Warum sie wichtig ist und wie die Audi BKK Sie unterstützt
Kleines Vitamin mit großer Wirkung: Folsäure, in natürlichen Lebensmitteln auch Folat genannt, ist in der Schwangerschaft entscheidend für die Gesundheit Ihres Babys. Sie steuert nämlich die Entwicklung des embryonalen Nervensystems, genauer, des Neuralrohrs, also der Struktur, aus der später Gehirn und Rückenmark entstehen. Weil die Ernährung den Folsäurebedarf nicht immer decken kann, sollten Frauen deshalb schon bei bestehendem Kinderwunsch mit der Einnahme von Folsäure starten und während der nächsten Monate weiterführen. Weil wir als Audi BKK Ihrem Baby einen gesunden Start ins Leben ermöglichen wollen, unterstützen wir Sie dabei.
Deshalb ist Folsäure in der Schwangerschaft unverzichtbar
Das B-Vitamin Folsäure ist äußerst wichtig in jeder Schwangerschaft. Es steuert Zellteilung und DNA-Synthese und damit die grundlegenden Prozesse, die für das Wachstum Ihres Kindes sorgen. Besonders wichtig ist Folsäure für das Neuralrohr, die Anlage von Gehirn und Rückenmark Ihres Kindes.
Das Neuralrohr schließt sich zwischen dem 22. und 28. Tag der Embryonalentwicklung. Das entspricht der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt ist vielen Frauen noch gar nicht bewusst, dass sie schwanger sind.
Ein Folsäuremangel in dieser frühen Phase kann zu schweren Fehlbildungen führen. Die bekannteste ist der Neuralrohrdefekt Spina bifida (offener Rücken). Dabei schließt sich ein Teil der Wirbelsäule nicht vollständig. Die gute Nachricht: Sie können ganz leicht etwas dagegen unternehmen. Denn das Risiko für diese Fehlbildung lässt sich durch eine ausreichende Folsäureversorgung verkleinern. Das haben Studien gezeigt. Wir als Audi BKK wollen Sie dabei unterstützen.
Was Sie zur Einnahme von Folsäure wissen sollten
Die Empfehlung von Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie Ernährungsfachleuten ist eindeutig: Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten so früh wie möglich mit der Einnahme von Folsäure anfangen.
Wann beginnen?
Idealerweise mindestens vier Wochen vor der geplanten Schwangerschaft. Wer einen Kinderwunsch hat, sollte sofort mit der Einnahme beginnen, ohne auf eine positive Testlinie zu warten.
Wie lange einnehmen?
Mindestens bis zum Ende des ersten Trimesters, also bis zur zwölften Schwangerschaftswoche. Bei erhöhtem Risiko können Ärztinnen und Ärzte eine längere Einnahme empfehlen. Ob das auf Sie zutrifft, klären Sie am besten im gemeinsamen Gespräch.
Wie viel Folsäure ist in der Schwangerschaft sinnvoll?
Die Standardempfehlung lautet: 400 Mikrogramm (µg) Folsäure täglich, eingenommen als Nahrungsergänzungsmittel, zusätzlich zur normalen Ernährung.
Bei erhöhtem Risiko – etwa nach einer früheren Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt oder bei bestimmten Erkrankungen – können ärztlich abgestimmte Präparate mit einer höheren Dosis sinnvoll sein. Bitte treffen Sie diese Entscheidung nicht ohne medizinische Begleitung.
Eine Überdosierung durch gängige Folsäurepräparate ist in der Regel kein Problem, kann aber einen möglichen Mangel von Vitamin B12 überdecken. Es gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Bleiben Sie bei der empfohlenen Dosis oder lassen Sie sich ärztlich beraten.
Gesunde Ernährung reicht nicht aus
Folsäure ist die synthetisch hergestellte Form des Vitamins Folat. Folat kommt natürlich in vielen Lebensmitteln vor. Spinat, Brokkoli, Linsen, Kichererbsen, grünes Blattgemüse und Vollkornprodukte sind gute Quellen.
Der natürliche Wirkstoff in Lebensmitteln ist hitzeempfindlich. Beim Kochen geht ein großer Teil verloren. Außerdem nimmt der Körper Folat aus Lebensmitteln schlechter auf als synthetische Folsäure aus Tabletten oder Kapseln. Fachleute sprechen hier von einer geringen Bioverfügbarkeit.
Heißt: Selbst wer sich ausgewogen ernährt, kann den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft und Kinderwunschphase über die Mahlzeiten allein kaum decken. Die Einnahme von Folsäure ist deshalb keine Vorsichtsmaßnahme für Besorgte, sie sind eine medizinisch sinnvolle Ergänzung für alle, die schwanger werden möchten oder sind.
Was die Audi BKK bei der Folsäureversorgung zahlt
Uns ist es wichtig, dass Ihr Baby einen gesunden Start ins Leben hat. Die Audi BKK unterstützt deshalb Versicherte in der Schwangerschaft bei der Folsäureversorgung. Folsäurepräparate können im Rahmen von GesundheitExtra von der Kasse erstattet werden, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt.
Konkret gilt: Erstattet werden Präparate, die alle folgenden Voraussetzungen erfüllen:
- Sie wurden während der Schwangerschaft von einer Vertragsärztin oder einem Vertragsarzt auf Privatrezept verordnet.
- Die Präparate wurden in einer Apotheke oder über einen zugelassene Vesandhandel bezogen.
Risikogruppen: Für wen ist die Folsäureversorgung besonders wichtig ist
Folsäure ist für alle Frauen mit Kinderwunsch oder in der Frühschwangerschaft relevant. Für bestimmte Gruppen ist eine besonders sorgfältige Versorgung jedoch noch wichtiger:
- Frauen, die bereits eine Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt hatten
- Frauen mit Diabetes oder starkem Übergewicht
- Frauen nach einer bariatrischen Operation, beispielsweise einer Magenverkleinerung
- Frauen, die bestimmte Medikamente einnehmen
- Frauen, die sich sehr einseitig ernähren
In diesen Fällen kann eine höhere Dosierung oder eine länger andauernde Supplementierung sinnvoll sein. Besprechen Sie das am besten immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Folsäuredosis bei Kinderwunsch und Schwangerschaft ist individuell.
So begleitet Sie die Audi BKK in der Schwangerschaft
Wir wollen, dass ihr Baby einen guten Start in die Welt hat. Die Audi BKK bietet Ihnen deshalb rund um Schwangerschaft und Geburt ein umfassendes Unterstützungsangebot. Von Hebammenhilfe über Geburtsvorbereitungskurse bis hin zu speziellen Vorsorgeprogrammen wie BabyCare und Hallo Baby.
Eine Schwangerschaft ist eine emotionale Zeit, voller Vorfreude – und voller Fragen. Wir wissen das und sind deshalb mit Leistungen an Ihrer Seite, die zu Ihrem Leben passen.
FAQ – Häufig Fragen zur Folsäureversorgung
Das Neuralrohr, aus dem Gehirn und Rückenmark entstehen, schließt sich bereits in der dritten und vierten Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Frauen noch gar nicht, dass sie schwanger sind. Wer erst dann mit Folsäure beginnt, hat das entscheidende Zeitfenster verpasst. Deshalb gilt: mit der Einnahme beginnen, sobald ein Kinderwunsch besteht, mindestens vier Wochen vor der Befruchtung.
Ja, aber nicht in ausreichender Menge. Lebensmittel wie Spinat, Linsen oder Brokkoli enthalten Folat, eine natürliche Verwandte der Folsäure. Das Problem: Beim Kochen geht ein großer Teil des Wirkstoffs verloren und der Körper nimmt Folat aus Lebensmitteln schlechter auf als synthetische Folsäure aus Tabletten. Ernährung und Supplement sinnvoll zu kombinieren, ist der richtige Ansatz – auf die Ernährung allein zu setzen, ist zu riskant.
Mindestens bis zum Ende des ersten Trimesters, also bis zur zwölften Schwangerschaftswoche. Bei Frauen mit Risikofaktoren kann eine längere Einnahme sinnvoll sein. Besprechen Sie das am besten mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen.
Die Audi BKK kann die Kosten für ärztlich verordnete Folsäurepräparate unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Website unter GesundheitExtra.
In der empfohlenen Dosierung von 400 µg täglich gilt Folsäure als gut verträglich und sicher. Sehr hohe Dosen, deutlich über 1.000 µg täglich, sollten nur auf ärztliche Empfehlung eingenommen werden. Keine Sorge: Mit einem handelsüblichen Folsäurepräparat in Standarddosierung besteht kein Risiko einer Überdosierung.
Wichtiger Hinweis
Bitte halten Sie bezüglich der Einnahme von Folsäure und weiteren ergänzenden Präparaten vorab Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin.
Wir wünschen allen werdenden Müttern für Ihre Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt alles Gute.


