Gebärmutterhalskrebs

Vorsorge ist der beste Schutz: Erfahren Sie, wie Sie Gebärmutterhalskrebs aktiv vorbeugen können. Wer sich frühzeitig über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten informiert und sich regelmäßig untersuchen lässt, stärkt nicht nur seine Gesundheit, sondern erhöht auch die Chancen auf eine erfolgreiche Früherkennung.


Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Definition

Beim Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) wächst ein bösartiger Tumor im unteren Teil der Gebärmutter – dem Gebärmutterhals, auch Zervix genannt. Die Zervix hat die Form eines Kanals und endet im Muttermund. Der Gebärmutterhals stellt die Verbindung zwischen Gebärmutterkörper und Scheide dar.

Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs

Zervixkarzinome sind eine relativ häufige Erkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken etwa 4.500 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs. Es ist – nach Brustkrebs – die zweithäufigste bösartige gynäkologischen Erkrankung.

Gebärmutterhalskrebs: Vier Stadien

Gebärmutterhalskrebs durchläuft vier verschiedene Stadien. Diese unterscheiden sich in der Lage der Tumorzellen sowie deren Ausbreitung in umliegendes Gewebe. Das Gebärmutterhalskrebs-Stadium bestimmt maßgeblich sowohl die Art der Behandlung als auch die Heilungschancen der Patientin.

Entstehung eines Zervixkarzinoms

Die häufigste Ursache für Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV). Es gibt viele verschiedene Typen dieser Viren. Einige von ihnen verursachen Warzen auf der Haut und im Genitalbereich. Die Übertragung der HPV-Viren erfolgt unter anderem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Eine Infektion muss zwar nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Betroffene an Gebärmutterhalskrebs erkrankt, sie erhöht aber das Risiko. 

So lösen HPV-Viren Gebärmutterhalskrebs aus

Wie bekommt man Gebärmutterhalskrebs? Zervixkarzinome entstehen durch das Eindringen von HP-Viren durch mikroskopisch kleine Verletzungen der Schleimhaut. Dort dringen die Viren in noch tiefere Zellschichten vor und infizieren die dortigen sog. Basalzellen. Nach einer Ruhephase vermehren sich die Viren und gelangen wieder an die Schleimhautoberfläche, wo sie wiederum weiteres Gewebe infizieren. Zu diesem Zeitpunkt besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für den Sexualpartner. 

Ein Zervixkarzinom entsteht, wenn es zu bleibenden Veränderungen der Zellen durch Infektion und Entzündung kommt. Sobald derart veränderte Zellen die sog. Basalmembran (eine feine Trennschicht zwischen Schleimhaut und tieferen Gewebeanteilen des Gebärmutterhalses) durchbrechen und in die tieferen Gewebeschichten eindringen, spricht man von einem invasiven Karzinom. Von der Infektion bis zu diesem Punkt vergehen durchschnittlich 10 bis 15 Jahre. 

Gebärmutterhalskrebs: Ab diesem Alter steigt das Risiko

Frauen im Alter von 40 bis 59 Jahren sind besonders häufig von Gebärmutterhalskrebs betroffen. Nach dem 60. Lebensjahr steigen die Erkrankungszahlen nochmals an. Vorstufen und Frühstadien von Gebärmutterhalskrebs treten vor allem im Alter von 20 bis 40 Jahren auf.

Symptome von Gebärmutterhalskrebs

Die meisten Frauen mit Tumorzellen im Frühstadium haben keine Beschwerden. Aus diesem Grund entwickelt sich ein Zervixkarzinom häufig lange unbemerkt. Erste Anzeichen, die auf eine Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung hinweisen können, sind:

  • ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide – mit veränderter Farbe oder Geruch
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Blutungen während oder nach dem Geschlechtsverkehr
  • Blutungen außerhalb der Menstruation oder nach der Menopause

Gebärmutterhalskrebs-Symptome medizinisch abklären

Wenn Sie eines oder mehrere der aufgezählten Symptome bei sich bemerken, dann kann, muss sich dahinter aber kein Gebärmutterhalskrebs verstecken. Auch andere Erkrankungen oder Entzündungen im Genitalbereich können Ursache für diese Symptome sein. Um dies abzuklären, sollten Sie jedoch unbedingt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen. Eine ärztliche Untersuchung wird Klarheit bringen.

Ihre Audi BKK Vorteile zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge

Eine schwangere Frau mit ihrer Ärztin

HPV-Impfung

Das Risiko an Gebärmutterhalskrebs bzw. an einer Krebsart aufgrund der HPV-Infektion zu erkranken, kann durch eine HPV-Impfung reduziert werden. Schützen Sie Ihr Kind und lassen Sie es impfen!

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Eine Ärztin bespricht Dokumente mit ihrer Patientin

Früherkennung Gebärmutterhalskrebs

Schützen Sie sich und gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge. Die Audi BKK übernimmt einmal pro Jahr die Kosten einer klinischen Untersuchung für Frauen ab 20 Jahren.

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HPV-Impfung: Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs

HP-Viren sind der häufigste Auslöser eines Zervixkarzinoms. Eine Impfung bietet Schutz vor den meisten krebserregenden HPV-Typen und senkt die Gefahr, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, deutlich. Die HPV-Impfung wird Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Die Audi BKK übernimmt die Kosten für die HPV-Impfung – in bestimmten Fällen auch bei Versicherten bis 26 Jahren.

Wie oft wird die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs durchgeführt?

Zum Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs sind bis zu drei Impfdosen erforderlich. Sie werden im Abstand von jeweils fünf Monaten verabreicht.

Gebärmutterhalskrebs: Regelmäßige Vorsorge ist wichtig

Die Audi BKK übernimmt für Frauen ab 20 Jahren regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Hierzu zählen der sog. Pap-Test (Test nach Papanicolaou), der Zellveränderungen identifiziert, sowie ein Test auf humane Papillomviren, die Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs.

Pap-Test: So wird er durchgeführt

Die Gynäkologin oder der Gynäkologe führt ein Instrument, das sogenannte Spekulum, in die Vagina ein und entnimmt mit einem kleinen Spatel oder Bürstchen Schleimhautzellen – einmal vom Muttermund und einmal aus der Öffnung des Gebärmutterhalses. Diese Probenentnahmen dauern nur wenige Sekunden und sind in der Regel schmerzfrei. Die entnommenen Zellproben werden für weitere Untersuchungen an ein Labor geschickt und dort unter dem Mikroskop analysiert: Gibt es Veränderungen in den Zellen und, falls ja, welches Ausmaß haben sie? 

HPV-Test

Der HPV-Test ermittelt, ob der Gebärmutterhals mit HP-Viren infiziert ist. Wie beim Pap-Test macht der Frauenarzt oder die Frauenärztin einen Abstrich vom Muttermund und aus der Öffnung des Gebärmutterhalses. Ihre Audi BKK übernimmt die Kosten für einen HPV-Test, wenn der Pap-Test auffällig war.

Gebärmutterhalskrebs: Therapie

Es gibt verschiedene und hochwirksame Behandlungsmöglichkeiten für Gebärmutterhalskrebs. Die Wahl der Therapie hängt vor allem von der Größe und Ausbreitung des Tumors ab. Aber auch Ihr Alter, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand und ein eventuell bestehender Kinderwunsch werden bei der Entscheidung berücksichtigt. In frühen Stadien ist die Operation das bevorzugte Verfahren. Ist eine Operation nicht möglich oder nicht erwünscht, kommt alternativ eine Strahlentherapie mit Chemotherapie infrage. 

Heilungschance für Gebärmutterhalskrebs

Frühstadien von Gebärmutterhalskrebs können in der Regel erfolgreich behandelt werden und haben somit eine gute Prognose. Bei invasiven bösartigen Tumoren hängt der Behandlungserfolg davon ab, wie stark sich der Tumor bereits ausgebreitet hat und wie erfolgreich die Operation war: Kann die Ärztin oder der Arzt das Tumorgewebe vollständig entfernen, verbessern sich die Heilungschancen erheblich. Sind bereits Metastasen vorhanden, konzentriert sich die Behandlung darauf, der Patientin ein möglichst langes und beschwerdefreies Leben trotz Krebserkrankung zu ermöglichen.
 

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