Hautkrebs früh erkennen und Risiken senken
Unsere Haut ist ein empfindliches Organ. Schützen wir sie zum Beispiel nicht ausreichend vor der intensiven UV-Strahlung der Sonne, können wir an Hautkrebs erkranken. Pro Jahr erhalten allein in Deutschland mehr als 355.0001 Menschen diese Diagnose – darunter auch junge Menschen. Die gute Nachricht: Früh erkannt, ist Hautkrebs in vielen Fällen gut behandelbar. Hautkrebsvorsorge ist deshalb keine Frage des Alters, sondern der Fürsorge für sich selbst. Die Audi BKK unterstützt Sie dabei. Mit dem gesetzlichen Screening ab 35 Jahren und mit Zusatzleistungen, die früher ansetzen.
Hautkrebsvorsorge bei der Audi BKK
Beim Hautkrebs-Screening zählt jeder früh erkannte Befund. Als Versicherte oder Versicherter der Audi BKK haben Sie deshalb Anspruch auf das gesetzliche Hautkrebs-Screening ab 35 Jahren, alle zwei Jahre, ohne Zuzahlung.
Die Audi BKK geht aber noch einen Schritt weiter: Versicherte können bereits ab 15 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening bei teilnehmenden Arztpraxen in Anspruch nehmen. Denn Hautkrebs betrifft nicht nur ältere Menschen.
Ergänzend steht Ihnen der Online-Hautcheck zur Verfügung: eine schnelle digitale Ersteinschätzung durch Dermatologinnen und Dermatologen – direkt vom Smartphone aus, ohne Wartezeit.
Welche Arten von Hautkrebs es gibt
Medizinisch werden zwei Hauptformen von Hautkrebs unterschieden:
- Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom): Die aggressivste Form des Hautkrebses. Er wächst schnell und kann früh Tochtergeschwülste bilden. Jeder 50. Mensch in Deutschland2 erhält diese Diagnose im Laufe des Lebens.
- Weißer Hautkrebs: Dazu zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Die Heilungschancen sind günstiger als beim Melanom, eine Behandlung ist aber in jedem Fall notwendig.
Beide Formen entstehen häufig durch übermäßige UV-Strahlung. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto schonender kann behandelt werden.
Hautkrebs früh erkennen: typische Warnzeichen
Hautkrebs ist oft sichtbar. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen anderen Krebsarten. Achten Sie auf diese Veränderungen:
- Muttermale, die wachsen oder ihre Form oder Farbe verändern
- Wunden oder Hautveränderungen, die nicht abheilen
- Juckreiz oder Blutungen an einem Muttermal
- Neue Hautflecken im Erwachsenenalter
Die ABCDE-Regel für Muttermale

Für die Einschätzung von Muttermalen gibt es eine bewährte Orientierungshilfe, die ABCDE-Regel.
- A wie Asymmetrie: Der Fleck ist nicht gleichmäßig rund oder oval.
- B wie Begrenzung: Die Ränder sind unscharf oder ausgefranst.
- C wie Colour (Farbe): Der Fleck hat mehrere Farbtöne – grau, schwarz oder rosa.
- D wie Durchmesser: Der Fleck ist größer als fünf Millimeter.
- E wie Entwicklung: Das Muttermal verändert sich innerhalb kurzer Zeit.
Trifft eines dieser Merkmale zu, sollten Sie zeitnah eine Hautarztpraxis aufsuchen.
Hautkrebs vorbeugen: Was Sie selbst tun können
Die wichtigste Maßnahme gegen Hautkrebs ist konsequenter Schutz vor UV-Strahlung. Das bedeutet:
- Sonnencreme mit ausreichend Lichtschutzfaktor auftragen und dies alle zwei Stunden wiederholen
- Direkte Mittagssonne meiden, besonders zwischen 11 und 15 Uhr
- Haut durch Kleidung, Hut und Sonnenbrille schützen
- Keine Besuche im Solarium, denn künstliche UV-Strahlung erhöht das Risiko
Auch die regelmäßige Selbstkontrolle der Haut ist wichtig. Achten Sie auf Veränderungen, besonders bei vielen Muttermalen oder nach intensivem Sonnenkontakt. Und: Schützen Sie Kinder frühzeitig. Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Hautkrebsrisiko langfristig.
Wann Sie bei Hautveränderungen zum Arzt gehen sollten
Warten Sie nicht bis zum nächsten Screening, wenn Ihnen etwas auffällt. Gehen Sie zeitnah in die Praxis, wenn:
- ein Muttermal sich verändert in Größe, Form oder Farbe
- eine Hautveränderung wächst oder juckt
- eine Wunde über mehrere Wochen nicht abheilt
- im Erwachsenenalter neue Flecken entstehen
Beim Thema Hautkrebsvorsorge gilt: Lieber einmal zu viel untersuchen lassen als zu lang warten.
So läuft eine Hautkrebsvorsorge beim Arzt ab
Die Untersuchung ist einfach, schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten.
Zunächst sprechen Sie kurz mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Gibt es Auffälligkeiten? Haben Sie etwas bemerkt? Dann folgt die Ganzkörperuntersuchung der Haut, einschließlich der Kopfhaut. Für die Kontrolle von Muttermalen und Pigmentflecken setzen Fachärztinnen und Fachärzte ein Dermatoskop ein. Das ist ein spezielles Auflichtmikroskop, das Veränderungen unterhalb der Hautoberfläche sichtbar macht.
Gibt es einen Verdachtsfall, wird entweder eine Überweisung zur Dermatologie ausgestellt oder direkt eine Gewebeprobe entnommen. Bei 80 von 100 Verdachtsfällen3 stellt sich heraus, dass es kein Krebs ist. Trotzdem lohnt es sich, den Befund abzuklären.
Digitale Unterstützung bei Hautproblemen
Der Online-Hautcheck der Audi BKK ermöglicht eine schnelle Ersteinschätzung direkt vom Smartphone aus. Sie laden ein Foto der auffälligen Hautstelle hoch; Dermatologinnen und Dermatologen melden sich zeitnah mit einer Einschätzung zurück.
Der Online-Hautcheck ersetzt keine ärztliche Untersuchung, ist aber eine sinnvolle erste Orientierung. Das gilt besonders, wenn Sie sich unsicher sind oder nicht sofort einen Termin bekommen.
Wer Anspruch auf Hautkrebsvorsorge hat
Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening. Die Untersuchung kann alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden – ohne Zuzahlung, ohne bürokratischen Aufwand. Durchgeführt wird sie von Hautärztinnen und Hautärzten oder von speziell geschulten Hausärztinnen und Hausärzten.
Früh erkannt lässt sich das Gesundheitsrisiko durch Hautkrebs in vielen Fällen senken. Wer das Angebot regelmäßig nutzt, erhöht seine Chancen auf eine schonende Behandlung und gewinnt gesundheitliche Sicherheit.
Versicherte der Audi BKK profitieren von einer weiteren Leistung: Das Hautkrebs-Screening ist bereits ab 15 Jahren alle zwei Jahre möglich. Denn Hautkrebs ist kein Altersthema.




