximal 65 Tage. Für Alleinerziehende besteht ein Anspruch auf 60 Tage pro Kind, bei mehreren Kindern sind es maximal 130 Tage.

Der Anspruch auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld besteht über den 23.09.2022 hinaus bis zum Ablauf des 07.04.2023. Dieser Anspruch gilt für die Fälle, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.

Wer hat Anspruch?

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und deren versichertes Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Es müssen also sowohl der Antragsteller als auch das Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein, ob das Kind allerdings familienversichert ist oder aufgrund einer anderen Vorschrift ein eigenes Versicherungsverhältnis begründet, das keinen Anspruch auf Krankengeld beinhalten muss (z.B. Waisenrentenbezieher), ist unerheblich. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, auch über das 12. Lebensjahr hinaus. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Privatversicherte und beihilfeberechtigte Eltern müssen ihren Anspruch nach §56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) geltend machen.

Entschädigungsansprüche nach Infektionsschutzgesetz ruhen

Für die Dauer der Zahlung des Kinderkrankengeldes nach § 45 Abs. 1 SGB V in Verbindung mit § 45 Abs. 2a Satz 3 SGB V ruht für beide Elternteile der Entschädigungsanspruch nach § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz (IfSG). Regelung bis einschließlich 23.09.2022. Der Deutsche Bundestag stellt derzeit keine epidemische Lage von nationaler Tragweite fest, daher endet der Anspruch auf Entschädigungsleistungen nach § 56 Abs. 1a IfSG mit Ablauf des 23.09.2022.

Inkrafttreten und Außerkrafttreten

Das Gesetz zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung und insbesondere vulnerable Personengruppen vor COVID-19 vom 16.09.2022 wurde mit Zustimmung des Bundesrates durch den Bundestag beschlossen.

Inanspruchnahme

Bitte sprechen Sie uns bei einer voraussichtlichen Anspruchsübertragung an, grundsätzlich gilt jedoch:

Die Krankenkasse des Arbeitnehmers, dessen Arbeitgeber einer weiteren Freistellung zustimmt, berechnet und zahlt das Krankengeld an ihren Versicherten auf der Grundlage seines Arbeitsentgelts aus und führt die damit in Zusammenhang stehenden Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung ab. Die Krankenkasse des anderen Elternteils bestätigt zuvor der auszahlenden Krankenkasse den Grundanspruch und die Dauer des Anspruchs auf Kinderkrankengeld.

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